"Juden und Asiaten sind keine Menschen": Angeblicher Post von Sarah-Lee Heinrich ist ein Fake!

Iserlohn - Anfang Oktober dieses Jahres ist Sarah-Lee Heinrich (20) zur Co-Bundessprecherin der Grünen Jugend gewählt worden. Seither tauchen Tweets auf, die Heinrich als Jugendliche verfasst haben soll und die kontrovers diskutiert werden.

Sarah-Lee Heinrich (20) ist in den vergangenen Wochen in die Kritik geraten, weil sie als Jugendliche äußerst kontroverse Tweets verfasst hatte.
Sarah-Lee Heinrich (20) ist in den vergangenen Wochen in die Kritik geraten, weil sie als Jugendliche äußerst kontroverse Tweets verfasst hatte.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

So geht unter anderem der Screenshot einer älteren, vermeintlichen Twitter-Nachricht um, in der Heinrich angeblich mitgeteilt haben soll: "Juden und asiaten sind keine Menschen und bei Slawen weiss ichs ehrlich gesagt nicht" (Fehler im Original).

Den Tweet, von dem ein vermeintlicher Screenshot umgeht, verfasste Heinrich im November 2016. Damals twitterte sie: "Juden und asiaten sind keine weissen Menschen und bei Slawen weiss ichs ehrlich gesagt nicht".

Im aktuell kursierenden Screenshot fehlt also das Wort "weissen", es wurde offenkundig gelöscht und dadurch die Aussage des Tweets verändert.

Feuerwerks-Verbot: Weco und andere Pyro-Unternehmen erleiden den "Todesstoß"
Wirtschaft News Feuerwerks-Verbot: Weco und andere Pyro-Unternehmen erleiden den "Todesstoß"

Sarah-Lee Heinrichs originaler Tweet ist nicht mehr online.

Heinrich hat sich für diskriminierende und tendenziöse Tweets entschuldigt.

Auch in einem Interview in der Wochenzeitung "Die Zeit" bat Heinrich um Verzeihung für diskriminierende Witze und Sprüche, die sie als Jugendliche ins Netz gestellt habe.

"Damals, mit 13, 14, habe ich es für normal gehalten. Aber das war es nicht und ist es nicht. Es war falsch und verletzend, auch deswegen habe ich die Tweets schon vor vielen Jahren gelöscht. Sprüche mit Gewaltvorstellungen, mit Diskriminierungen sind nicht einfach Sprüche, sondern schlimm. Und dafür entschuldige ich mich."

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Politik: