Hubert Aiwanger (†55) tot in Berliner Hotelzimmer aufgefunden

München/Berlin - Der Chef der Freien Wähler und Vize-Ministerpräsident von Bayern, Hubert Aiwanger (55), ist am frühen Mittwochabend tot in seinem Hotelzimmer in Berlin-Mitte aufgefunden worden.

Der bayerische Politiker Hubert Aiwanger (55, Freie Wähler) ist laut Medienbericht tot in Berlin aufgefunden worden.  © Armin Weigel/dpa

Das bestätigte die zuständige Generalanwaltschaft gegenüber TAG24. Zuerst hatte "BILD" berichtet.

Demnach sollte der 55-Jährige das Hauptstadtbüro der Freien Wähler in Berlin eröffnen – doch er blieb aus gesundheitlichen Gründen diesem Termin fern.

Aiwanger war nicht verheiratet, hinterlässt jedoch zwei gemeinsame Söhne mit der Kommunalpolitikerin Tanja Schweiger (48).

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Der im niederbayerischen Landkreis Landshut geborene Politiker bekleidete als Stellvertreter von Markus Söder (59, CSU) das zweithöchste politische Amt in Bayern.

Zu den Hintergründen seines Todes oder wie der Minister entdeckt wurde, gibt es noch kein offizielles Statement. "Es wurde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet", so Alan Bauer, Pressesprecher der Berliner Strafverfolgungsbehörden, im Gespräch mit TAG24. "Der Politiker wurde im Hotel 'Neuer Fritz' aufgefunden".

Nach dem Bekanntwerden dieser Meldung zeigten sich zahlreiche Politgrößen auf ihren Kanälen parteiübergreifend betroffen.

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"Flugblatt-Affäre" kostete ihn beinahe seine Ämter

Hubert Aiwanger war stellvertretender Ministerpräsident sowie Wirtschaftsminister von Bayern.  © Stefan Puchner/dpa

Hubert Aiwanger war im Kabinett von Söder seit Jahren als Wirtschaftsminister tätig. Er geriet auch innerhalb der eigenen Partei mehrmals wegen populistischer Äußerungen in die Kritik.

Vor allem sein scharfer Ton gegen die Migrationspolitik der Bundesregierung und seine Kritik an deren Energie- und Wirtschaftspolitik verschafften ihm immer wieder einen Platz in Pressemeldungen und Talkshows.

Die sogenannte "Flugblatt-Affäre" Ende August 2023 jedoch hätte für ihn beinahe das Ende seiner politischen Karriere bedeutet.

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Söder beließ ihn im Amt – jedoch mit der Warnung, dass keine weiteren derartigen Vorfälle mehr passieren dürften.

Helmut Aiwanger, der Bruder des Politikers, äußerte sich schließlich öffentlich, dass er das antisemitische und rechtsextreme Schreiben verfasst hätte. Eine eindeutige Aufklärung des Falles gab es nie.

Zuletzt aktualisiert: 22.54 Uhr

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