Teure Tickets: Fahrgäste des rnv müssen bald tiefer in die Tasche greifen

Berlin/Mannheim - Passagiere im Verkehrsverbund Rhein-Neckar müssen sich von Januar an auf Preiserhöhungen einstellen.

Die Tickets des rnv werden teurer.
Die Tickets des rnv werden teurer.  © Sven Hoppe/dpa

Das ist ein Ergebnis einer Auswertung von Tarif-Maßnahmen in knapp einem Dutzend großer Verkehrsverbünde durch die Deutsche Presse-Agentur. Ab Januar wird die Nutzung von Bus und Bahn im Schnitt um 8,83 Prozent teurer, Einzelfahrkarten kosten dann bis zu 1,10 Euro mehr.

Die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) mit Sitz in Mannheim transportiert täglich 580 000 Menschen in den Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen.

Auch in anderen Verkehrsverbünden kosten die Fahrten mit Bus oder Bahn im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ab dem kommenden Jahr vielerorts deutlich mehr. Je nach Region steigen die Ticketpreise in Deutschland zwischen 1,4 Prozent und 8,8 Prozent.

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In München und im Umland kosten Fahrten im ÖPNV seit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember im Schnitt 6,9 Prozent mehr.

Anpassung der Tarife sei "existenziell"

Christian Specht, Vorsitzender des Zweckverbandes Verkehrsverbund Rhein-Neckar, warb um Verständnis für teurere Fahrscheine: "Wir sind uns bewusst, dass die Qualität des ÖPNV aktuell aufgrund des Ersatzteilmangels und eines hohen Krankenstandes nicht zufriedenstellend ist".

Dennoch sei eine Anpassung der Tarife existenziell, denn der Nahverkehr sei stark vom Preisanstieg bei Energie und Material betroffen.

Er befürchte auch Belastungen aus dem geplanten 49-Euro-Ticket; bereits jetzt sei absehbar, dass die von Bund und Ländern für dessen Finanzierung bereitgestellten drei Milliarden Euro nicht ausreichen, fügte der Erste Bürgermeister Mannheims hinzu.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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