Wie Emilia (9) zu Sachsens Ministerpräsidentin wurde

Dresden - Einmal hinter die Kulissen der Macht gucken - das war am Sonntag wieder zum Tag des offenen Regierungsviertels in Dresden möglich. Und Sachsen hatte für ein paar Minuten eine Ministerpräsidentin.

Für ein paar Minuten Ministerpräsidentin: Emilia an Kretschmers Chef-Schreibtisch in der Staatskanzlei.  © Thomas Türpe

Eigentlich will sie ja mal Architektin werden. Doch beim Blick in die Staatskanzlei war die Verlockung für Emilia Förster (9) zu groß, mal auf dem Stuhl von Regierungs-Chef Michael Kretschmer (51, CDU) Platz zu nehmen.

Dessen Büro mit aufgeräumtem Holztisch und edlem Montblanc-Schreibgeschirr wurde von der Dresdner Grundschülerin für "ganz okay" befunden.

Aber der mausgraue Teppich - der geht nach Ansicht der künftigen Architektin, die daheim mit leeren Kartons schon an der baulichen Zukunft Dresdens bastelt, gar nicht!

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"Da gehört Holz hin", befand Emilia und empfahl dem MP einen Wechsel zu Parkett.

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Diesen Wunsch hinterließ die Schülerin dem Regierungschef.  © Thomas Türpe

Schülerin Emilia hat einen Wunsch an Michael Kretschmer hinterlassen

Vor der Staatskanzlei traf Emilia Förster (9) auf Sachsens Landesvater Michael Kretschmer (51, CDU), der ihr kurz darauf sein Büro zur Verfügung stellte.  © Thomas Türpe

Auf einem Notizblatt hinterließ die Kurzzeit-Ministerpräsidentin ihrem großen Amtskollegen dann noch einen Wunsch.

"Ich wünsche mir moderne Schulen", schrieb Emilia, die bald aufs Gymnasium wechselt und dort vor allem auf stabiles Internet hofft. Dass sie in der Schule derzeit kein Handy haben darf, findet sie nicht so cool.

Aber um das zu ändern, hätte sie im Kultusministerium auf dem Stuhl von Conrad Clemens (43, CDU) sitzen müssen.

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Der hatte ab diesem Schuljahr verfügt, dass Kinder bis zur 8. Klasse in der Schule keine Mobiltelefone mehr nutzen dürfen.

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