Polizei verhindert Attacke auf Privatflugzeug von Friedrich Merz

Von Malte Kurtz, Florentine Dame, Yuriko Wahl-Immel

Arnsberg - Klimaaktivisten haben in der Nacht auf Donnerstag versucht, das Privatflugzeug von Bundeskanzler Friedrich Merz (70) mit pinker Farbe zu beschmieren.

Aktivisten haben am Donnerstagmorgen versucht, das Privatflugzeug von Friedrich Merz (70) zu beschmieren. (Archivbild)
Aktivisten haben am Donnerstagmorgen versucht, das Privatflugzeug von Friedrich Merz (70) zu beschmieren. (Archivbild)  © Axel Heimken/dpa

Letztlich blieb es jedoch nur bei einem Versuch: "Die Aktion hat nicht stattgefunden", wie ein Sprecher der Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis gegenüber TAG24 am Vormittag erklärte.

Alle drei beteiligten Personen wurden erwischt, bevor sie den Privatflieger von Merz auf dem Flugplatz in Arnsberg schaden konnten.

Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft handelte es sich um einen Mann und zwei Frauen im Alter zwischen 23 und 56 Jahren.

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Eine vierte Person konnte bereits im Vorfeld von der Polizei im Zuge einer Verkehrskontrolle geschnappt werden. Diese hatte gegenüber den Beamten erklärt, auf dem Weg zum Flugplatz zu sein.

Eine Überprüfung der Personalien ergab, dass die Person aufgrund politisch motivierter Kriminalität bereits polizeibekannt war.

Arnsberg: Aktivisten waren bereits auf Flugplatz-Gelände

Die deutsche Klimaaktivistin Anja Windl (29) vermittelte ihre Botschaft in einer Mitteilung des "Widerstands-Kollektivs".
Die deutsche Klimaaktivistin Anja Windl (29) vermittelte ihre Botschaft in einer Mitteilung des "Widerstands-Kollektivs".  © Erwin Scheriau/APA/dpa

Im Zuge anschließend eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen konnten auch die übrigen drei Übeltäter geschnappt werden. Das Trio hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits unerlaubt Zutritt zum Flugplatz-Gelände verschafft.

Am Mittag waren die Beschuldigten aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden. "Es bestehen keine Haftgründe", so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Arnsberg. Wie üblich bei politisch motivierten Straftaten hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

In einer Mitteilung bekannte sich die Aktivisten des "Widerstands-Kollektivs" zu der versuchten Attacke auf den Flieger von Merz: "Engagierte für Klimaschutz vom Widerstands-Kollektiv haben am frühen Donnerstagmorgen, im Rahmen einer Protestaktion, versucht das Privatflugzeug von Friedrich Merz stillzulegen. Dabei sollte das Flugzeug mit pinker Farbe langfristig aus dem Verkehr gezogen werden."

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"Wir handeln hier aus Notwehr", wird Anja Windl (29, Klimaaktivistin) darin zitiert. Während die Klimakrise eskaliere, fliege Friedrich Merz mit seinem eigenen Flugzeug durch die Gegend, so ihre Botschaft.

Erstmeldung um 11.56 Uhr, zuletzt aktualisiert um 16.08 Uhr

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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