Frisch renoviert! Schneeberg hat ein neues Kino, das nicht öffnen darf

Schneeberg - Kinobetreiberin Katharina Repp (33) hat das "Union Filmtheater" in Schneeberg vier Jahre lang mühevoll renoviert. Seit November ist die Arbeit endlich geschafft. Jetzt müsste es eigentlich heißen: Film ab! Doch die Sitzreihen bleiben leer, die Leinwände dunkel.

Betreiberin Katharina Repp (33) freut sich über das renovierte Kino. Doch noch bleiben die Reihen leer.
Betreiberin Katharina Repp (33) freut sich über das renovierte Kino. Doch noch bleiben die Reihen leer.  © Kristin Schmidt

"Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass es noch mal einen kompletten Lockdown gibt", sagt Repp. "Aber jetzt müssen wir da durch."

Dabei liefen schon die Renovierungsarbeiten alles andere als einfach: Überall tauchte der Hausschwamm auf. "Am Ende blieben eigentlich nur die Grundmauern übrig." Bei dem Neuaufbau hat sie aber die alte Optik wieder aufleben lassen, denn das Kino stammt aus den 50er-Jahren. "Das Gebäude sollte seinen Charme behalten."

Die Schneeberger würden sich schon auf die Wiedereröffnung freuen, ebenso wie das Publikum ihrer anderen Kinos in Annaberg, Schwarzenberg und Auerbach.

"Viele schreiben mir auch, ob ich Hilfe brauche. Es ist nicht so, dass wir in Vergessenheit geraten. Unser Publikum liebt uns und wir lieben es auch." Mit einem baldigen Wiedersehen rechnet sie aber nicht: Die Schließung könnte bis Anfang März dauern.

Auch ein alter 35-mm-Filmprojektor steht zur Vorführung bereit, wie Theaterleiter Michael Günther (30) demonstriert.
Auch ein alter 35-mm-Filmprojektor steht zur Vorführung bereit, wie Theaterleiter Michael Günther (30) demonstriert.  © Kristin Schmidt
Das Kassenhäuschen stammt noch aus dem ursprünglichen 50er-Jahre-Kino.
Das Kassenhäuschen stammt noch aus dem ursprünglichen 50er-Jahre-Kino.  © Kristin Schmidt
Nach vier Jahren Arbeit ist das "Union Filmtheater" in Schneeberg fertig renoviert.
Nach vier Jahren Arbeit ist das "Union Filmtheater" in Schneeberg fertig renoviert.  © Kristin Schmidt

Langeweile komme jedoch nie auf, denn als Kinobetreiberin hätte sie immer was zu tun: Buchhaltung, Telefonkonferenzen, um die Treppenbeleuchtung kümmern oder schlicht putzen. "Oder ich telefoniere mit anderen Kinobetreibern und wir bauen uns gegenseitig auf."

Titelfoto: Kristin Schmidt

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