Kontrollen in der Autoposer-Szene: Hunderte Wagen beschlagnahmt

Stuttgart - Oft fahren sie mit dröhnendem Motor durch die Stadt oder lassen an der Ampel die Reifen quietschen. Hunderte Male mussten meist männliche sogenannte Auto-Poser in diesem Jahr allerdings auch ohne ihren kostspielig manipulierten Wagen zurück nach Hause. Warum das?

Hunderte Autos wurden in diesem Jahr beschlagnahmt. (Symbolbild)
Hunderte Autos wurden in diesem Jahr beschlagnahmt. (Symbolbild)  © Uwe Anspach/dpa

Im Kampf gegen illegales Tuning sind allein in diesem Frühjahr und Sommer in Baden-Württemberg 12.400 sogenannte Autoposer kontrolliert und Hunderte teils kostspielig manipulierte Wagen beschlagnahmt oder sichergestellt worden.

Zwischen März und Oktober seien 4131 Verstöße registriert worden, teilte das Innenministerium am Dienstag mit. In 967 Fällen wurde die Weiterfahrt untersagt oder das Fahrzeug eingezogen. "Viele Poser und Tuner mussten nach Kontrollen den Heimweg zu Fuß antreten", hieß es in Stuttgart weiter.

Mit dem Begriff "Poser" bezeichnen die Behörden Autofahrer, die mit aufheulenden Motoren an belebten Plätzen vorbeirollen, um mit ihren oft manipulierten Wagen zu posieren.

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Laut Innenministerium wurde in diesem Jahr in mehr als zwei von drei Fällen (knapp 69 Prozent) das Auto technisch verändert oder manipuliert. Dies seien besonders sicherheitsrelevante Verstöße, warnte das Ministerium.

Beliebt sei zudem vor allem das unnötige Hin- und Herfahren, das 110 Mal geahndet wurde, sowie die Lärm- und Abgasbelästigung. Sie wurde 596 Mal angezeigt.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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