Clans erbeuten Millionen mit Spielautomaten - Strippenzieher narren die Polizei

Düsseldorf - Mit illegalen Spielautomaten werden in Nordrhein-Westfalen hohe Millionengewinne gemacht. Die Hintermänner sind allerdings schwer zu identifizieren.

Polizeibeamte laden während einer Razzia in einem Café Spielautomaten in einen Transporter.
Polizeibeamte laden während einer Razzia in einem Café Spielautomaten in einen Transporter.  © Henning Kaiser/dpa

Das ist das Ergebnis einer internen "Strukturanalyse" des Landeskriminalamts (LKA), die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach sind vor allem "Fun Games" ein großes Problem.

An besagten Geräten kann man eigentlich kein Geld erspielen, daher müssen sie auch nicht bei den Behörden angemeldet werden. Tatsächlich gebe es aber zahlreiche Automaten, an denen man Punkte gewinnen könne - für die es am Tresen dann Geld gebe, so das LKA.

"Das Gerät begrenzt weder die Spielzeit noch die Gewinne oder Verluste", so das interne Papier. Dadurch entstehe eine "hohe Suchtgefahr".

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Die Analyse des LKA sollte vor allem die Rolle von "Personen aus dem Clanmilieu" beleuchten. Die Experten kommen aber zu dem Schluss, dass weit mehr Gruppen beim illegalen Glücksspiel mitmischen. Neben "türkisch-arabischen Clans" zählten dazu "auch andere ethnisch geprägte Gruppierungen" und Rocker-Clubs.

Der illegale Markt sei dabei über Großaufsteller organisiert, die "über ein Netzwerk aus vorgeschobenen Strohleuten verfügen".

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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