Nach Grönland: US-Präsident Donald Trump provoziert nächste europäische Insel mit dieser Karte

Von Patricia Bartos, Anna Ringle, Marcus Christoph

Reykjavik/Washington D.C. - Mit einer auf der Plattform Truth Social geteilten umstrittenen Nordamerika-Landkarte sorgt US-Präsident Donald Trump (80) auch in Island für Aufruhr.

Die Vereinigten Staaten von Amerika - zumindest in den Träumen des US-Präsidenten.  © Truth Social/@realDonaldTrump

Die Außenministerin des Landes, Thorgerdur Katrin Gunnarsdottir (60) bestellte am Montag den US-Botschafter ein, wie ein Sprecher des Ministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Dabei habe man "unmissverständlich" deutlich gemacht, "dass das Bild völlig unangebracht sei".

Trump provozierte am Montag mit einer Nordamerika-Landkarte, die unter anderem Kanada, Grönland, Mexiko, Kuba und Island unter der US-Flagge zeigt. Darauf prangt nur ein Ländername: Vereinigte Staaten von Amerika. Die Karte selbst kommentierte Trump nicht.

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Der Republikaner kokettiert immer wieder mit dem Wunsch, sich andere Länder und Inseln einzuverleiben.

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In Island reagierte man umgehend auf die veröffentlichte Karte.  © Steffen Trumpf/dpa

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US-Präsident Donald Trump (80) hat mit seinem Beitrag in mehreren Ländern für Empörung gesorgt.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Im Falle von Kanada hatte er anklingen lassen, dass das Nachbarland der 51. Bundesstaat der USA werden könnte. Grönland will er kaufen und argumentiert, nur die USA könnten die zu Dänemark gehörende Insel gegen Begehrlichkeiten beispielsweise aus Russland oder China verteidigen.

Auch in Mexiko sorgte die Grafik für Entrüstung. Präsidentin Claudia Sheinbaum (64) schrieb auf der Plattform X, dass ihr Land weder eine Kolonie noch ein Protektorat eines fremden Landes sei oder jemals sein werde.

Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (48) erklärte der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge, dass die Grönländer immer wieder deutlich gemacht hätten, nicht Teil der Vereinigten Staaten sein zu wollen. Diese Botschaft bekräftige man weiter.

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