"Überhaupt nicht verstanden": MP Kretschmer beklagt Umgang mit Ost-Ministerin

Dresden - Nach dem Personalwechsel im Bundeskabinett hat sich nun MP Michael Kretschmer (51, CDU) zu den Entscheidungen geäußert. Ihm stößt die Ablösung der Sport-Staatsministerin sauer auf.

Kanzler Friedrich Merz (70, CDU, r.) lässt die bisherige Sport-Staatsministerin Christiane Schenderlein (44, CDU) ins Gesundheitsministerium versetzen. Mit dieser Entscheidung zeigt sich Sachsens MP Michael Kretschmer (51, CDU) unzufrieden. (Archivbild)  © Michael Kappeler/dpa

"Christiane Schenderlein war eine unglaublich erfolgreiche Sportministerin", sagte der Politiker dem MDR. "Insofern habe ich diesen Wechsel überhaupt nicht verstanden", beklagte er.

Seiner Ansicht nach hätte die Parteikollegin eher die Urkunde für das erfolgreichste Kabinettsmitglied in der Regierung Merz bekommen sollen. "Diese Veränderung, die müssen wir erst alle noch mal durchdenken und dann vielleicht verstehen", so Kretschmer weiter.

Am Montag war bekannt geworden, dass Schenderlein nicht länger als Sport-Staatsministerin im Kanzleramt tätig ist und stattdessen als Parlamentarische Staatssekretärin ins Gesundheitsministerium wechselt. Dies gab Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) in Berlin bekannt.

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Dass Schenderlein nicht im Kanzleramt bleiben soll, hatte zu massivem Unmut in den ostdeutschen Landesverbänden geführt. Ihre Nachfolge ist noch nicht offiziell geklärt. Laut Handelsblatt soll die Ex-Nationalspielerin Nadine Keßler (38) übernehmen.

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Personalwechsel sorgte bei MP Michael Kretschmer für Kopfschütteln

Der Landeschef sieht auch generell den vollzogenen Personalwechsel im Bundeskabinett kritisch. (Archivbild)  © Jens Kalaene/dpa

Kretschmer übte im MDR auch Kritik an den weiteren personellen Veränderungen in der Bundesregierung.

"Es ist eine schwierige Geschichte gewesen die letzten Tage. Ich glaube, viele Menschen standen davor, haben das Ganze beobachtet und haben den Kopf geschüttelt. Ich auch", gab der sächsische Landeschef zu.

Jedoch müsse man dem Kanzler zubilligen, dass er das Team bildet, mit dem er dann die Arbeit machen will und muss.

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"Jetzt gibt es eine Veränderung. Die ist sicherlich nicht so glattgelaufen, wie man das erwarten kann. Aber jetzt gibt es diese Klarheit, und jetzt geht es hoffentlich auch wieder an die Arbeit", so Kretschmer.

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