Tempo 170! Rechtsaußen-Politiker auf Weg zum Wahllokal von Polizei gestoppt

Forbach - Auf der Fahrt zur Stimmabgabe bei der französischen Präsidentschaftswahl ist der Wagen des Rechtsaußenpolitikers Florian Philippot (40) am Sonntag mit überhöhtem Tempo von der Polizei gestoppt worden.

Paris im vergangenen August: Florian Philippot (40), Gründer der rechtsextremen Partei Les Patriotes, spricht auf einer Kundgebung.
Paris im vergangenen August: Florian Philippot (40), Gründer der rechtsextremen Partei Les Patriotes, spricht auf einer Kundgebung.  © Adrienne Surprenant/AP/dpa

Wie die Zeitung Le Parisien berichtete, war ein Chauffeur mit dem Vorsitzenden der EU-feindlichen Partei Les Patriotes auf der A4 Richtung Forbach an der deutschen Grenze unterwegs, als er mit Tempo 170 bis 180 bei Reims geblitzt wurde.

Das Tempolimit liegt bei 130. Während der Chauffeur zunächst nicht weiterfahren konnte, musste Philippot, der nach eigenen Angaben keinen Führerschein besitzt, die Fahrt per Bahn fortsetzen.

Die Polizei habe ihn zur nächsten Station gefahren, schrieb die Zeitung.

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Da es in Frankreich keine Briefwahl gibt, legt so mancher Politiker zur Stimmabgabe einen weiten Weg in seine Heimatregion zurück, wo er aus Gründen der lokalen Verwurzelung im Wählerregister eingetragen ist.

Philippot, ehemaliger Vize der lange als rechtsextrem verorteten Partei Front National, wählt daher weiter in der lothringischen Grenzstadt bei Saarbrücken.

Dort hatte er sich in der Vergangenheit mehrfach um politische Ämter bemüht. Die Partei Front National hatte sich 2018 in Rassemblement National umbenannt - ihre Spitzenpolitikerin Marine Le Pen (53) steht im Duell mit dem Amtsinhaber Emmanuel Macron um das Präsidentschaftsamt.

Titelfoto: Adrienne Surprenant/AP/dpa

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