"Tal des Todes": MP Kretschmer mit düsterem Vergleich im ZDF

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Berlin/Dresden - Sachsens MP Michael Kretschmer (50, CDU) war am Dienstag im ZDF-Morgenmagazin zu Gast. Im Interview mit Moderatorin Mirjam Meinhardt (44) wagte er einen düsteren Vergleich im Hinblick auf den aktuellen Zustand der Bundesrepublik.

Der sächsische MP Michael Kretschmer (50, CDU) bezog Stellung im ZDF zu erneuerbaren Energien und dem geplanten Entlastungspaket der Koalition.
Der sächsische MP Michael Kretschmer (50, CDU) bezog Stellung im ZDF zu erneuerbaren Energien und dem geplanten Entlastungspaket der Koalition.  © Screenshot/Instagram/michaelkretschmer

Auf die Frage Meinhardts, ob man für mehr Unabhängigkeit nicht auch mehr erneuerbare Energien nutzen müsste, erklärte der Politiker zunächst: "Man braucht das Molekül - dieses Erdgas, dieses Erdöl - für viele Dinge, beispielsweise im Bereich der Grundstoffindustrie [...]. Das kann man nicht mit Erneuerbaren machen."

Es sei daher wichtig, dass sich Deutschland breiter aufstelle und dafür sorge, dass der Krieg in der Ukraine beendet werde.

"Bei dem Ausbau der Erneuerbaren gibt es ja keine Frage über das Ziel, sondern nur über den Weg dahin. Wir durchschreiten ein 'Tal des Todes' - habe ich es immer genannt -, und wir sind jetzt aus meiner Sicht mitten drin, da die Preise so hoch sind und es keine Sicherheit für die Unternehmen gibt, dass sie einfach unser Land verlassen. [...]", stellte Kretschmer fest.

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Meinhardt hakte nach: "Was fordern Sie da ganz konkret?", wollte die Journalistin wissen, woraufhin Kretschmer erklärte: "Deutschland ist viel teurer als unsere Konkurrenten, und das müssen wir von A bis Z durchdeklinieren. Wir fangen mit dem Thema Energie an, und da wird beispielsweise über die CO₂-Steuer zu sprechen sein. Wir müssen über Deregulierung reden, müssen über den Arbeitsmarkt und die Sozialkosten sprechen."

Michael Kretschmer über 17-Cent-Rabatt: "Hilft jedem von uns"

Dass Sprit 17 Cent pro Liter günstiger werden soll, empfindet der CDU-Politiker als "richtige" Maßnahme. (Symbolfoto)
Dass Sprit 17 Cent pro Liter günstiger werden soll, empfindet der CDU-Politiker als "richtige" Maßnahme. (Symbolfoto)  © Sebastian Kahnert/dpa

Zur geplanten Spritpreis-Entlastung sagte Kretschmer im Gespräch: "Ich finde, die 17 Cent sind richtig. Es hilft jedem von uns. Und es ist ja auch zu einer Zeit beschlossen worden, als die Amerikaner noch nicht die Straße von Hormus blockieren wollten. Und da wäre man wahrscheinlich unter 2 Euro gekommen. Das war das Ziel. [...]"

Beim Krisenbonus sieht der sächsische Landeschef Verbesserungspotenzial: "Die 1000 Euro empfinden viele - vor allem Handwerker, Mittelständler - als Hohn, weil bei ihnen jetzt etwas abgeladen wird. Ich finde, das muss man noch mal diskutieren."

Auch sei es nicht sinnvoll, dass der öffentliche Dienst als Erster das Geld ausbezahle.

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Das komplette Interview steht in der ZDF-Mediathek (ab Minute 40) auf Abruf bereit.

Titelfoto: Screenshot/Instagram/michaelkretschmer

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