Social-Media-Verbot für Jugendliche? So reagiert MP Kretschmer darauf

Dresden - In der Debatte um ein Social-Media-Verbot für Jugendliche hat Sachsens MP Michael Kretschmer (50, CDU) seinen Standpunkt dargestellt. Er spricht sich für strengere Regeln aus.

Sachsens MP Michael Kretschmer (50, CDU) fordert ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren.
Sachsens MP Michael Kretschmer (50, CDU) fordert ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren.  © Katharina Kausche/dpa

Konkret geht es dem Landeschef darum, dass Kinder bis zur Altersgrenze von 14 Jahren keinen Zugang mehr zu den sozialen Netzwerken erhalten. "Ich denke, bis zum 16. Lebensjahr wäre eine Einschränkung zu lang", sagte Kretschmer gegenüber der Sächsischen Zeitung.

Er sehe eine Mehrheit in der Bevölkerung für einen solchen Schritt. Social Media könne vor allem bei der jungen Generation zu einer Sucht werden, die auch psychische Beeinträchtigungen mit sich bringe, so der Politiker.

Kretschmer empfiehlt, die Meinung von Experten - etwa der nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina - für eine Umgestaltung der Regeln einzuholen.

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Beim CDU-Parteitag in Stuttgart stand am Samstag auch das Thema "Social-Media-Verbot" auf der Agenda. Die Delegierten stimmten dabei für eine gesetzliche Altersgrenze von 14 Jahren und das besondere Schutzbedürfnis bis zum 16. Lebensjahr im digitalen Raum. Die Bundesregierung ist nun aufgefordert, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Das Alter soll bei der praktischen Umsetzung mittels ID-Wallet verifiziert werden, erklärte Familienministerin Karin Prien (60, CDU) gegenüber BILD. Bei systematischer oder fahrlässiger Umgehung der Altersprüfung sollen "empfindliche Bußgelder für die Plattformbetreiber" verhängt werden, heißt es im CDU-Beschluss.

Titelfoto: Katharina Kausche/dpa

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