Merz verbietet Alkoholausschank auf CDU-Bundesparteitag
Stuttgart - Am kommenden Wochenende findet in Stuttgart der Bundesparteitag der CDU statt. Eine Weichenstellung des Parteichefs sorgt dabei bereits im Vorhinein für viel Aufmerksamkeit: Auf Entscheidung von Friedrich Merz (70, CDU) wird der Alkohol-Ausschank am Freitagabend eingeschränkt.
Üblicherweise präsentieren sich bei Parteitagen verschiedene Aussteller, zumeist Unternehmen, im Umfeld des Parteitags mit Ständen, an denen Kaffee, Snacks oder auch frisch gezapftes Bier und Wein angeboten werden.
"Aufgrund einer aktuellen Lagebeurteilung und auf Entscheidung des Parteivorsitzenden hin müssen wir den Zeitplan für den Ausschank alkoholischer Getränke am Freitagabend leider kurzfristig anpassen", berichtet der Berliner "Tagesspiegel" nun unter Berufung auf ein Schreiben aus der Parteizentrale der Christdemokraten.
"Um das ehrgeizige Programm der Antragsberatungen erfolgreich und pünktlich abzuschließen, ist es essenziell, dass die Delegierten bis zum Sitzungsende im Plenarsaal verbleiben", heißt es in der E-Mail weiter. "Daher bitten wir Sie höflich, den Alkoholausschank in der Ausstellung auszulassen."
Das Tagungspräsidium werde die Delegierten des Parteitags "darüber informieren, dass die Bewirtung erst beim Baden-Württemberg-Abend nach Abschluss der Sitzung startet". "Wir bedauern die Kurzfristigkeit dieser Änderung sehr und danken Ihnen herzlich für Ihre Flexibilität. Sie unterstützen uns damit maßgeblich dabei, den parlamentarischen Ablauf erfolgreich zu gestalten."
Wahlen, Anträge und ein besonderer Ehrengast
Die CDU hält ihren Bundesparteitag in Stuttgart am kommenden Freitag und Samstag ab.
Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Wahlen. Bundeskanzler Friedrich Merz kandidiert dabei erneut als Parteichef.
Außerdem sollen zahlreiche Anträge beraten werden, die zuletzt teils heftige Debatten ausgelöst hatten, etwa zum Thema Teilzeitarbeit oder Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche.
Ihre Teilnahme zugesagt hat zudem ein besonderer Ehrengast: Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel (71, CDU).
Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

