Untergetauchte Mahlzeit: Speisefische im Ländle auf Rückzug

Fellbach - In baden-württembergischen Aquakulturen sind im vergangenen Jahr weniger Speisefische gezüchtet worden.

Auch Saiblinge landen nicht mehr so häufig auf dem Teller.
Auch Saiblinge landen nicht mehr so häufig auf dem Teller.  © Felix Kästle/dpa

Ihre Menge sank zum Vorjahr um 4,2 Prozent auf 2,8 Millionen Kilogramm, wie das Statistische Landesamt am heutigen Freitag in Fellbach mitteilte. Gründe für den Rückgang nannte das Amt nicht.

Aquakulturbetriebe ziehen unter anderem Fische und Krebstiere unter kontrollierten Bedingungen auf, beispielsweise in Teichen oder abgetrennten Becken in Flüssen. Sie stehen damit im Gegensatz zur Fischerei, bei der wildlebende Tiere gefangen werden.

Der Regenbogenforelle sei mit einem Anteil von 60 Prozent oder 1,7 Millionen Kilogramm weiterhin die wichtigste Fischart im Südwesten, hieß es von den Statistikern.

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Doch auch hier sei ein leichter Rückgang von 1,4 Prozent erkennbar. Dagegen wuchs die Menge der Bachforelle um über ein Fünftel auf rund 78.000 Kilogramm und damit der Behörde zufolge auf einen Höchstwert seit 2015. Zudem wurden demnach im vergangenen Jahr mit 246.000 Kilogramm rund 8 Prozent mehr Lachsforellen gezüchtet.

Die erzeugte Menge des Elsässer Saiblings schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um 15,8 Prozent auf 669.000 Kilogramm. Mit einem Anteil von knapp einem Viertel an der Gesamtproduktion stehe er hinter der Regenbogenforelle auf Platz zwei. In Baden-Württemberg gab es den Angaben nach im Jahr 2023 insgesamt 96 Aquakulturbetriebe.

Titelfoto: Felix Kästle/dpa

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