Hand- und Gewehrgranaten am Schloss Senftenberg gesprengt

Brandenburg - In Senftenberg im Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist am heutigen Mittwoch am Schloss Munition kontrolliert gesprengt worden. Die damit verbundenen Sperrungen sind aufgehoben worden.

Bei Bauarbeiten am Schloss Senftenberg wurde etliche Munition aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg gefunden. (Archivbild)
Bei Bauarbeiten am Schloss Senftenberg wurde etliche Munition aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg gefunden. (Archivbild)  © Momo Katz/-/dpa

Das teilte der Landkreis mit. "Alles verlief planmäßig und komplikationslos", sagte Landkreissprecherin Nora Bielitz.

Für die Sprengung mussten unter anderem das Museum, der gesamte Senftenberger Schlosspark, aber auch der Tierpark gesperrt werden.

Den Tieren, darunter Affen, Rüsselspringer und Salzkatzen, gehe es gut, versicherte Tierpark-Prokurist Holger Loser.

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Vor der Sprengung hatte der Dienst der Kampfmittelbeseitigung zwei kurze Warntöne gegeben. Bis zu vier Spezialisten waren vor Ort. Unterstützt wurden sie von 16 Ordungsamtsmitarbeitenden und 20 Feuerwehrleuten.

Die Munition war bei Grabungsarbeiten in der südlichen Wallanlage des Schlosses entdeckt worden. Die Grabungen waren eine Vorbereitung für Bauarbeiten eines Neubaus. Entdeckt wurden außer einer historischen Waffensammlung auch Granaten, Panzerfäuste und Handwaffenmunition, die abtransportiert werden konnten.

Schloss Senftenberg war Militärunterkunft

Die Funde stammten unter anderem aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Bei der nun gesprengten Munition handelte es sich nach Angaben von Landkreissprecherin Nora Bielitz um Handgranaten und Gewehrgranaten, die nicht abtransportiert werden konnten.

Schloss Senftenberg diente während des Zweiten Weltkrieges als Militärunterkunft. Zu Kriegsende war es nur noch durch einzelne Kämpfer der Hitlerjugend und des Volkssturms besetzt und wurde dem Landkreis zufolge kampflos der sowjetischen Armee übergeben.

Ob sich die deutschen Kämpfer aus Angst vor Sanktionen der Waffen entledigten oder die Rote Armee diese entsorgte, ist noch unklar.

Titelfoto: Momo Katz/-/dpa

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