Vermisste Rebecca Reusch: Schwester Vivien will mit Statement Hoffnung wecken

Berlin - Das mysteriöse Verschwinden von Rebecca Reusch bewegt seit 365 Tagen ganz Deutschland. Die Schülerin ist seit dem 18. Februar 2019 wie vom Erdboden verschluckt. Hunderte Polizisten suchten immer wieder Brandenburger Wälder und Seen zwischen Berlin und Polen nach ihr ab, setzten Spürhunde und Taucher ein – vergeblich! An diesem traurigen Jubiläum meldete sich auch ihre Schwester Vivien zu Wort.

Seit dem 18. Februar 2019 ist Rebecca verschwunden. (Bildmontage)
Seit dem 18. Februar 2019 ist Rebecca verschwunden. (Bildmontage)  © Screenshot/Instagram/viiiivaaa_, DPA

Die 24-Jährige war es, die schnell die Zügel in die Hand nahm und in den sozialen Medien Suchaufrufe startete, weil es zwar zunächst vermeintliche Spuren, aber nie eine "Smoking Gun" gab.

Am Dienstag veröffentlichte die Berlinerin ein emotionales Statement auf Instagram und zeigte, dass sie die Hoffnung nicht aufgegeben hat, Becci – wie sie liebevoll von der Familie genannt wird – eines Tages wieder in die Arme zu schließen.

"Genau heute gilt Rebecca schon ein Jahr als vermisst! Aber trotzdem glaube ich fest daran, dass Rebecca noch lebt! Es gibt keine Beweise, die für einen Tod sprechen!", beginnt sie ihren Beitrag auf der Film- und Videoplattform.

Und die Mutter eines Sohnes verlinkte in der Instagram-Story ein Suchprofil: "Und auch glaube ich nicht daran, dass sie einfach so von zu Hause weggelaufen ist!! Ich kann mir nicht vorstellen, dass es ihr schlecht ging!! Ich will jetzt auch nichts Falsches sagen, aber ich denke mal, dass es ihr schlecht ging!!"

Polizei geht im Fall der verschwundenen Rebecca Reusch von einem Tötungsdelikt aus

Ein junges Mädchen, das mit einer Gruppe Jugendlicher unterwegs ist, klebt in einem Park zwischen den U-Bahnhöfen Johannisthaler Chaussee und Britz-Süd Flugblätter an einen Laternenpfahl. (Archivbild)
Ein junges Mädchen, das mit einer Gruppe Jugendlicher unterwegs ist, klebt in einem Park zwischen den U-Bahnhöfen Johannisthaler Chaussee und Britz-Süd Flugblätter an einen Laternenpfahl. (Archivbild)  © Christoph Soeder/dpa

Weiter führte die junge Frau ergänzend aus: "Ich glaube fest daran, dass sie eines Tages lebend gefunden wird!!" Des Weiteren fügte sie Fotos der vermissten Schülerin hinzu.

Die Situation ist sehr belastend für die Familie. Gegenüber "RTL" erklärte Mutter Brigitte Reusch kürzlich: "Natürlich kann sie auch tot sein, aber dieses Gefühl habe ich nicht." Eine Entführung ist nicht auszuschließen. Besonders schlimm sei aber die plagende Ungewissheit. Mit dem Tod hingegen könne die Mutter umgehen.

Der Schwager Florian R. gilt weiter als tatverdächtig. Größtes Problem sei die fehlende Leiche. Nach einem Jahr sind oft nur noch Überreste vorhanden. Die Polizei geht dennoch von keinem Cold Case aus, wie Martin Stelter, Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft kürzlich erklärte.

Weiterhin wird von einem Tötungsdelikt ausgegangen. Demnach soll Rebecca im Hause des Schwagers, wo sie übernachtete, zu Tode gekommen sein. Es wird weiter ermittelt, Hinweise abgearbeitet.

Titelfoto: Screenshot/Instagram/viiiivaaa_, DPA

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