Coronavirus in NRW: Die Infos im Überblick

Köln - Die NRW-Politik hat auf die steigenden Corona-Zahlen mit neuen Maßnahmen reagiert. Wir geben einen Überblick auf auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Alle aktuellen Corona-Infos aus Deutschland und der ganzen Welt findest Du im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 28. Februar, 16.14 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen für Köln

Mit Stand Sonntag, 28. Februar 2021, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 33.763. (Vortag: 33.623) bestätigten Coronavirus-Fall. Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 70,7 und die Reproduktionszahl bei 1.

166 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 49 auf Intensivstationen.

Aktuell sind 1.208 Kölner nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert.

Update, 28. Februar, 16.04 Uhr: AfD-Politiker drängelte sich bei Impfung vor

Erst verharmlosen, dann vordrängeln: In der "Impf-Vordrängler"-Debatte ist AfD-Fraktionschef Markus Wagner (57) nach Impfungen von Familienangehörigen erneut in den Fokus gerückt.

Der NRW-Fraktionsvorsitzende hatte dem WDR bereits mitgeteilt, er und seine Frau seien geimpft worden.

Wagner ist geschäftsführender Gesellschafter einer Einrichtung der Eingliederungshilfe für psychisch Erkrankte im Kreis Minden-Lübbecke. Den ausführlichen Artikel findest Du hier.

Update, 27. Februar, 16.12 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen für Köln

Mit Stand, Samstag, 27. Februar 2021, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 33.623. (Vortag: 33.489) bestätigten Coronavirus-Fall. Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 68 und die Reproduktionszahl bei 0,96. Dies teilte die Stadt Köln am Samstag mit.

183 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 54 auf Intensivstationen.

Aktuell sind 1.175 Kölner nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

Update, 27. Februar, 13.33 Uhr: Sinkende Corona-Fallzahlen in Pflegeheimen

Mit den Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen in NRW sind die Corona-Infektionszahlen der dort lebenden Senioren einem Bericht zufolge deutlich gesunken. Die Zahl der Infizierten sei von 5265 Fällen am 23. Dezember auf zunächst noch 1488 Fälle Anfang Februar gesunken, berichtete der Kölner Stadt-Anzeiger (Samstagsausgabe) unter Berufung auf eine Erhebung des NRW-Gesundheitsministeriums.

Aktuell seien weniger als 1000 Senioren in den Heimen infiziert. Die Impfungen in NRW hatten in den Alten- und Pflegeheimen begonnen. Die ersten Senioren hatten den Impfstoff dort Ende Dezember erhalten.

Update, 27. Februar, 11.11 Uhr: Beförderungsfeiern im Innenministerium

Trotz Corona-Pandemie hat es im NRW-Innenministerium noch bis Januar 2021 Beförderungsfeiern als Präsenzveranstaltungen gegeben - darunter zwei größere. Am 23. November seien zunächst 26 Personen befördert worden, nach einstündiger Pause und «gründlicher Lüftung» dann weitere 18 Personen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums auf dpa-Anfrage am Samstag. Zuvor hatte der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet.

Neben den Beförderten seien bei dieser größeren Feier - aus Infektionsschutzgründen auf die zwei separaten Veranstaltungen aufgeteilt - auch Innenminister Herbert Reul (CDU) und Staatssekretär Jürgen Mathies sowie einige wenige weitere Personen anwesend gewesen. Die Feiern hätten "unter besonders strikten Coronaschutzvorkehrungen" und im größten Saal des Ministeriums stattgefunden, betonte der Sprecher. Es habe nach diesem Veranstaltungstag "gesichert keine positiven Fälle, keinerlei Infektionsgeschehen" gegeben.

Reul war Mitte Februar positiv auf das Coronavirus getestet worden - er hatte sich mit der besonders ansteckenden britischen Variante infiziert. Auch Mathies war Mitte Februar in Quarantäne gegangen. In einer E-Mail an seine Mitarbeiter hatte Reul zudem vor einigen Tagen von zehn weiteren Kollegen und Personenschützern berichtet, die noch akut infiziert seien.

Update, 27. Februar, 07.11 Uhr: Feuerwehr muss auf Übungen verzichten

Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf das Training der Feuerwehrleute in Nordrhein-Westfalen.

"Seit fast einem Jahr haben kaum größere Übungen stattgefunden", sagte der Landesgeschäftsführer des Verbands der Feuerwehren, Christoph Schöneborn, der Deutschen Presse-Agentur.

Teilweise gebe es Übungen in Kleingruppen, vielerorts fielen sie ganz aus.

Update, 26. Februar, 13.11 Uhr: Corona-Werte in Bonn

Der Corona-Inzidenzwert für Bonn ist wieder unter die 60er Marke gesunken.

Bezogen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner liegt er am Freitag, 26. Februar 2021, bei 58,8. Dem Gesundheitsamt wurden in den vergangenen sieben Tagen 193 Neuinfektionen gemeldet, teilte die Stadt Bonn am Freitag mit.

Update, 26. Februar, 13.01 Uhr: Impfungen für Härtefälle

Eine Impfung gegen das Coronavirus ist momentan nur mit Warten möglich. Doch Härtefälle sollen in NRW bald vorgezogen werden können.
Eine Impfung gegen das Coronavirus ist momentan nur mit Warten möglich. Doch Härtefälle sollen in NRW bald vorgezogen werden können.  © Andreas Arnold/dpa

Menschen mit Vorerkrankungen und einem besonders hohen Gesundheitsrisiko können in Einzelfällen bevorzugt in den Impfzentren in Nordrhein-Westfalen geimpft werden.

Das sei aber nur aufgrund von Einzelfallentscheidungen möglich, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Freitag mit.

Voraussetzungen sind ein aktuelles Attest vom Arzt und ein Antrag. "Es gibt Menschen mit Vorerkrankungen, die sich in der Liste der Coronaimpfverordnung nicht wiederfinden", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Alles Infos zu den Härtefall-Regelungen.

Update, 26. Februar, 12.54 Uhr: Viel zu tun für die Richter in NRW

Bei den Verwaltungsgerichten in Nordrhein-Westfalen und am Oberverwaltungsgericht in Münster hat die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr tiefe Spuren hinterlassen. Zwar sind 2020 nach Angaben von OVG-Präsidentin Ricarda Brandts landesweit 13 Prozent weniger Klagen bei den Gerichten eingegangen als im Vorjahr.

Das Minus sei aber wohl auf das Frühjahr 2020 zurückzuführen. Im ersten Lockdown hatte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge rund einen Monat lang keine Asylbescheide zugestellt. So ging die Zahl der Eingänge mit Asylklagen um 29 Prozent bei den sieben Verwaltungsgerichten zurück, wie das OVG bei der Jahrespressekonferenz mitteilte.

Dafür aber gingen im vergangenen Jahr landesweit zahlreiche Verfahren mit Bezug zur Corona-Pandemie ein. Bei den Verwaltungsgerichten waren das 1473 Fälle, von denen bis Jahresende 938 entschieden wurden oder sich erledigt hatten. Beim OVG gingen 483 Corona-Verfahren ein, von denen bis Ende Dezember 345 abgeschlossen wurden.

Insgesamt nahmen die Corona-Verfahren mit 6 Prozent am OVG und 3 Prozent an allen Verwaltungsgerichten nur einen geringen Anteil an allen Verfahren ein. Dafür war das Interesse der Öffentlichkeit aber umso größer, weil es um Schulöffnungen, Quarantäne, Einreisen, Freizeitsport und Schließungen im Handel oder von Bordellen ging.

Update, 26. Februar, 9.43 Uhr: Eilantrag gegen "Verweilverbot" in Düsseldorf eingereicht

Gegen das "Verweilverbot" in der Düsseldorfer Altstadt und am nahen Rheinufer ist am Verwaltungsgericht ein Eilantrag eingegangen. Die zuständige Kammer will laut einem Gerichtssprecher eventuell noch am Freitag über den Antrag entscheiden.

In Düsseldorf soll um 15.00 Uhr erstmals das "Verweilverbot" in Kraft treten, wonach man in einer bestimmten Zone nicht mehr länger stehen bleiben, sich hinsetzen oder auf eine Wiese legen darf. Die Regelungen gelten auch am Samstag und Sonntag. Die Verwaltung hat bereits damit begonnen, 300 rote Schilder aufstellen, die mit dem Schriftzug "Verweilverbotszone: Bitte gehen Sie weiter" versehen sind.

Update, 26. Februar, 9.10 Uhr: NRW-Städte reagieren mit Masken-Regeln

Nach dem Andrang von Menschenmassen auf Ausflugsziele am vergangenen Wochenende werden die Städte strenger.

An vielen Orten sind mehr Kontrollen angekündigt - vor allem in Parks und Grünanlagen. In Düsseldorf sollen Besucher in der beliebten Altstadt nicht mehr stehen bleiben oder sich hinsetzen.

In Köln und Dortmund gilt am Wochenende Maskenpflicht in einigen Parks.

Düsseldorf hat ein "Verweilverbot" für die Altstadt und das nahe Rheinufer an den kommenden Wochenenden bis zum 14. März verhängt. Den Überblick zu den Corona-Masken in einigen Städten in NRW findest Du hier.

Update, 26. Februar, 6.15 Uhr: Corona-Infektionen in Seniorenheimen deutlich gesunken

Die Corona-Impfungen in Seniorenheimen schreiten voran.
Die Corona-Impfungen in Seniorenheimen schreiten voran.  © Friso Gentsch/dpa

Seit dem Start der Impfungen in den Altenheimen in NRW ist die Zahl der aktiven Corona-Infektionen unter Bewohnern und Mitarbeitern rapide zurückgegangen.

Den jüngsten Angaben aus dem Landesgesundheitsministerium zufolge waren zuletzt knapp 750 Bewohner und 430 Mitarbeiter stationärer Pflegeeinrichtungen mit dem Coronavirus infiziert - ein deutlicher Rückgang, der auf die wachsende Zahl von Geimpften in dieser Gruppe zurückzuführen sei.

Auf dem Höhepunkt der Welle an Weihnachten galten noch weit über 5000 Heimbewohner als Corona-Patienten. Schon einen Monat später war die Zahl auf unter 4000 gesunken.

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Nordrhein-Westfalen Jetzt geht es ihnen an den Kragen: So viel kostet Fluchen und Pöbeln bald im NRW-Landtag

Am 9. Februar wurden bereits weniger als 1000 Infizierte gezählt. Beim Personal ist die Entwicklung ähnlich deutlich rückläufig: Allein im vergangenen Monat ging die Zahl der aktiv infizierten Mitarbeiter in Pflegeheimen um drei Viertel zurück, wie aus den Angaben hervorgeht.

Die Impfungen in den Pflegeheimen in NRW sind laut Landesregierung nahezu abgeschlossen: 180 000 Bewohner haben laut Robert Koch-Institut eine erste Imfpung erhalten, 130 000 hatten am Donnerstag bereits die zweite Dosis

Update, 25. Februar, 18.32 Uhr: Alle Moscheen in Düren wegen Corona-Mutation geschlossen

Nach dem Auftreten der britischen Mutation des Coronavirus sind in Düren alle fünf Moscheen geschlossen worden. In einer Moschee seien acht Fälle registriert worden, berichtete ein Sprecher der Stadt am Donnerstag auf Anfrage. Daraufhin sei zunächst die betroffene Moschee geschlossen worden.

Weil die Behörden befürchteten, dass Gläubige auf die übrigen vier Moscheen ausweichen und das Virus so weiterverbreiten könnten, seien die anderen Moscheegemeinden ebenfalls gebeten worden, ihre Gotteshäuser zu schließen. Dem seien sie auch nachgekommen. Der WDR hatte zuerst berichtet.

Update, 25. Februar, 17.57 Uhr: Zahl der Corona-Fälle bei Miele in Euskirchen leicht gestiegen

Die Zahl der Corona-Infizierten im Euskirchener Werk des Hausgeräteherstellers Miele hat sich nach Auswertung der Reihentests von 500 Mitarbeitern leicht erhöht. Es seien elf bestätigte Fälle hinzugekommen, teilte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag mit. Damit seien im Werk aktuell 18 Beschäftigte bestätigt positiv.

In Teilen des Werks ruht seit Dienstagabend der Betrieb, weil rund 200 Mitarbeiter bis zum 9. März unter Quarantäne gestellt wurden. In anderen Bereichen werde weiter gearbeitet, erklärte der Sprecher.

Gesicherte Erkenntnisse dazu, von wem erste Ansteckungen ausgegangen sein könnten, gebe es nicht. Inwieweit die aktuell bestätigten Fälle zusammenhingen, sei ebenfalls nicht klar. Laut Gesundheitsamt sei in zehn Fällen die britische Mutante nachgewiesen. Die übrigen acht Fälle befänden sich noch in der Diagnostik.

Update, 25. Februar, 16.40 Uhr: Aktuell 1093 Kölner infiziert

In Köln liegt die Inzidenzzahl zum Wochenstart bei 67,3 (Vortag: 69,1). Wie die Stadt mitteilte, sind derzeit 1093 Bürger mit dem Coronavirus infiziert.

Bislang sind in der Domstadt 639 Fälle der mutierten britischen Variante gemeldet worden. Hinzu kommen 172 Fälle der südafrikanischen Mutante.

Am Montag wurden vier weitere Todesfälle gemeldet – ein 77-Jähriger, eine 84-Jährige, ein 90-Jähriger und eine 99-Jährige, die alle mehrfach vorerkrankt waren. In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind damit insgesamt 523 Kölner gestorben.

Update, 25. Februar, 14.41 Uhr: Wegen Corona Rekordtief bei Verkehrstoten

Die Corona-Pandemie hat 2020 für ein Rekordtief bei den Verkehrstoten in Nordrhein-Westfalen gesorgt. Nach vorläufigen Zahlen starben im vergangenen Jahr auf NRW-Straßen 430 Menschen - 26 weniger als im Vorjahr.

Das sei der niedrigste Stand von NRW-Verkehrstoten der gesamten vorliegenden Zahlenreihe seit 1980, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag. 1980 waren in NRW im Straßenverkehr noch 2885 Menschen gestorben.

Grund für die seit langem sinkenden Zahlen sind nach Einschätzung von Verkehrsexperten unter anderem bessere Sicherheitsausstattungen der Autos, striktere Promillegrenzen und Tempolimits. 2020 sei als Sondereffekt die Pandemie hinzugekommen, erklärte das Statistikamt: "Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass wegen der Corona-Pandemie im Jahr 2020 auf deutschen Straßen deutlich weniger Kilometer zurückgelegt wurden als im Vorjahr", berichteten die Statistiker.

Die Zahl der Schwerverletzten ging 2020 im Vorjahresvergleich in NRW um gut ein Zehntel auf 12.110 zurück. Insgesamt verunglückten im bevölkerungsreichsten Bundesland gut 67.000 Menschen im Straßenverkehr - 14,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Update, 25. Februar, 14.40 Uhr: Ein Drittel der DEG-Fans verzichten auf Rückerstattung

Die Düsseldorfer EG macht wegen Corona finanziell schwere Zeiten durch.
Die Düsseldorfer EG macht wegen Corona finanziell schwere Zeiten durch.  © Peter Steffen/dpa

Die Düsseldorfer EG kann in den finanziell schweren Zeiten der Corona-Pandemie auf die Hilfe vieler Fans zählen.

Wie der Verein aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Donnerstag mitteilte, haben mehr als ein Drittel aller Dauerkarteninhaber bislang komplett auf eine Rückerstattung des Geldes oder die Anrechnung ihrer bereits bezahlten Saisontickets für die Spielzeit 2020/21 verzichtet. Das bedeutet eine finanzielle Entlastung in sechsstelliger Höhe.

"Diese imponierende Zahl berührt uns alle sehr. Viele Fans haben derzeit selber Sorgen, sie wollen uns aber dennoch unterstützen. Das macht uns stolz und glücklich", sagte DEG-Geschäftsführer Harald Wirtz. Alle Fans, die auf die Rückerstattung oder die Anrechnung ihres Geldes verzichtet haben, erhalten einen speziellen Ehren-Puck.

Update, 25. Februar, 14.39 Uhr: Viel weniger Übernachtungen in Jugendherbergen

Die Übernachtungszahlen bei den Jugendherbergen in Nordrhein-Westfalen sind im ersten Jahr der Corona-Pandemie dramatisch eingebrochen. Die Jugendherbergen im Rheinland verzeichneten 2020 einen Rückgang um knapp 60 Prozent auf gut 404.000 Übernachtungen.

In Westfalen-Lippe gab es lediglich rund 182.500 Übernachtungen und damit sogar Einbußen von 72 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem Klassenfahrten und Gruppenreisen, sonst die wichtigsten Segmente, konnten dort kaum noch stattfinden.

Durch Hilfsgelder von Bund und Land, Kurzarbeit und Investitionsstopps konnten Schließungen bei den 62 NRW-Herbergen abgewendet werden, hieß es am Donnerstag in Mitteilungen der Landesverbände des Deutschen Jugendherbergswerks.

Um Kosten zu sparen und die wenigen Übernachtungen zu bündeln, blieben einige Häuser auch über den Frühjahrs-Lockdown hinaus vorübergehend dicht: In Westfalen-Lippe betraf dies neun, im Rheinland 14 Herbergen. Einige der geschlossenen Häuser wurden dann kurzerhand umfunktioniert.

Es kamen Flüchtlinge oder Obdachlose unter. Sie wurden als Frauenhaus oder Schlafstelle für Soldaten genutzt, die bei der Kontaktnachverfolgung im Gesundheitsamt halfen, wie etwa im Sauerland.

Update, 25. Februar, 14.38 Uhr: Duisburgs Fußball-Frauen in Quarantäne

Das am Sonntag geplante Nachholspiel in der Frauenfußball-Bundesliga zwischen Eintracht Frankfurt und dem MSV Duisburg ist abgesagt worden.

Nach positiven Corona-Fällen bei zwei MSV-Spielerinnen muss die gesamte Mannschaft des Tabellenletzten auf Anweisung des zuständigen Gesundheitsamtes in häuslicher Quarantäne bleiben. Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund am Donnerstag mit.

Auch im Kader der Frankfurterinnen hatte es zuletzt drei positive Corona-Fälle gegeben, darunter bei Trainer Niko Arnautis. Die Hessinnen mussten sich jedoch nicht komplett in die Isolation begeben und planen nun alternativ ein Testspiel. Ein neuer Termin für die Bundesligapartie steht noch nicht fest.

Update, 25. Februar, 13.56 Uhr: Ärzte wollten sich vordrängeln

Dutzende Ärzte haben versucht, sich unberechtigterweise im Impfzentrum des Rhein-Kreises Neuss gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Es handele sich um etwa 40 Personen, die zwar grundsätzlich impfberechtigt seien - jedoch nicht im Rhein-Kreis Neuss. "Weder wohnen noch arbeiten sie hier", sagte ein Kreissprecher am Donnerstag.

Wahrscheinlich hätten sie in den für sie zuständigen Impfzentren noch keinen Termin bekommen.

Update, 25. Februar, 10.15 Uhr: Beim dritten Test: Corona bei Reuls Staatssekretär festgestellt

Die Corona-Infektion des nordrhein-westfälischen Innenministers Herbert Reul (CDU) zieht noch weitere Kreise: Sein Staatssekretär Jürgen Mathies (61), der wegen Kontakt zu Reul bereits seit dem 14. Februar in Quarantäne ist, ist nun auch positiv auf Covid-19 getestet worden. In den Tagen zuvor seien zwei Tests bei Mathies noch negativ ausgefallen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

Am Mittwochabend habe ein Schnelltest positiv angeschlagen. Mathies gehe es den Umständen entsprechend gut, so der Sprecher. Durch die Gesamtumstände gehe man davon aus, dass das Ergebnis des Schnelltests korrekt ist. Der Staatssekretär ist nun weitere 14 Tage in Quarantäne.

Innenminister Reul hatte am Montag in einer Email an seine Mitarbeiter von zehn weiteren Kollegen und Personenschützern berichtet, die wie er noch akut infiziert seien. Mathies gehörte zu dem Zeitpunkt noch nicht dazu. Bei Reul war die als besonders ansteckende britische Mutation des Corona-Virus festgestellt worden.

Update, 25. Februar, 08.05 Uhr: Weitere Maskenregeln in Kölner Parks

Der Aachener Weiher in Köln.
Der Aachener Weiher in Köln.  © Marius Becker/dpa

Die Stadt Köln erweitert die Maskenpflicht im Freien! In vier beliebten Kölner Parks müssen Bürger jetzt an bestimmten Tagen und zu bestimmten Zeiten Masken zum Schutz gegen das Coronavirus tragen.

Die Pflicht zum Tragen von Masken gelte ab diesem Donnerstag (25. Februar 2021) am Aachener Weiher, im Stadtgarten, im Volksgarten und im Jugendpark.

Von freitags bis sonntags und an Feiertagen jeweils von 10 Uhr bis 22 Uhr müssen Kölner in den vier Parks Maske tragen, so die neue Regel in Köln!


Update, 25. Februar, 07.09 Uhr: NRW-Innenminister berichtet aus dem Home-Office

Eine Woche, nachdem er selbst positiv auf Corona getestet worden war, hat sich Innenminister Herbert Reul (68, CDU) in einer E-Mail an alle Mitarbeiter gewandt.

Demnach seien außer ihm "aktuell noch zehn weitere Kolleginnen und Kollegen aus meinem Ministerbüro und meinem Personenschutzkommando infiziert", so Reul in dem Schreiben vom Montag, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

"Mir persönlich geht es − den Umständen entsprechend − einigermaßen gut", schreibt Reul. Den Artikel findest Du hier.

Update, 24. Februar, 20.07 Uhr: 200 Miele-Mitarbeiter in Euskirchen in Quarantäne

In einem Miele-Werk in Euskirchen bei Köln sind nach Corona-Infektionen 200 Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt worden. Insgesamt 14 Fälle seien bisher bestätigt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Seit Dienstagabend ruhe im Werk die Produktion.

Bei sechs der positiv getesteten Fälle sei die besonders ansteckende britische Virusvariante nachgewiesen worden. Alle rund 500 Beschäftigten des Werkes seien mittlerweile getestet worden. Die Ergebnisse würden für Donnerstag erwartet.

Gesicherte Erkenntnisse darüber, auf welchem Weg das Virus in das Werk gelangt sei, lägen nicht vor. Die Ausbreitung beschränke sich auf die Fertigung, während bislang kein Beschäftigter aus anderen Bereichen des 110.000 Quadratmeter großen Werkgeländes positiv getestet worden sei.

Update, 24. Februar, 20 Uhr: Gesundheitsministerium weist Vorwurf des Impfchaos zurück

Das NRW-Gesundheitsministerium hat dem Vorwurf des Impfchaos widersprochen. (Symbolbild)
Das NRW-Gesundheitsministerium hat dem Vorwurf des Impfchaos widersprochen. (Symbolbild)  © Ralf Hirschberger/ZB/dpa

Das NRW-Gesundheitsministerium hat Vorwürfe eines Impf-Chaos durch eine Hochstufung von Berufsgruppen und Ersatzkandidaten für ausgefallene Impftermine zurückgewiesen.

"Nicht alles, was nach Chaos aussieht, ist Chaos oder wäre vermeidbar gewesen durch eine intensivere Planung", sagte Staatssekretär Edmund Heller am Mittwochabend im Gesundheitsausschuss des Landtages in Düsseldorf.

Er verwies auf verbindliche Vorgaben des Bundes bei der Priorisierung der Gruppen und zu beachtende Besonderheiten der einzelnen Impfstoffe wie Altersempfehlung und zu erwartenden Impfreaktionen. Maßgabe bleibe, dass Impfstoff möglich zügig gespritzt werden soll und dass keine Dosen verfallen sollen. Das sei manchmal keine leichte Wahl vor Ort.

Wie viele Impftermine wegen Vorbehalte gegen den Impfstoff von Astrazeneca ausgefallen sind, bezifferte Heller nicht. "Er schützt vor schweren Krankheitsverläufen und dem Tod." Die Wirksamkeit sei höher als die der Grippeimpfung. Jedoch machen den Angaben zufolge auch schwankende Lieferungen bei Astrazeneca Planungen schwieriger.

Der deutliche Rückgang der Corona-Patienten in den Krankenhäusern und der Infektionen in Pflegeheimen dürften nach Einschätzung des Ministeriums auch schon auf die zahlreichen Impfungen zurückgehen. Ältere Menschen erhalten den Impfstoff von Biontech/Pfizer.

Bei der Kennziffer der Sieben-Tage-Inzidenz beschrieb Heller eine Seitwärtsbewegung in NRW. Der Anteil der in Großbritannien entdeckten Mutation dürfte im Schnitt bei etwa 20 und 30 Prozent liegen.

Heftige Kritik am Vorgehen der Landesregierung äußerten Abgeordnete der Opposition. Sie gebe ein schlechtes Bild ab, kritisierte Mehrdad Mostofizadeh (Grüne). Mit Änderungen bei der Priorisierung habe sie die "Büchse der Pandora geöffnet", sagte Josef Neumann (SPD). Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), der am Mittwoch seinen letzten Tag in Quarantäne hatte, wurde durch Heller vertreten.

Update, 24. Februar, 17.40 Uhr: Kölner Inzidenz steigt wieder leicht

In Köln liegt die Inzidenzzahl zum Wochenstart bei 69,1 (Vortag: 64,3). Wie die Stadt mitteilte, sind derzeit 1022 Bürger mit dem Coronavirus infiziert.

Bislang sind in der Domstadt 584 Fälle der mutierten britischen Variante gemeldet worden. Hinzu kommen 160 Fälle der südafrikanischen Mutante.

Am Montag wurden fünd weitere Todesfälle gemeldet – ein 75-Jähriger, ein 83-Jähriger, eine 88-Jährige, ein 90-Jähriger und eine 92-Jährige, die alle mehrfach vorerkrankt waren. In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind damit insgesamt 519 Kölner gestorben.

Update, 24. Februar, 15.50 Uhr: Noch zehn Reul-Mitarbeiter und Personenschützer infiziert

Eine Woche, nachdem er selbst positiv auf Corona getestet worden war, hat sich Innenminister Herbert Reul (CDU) in einer Email an alle Mitarbeiter gewandt: Demnach seien außer ihm "aktuell noch zehn weitere Kolleginnen und Kollegen aus meinem Ministerbüro und meinem Personenschutzkommando infiziert", so Reul in dem Schreiben vom Montag, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. bild.de hatte zuvor berichtet.

"Mir persönlich geht es − den Umständen entsprechend − einigermaßen gut", schreibt Reul in der Email: "Ich habe zwar nach wie vor mit grippeähnlichen Symptomen zu kämpfen, komme aber ganz gut zurecht." Seine "größte Sorge" gelte den ebenfalls infizierten Personen.

In der Quarantäne habe er sich gut eingerichtet: "Inzwischen habe ich unseren Wohnzimmertisch zum Schreibtisch umfunktioniert und führe von dort aus meine Amtsgeschäfte." Es sei "vielleicht gar nicht so schlecht, dass ich auf diese Weise auch einmal die Widrigkeiten kennenlerne, mit denen viele von Ihnen tagtäglich im Home Office zu kämpfen haben", so Reul.

Update, 24. Februar, 15.47 Uhr: Dieses Schuljahr keine blauen Briefe und freiwilliges Sitzenbleiben

Schüler können in diesem Schuljahr eine Klasse freiwillig wiederholen, ohne das auf die maximal zugelassene Verweildauer angerechnet zu bekommen. (Symbolbild)
Schüler können in diesem Schuljahr eine Klasse freiwillig wiederholen, ohne das auf die maximal zugelassene Verweildauer angerechnet zu bekommen. (Symbolbild)  © Ina Fassbender/dpa

Schüler in Nordrhein-Westfalen müssen am Ende dieses Corona-Schuljahres keine "blauen Briefe" fürchten. Sie können eine Klasse auch freiwillig wiederholen, ohne dass das auf die maximal zugelassene Verweildauer an der Schule angerechnet wird, wie Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch mitteilte.

Anders als im vergangenen Schuljahr könnten Schüler aber trotzdem sitzenbleiben, betonte die Ministerin. Es werde am Ende des Schuljahres "Versetzungsentscheidungen" geben. Es würden aber erweiterte Nachprüfungsmöglichkeiten geschaffen.

Die Maßnahmen sind im Bildungssicherungsgesetz 2021 enthalten, das vom Kabinett beschlossen wurde und nun in die Verbändeanhörung geht. Mit dem Gesetz sollen laut Gebauer "faire und gerechte Entscheidungen in Pandemie-Zeiten" ermöglicht werden.

Den Schülerinnen und Schülern sollten auch in diesem Jahr durch die Pandemie keine Nachteile für ihre Bildungs- und Berufswege entstehen.

Update, 24. Februar, 14.32 Uhr: Fressnapf erzielt im Corona-Jahr 2020 Rekordwachstum

Die Heimtierbedarfs-Kette Fressnapf hat im Corona-Jahr 2020 das größte absolute Umsatzwachstum ihrer Firmengeschichte erzielt. Europaweit steigerte der Marktführer seinen Umsatz um 15,2 Prozent auf 2,65 Milliarden Euro, wie Gründer und Inhaber Torsten Toeller am Mittwoch in Krefeld berichtete.

Fressnapf habe davon profitiert, dass in der Pandemie die Zahl der Tierhalter gewachsen sei. Und davon, dass sich die Tierhalter durch Home-Office und Lockdown mehr mit ihren Tieren beschäftigt und auch mehr Geld für sie ausgegeben hätten, sagte Toeller.

Der größte Wachstumstreiber war dabei der Online-Kanal. Hier stiegen die Umsätze um 45 Prozent auf rund 160 Millionen Euro. "Wir erleben, dass die Online-Umsätze das stationäre Geschäft nicht kannibalisieren", betonte Fressnapf-Geschäftsführer Johannes Steegmann.

Update, 24. Februar, 14.25 Uhr: Impfungen werden erweitert

In NRW werden die Impfungen gegen das Coronavirus auf weitere Berufsgruppen erweitert.
In NRW werden die Impfungen gegen das Coronavirus auf weitere Berufsgruppen erweitert.  © Friso Gentsch/dpa

In Nordrhein-Westfalen sind die Corona-Impfungen auf weiteres Krankenhauspersonal ausgeweitet worden. Seit dieser Woche könnten Ärzte und sonstiges Klinikpersonal mit regelmäßigem Patientenkontakt den Astrazeneca-Impfstoff erhalten, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Mittwoch mit.

Auch Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in Corona-Testzentren gehöre dazu. Diese Gruppen zählen bereits zur zweiten Prioritätsgruppe bei den Impfungen.

Zuvor müssten aber die Impfungen des Klinikpersonals, das einem "sehr hohen" Risiko etwa auf Intensivstationen und in Notaufnahmen ausgesetzt ist, abgeschlossen werden.

Die konkrete Impfreihenfolge aller Personengruppen innerhalb der Prioritätsgruppe zwei steht nach Angaben des Ministeriums derzeit noch nicht fest.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich am Montag geeinigt, Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen und Kita-Erzieher in der Impfreihenfolge von der Gruppe drei in die Gruppe zwei hochzustufen. Zur Gruppe zwei zählen außerdem viele chronisch Kranke und Menschen über 70 sowie auch Polizisten.

In NRW solle der Impfstart für die Lehrkräfte und Kita-Personal in der ersten Märzhälfte beginnen, hatte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) angekündigt. Um die vorgezogene Impfung gibt es allerdings bereits Streit. Die Polizei befürchtet, in der Impfreihenfolge nun nach hinten zu rutschen.

Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden in NRW bisher rund 1,088 Millionen Menschen geimpft (Stand 23.2.). Gut 760 000 erhielten die Erstimpfung und etwa knapp 330.000 die Zweitimpfung. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Impfungen um knapp 20.000.

Die Zahlen der täglichen Impfungen schwanken aber. Mit einer Impfquote von 4,2 Prozent bei den Erstimpfungen liegt das bevölkerungsreichste Bundesland im bundesweiten Durchschnitt.

Update, 24. Februar, 12.57 Uhr: 85.000 Corona-Impfungen pro Tag in NRW geplant

In Nordrhein-Westfalen sollen von März an 85.000 Corona-Impfungen pro Tag ermöglicht werden. Derzeit könnten schätzungsweise täglich 70.000 Impfungen erfolgen, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Geimpft werde in den 53 Impfzentren und durch mobile Teams.

Das Krankenhauspersonal impfe sich eigenständig. Derzeit plane das Ministerium, die bestehenden Impfzentren auszubauen sowie weitere Impfstellen und Schwerpunktpraxen einzurichten. Sondiert werde auch, ab wann die Hausarztpraxen in der Fläche in den Impfprozess integriert werden könnten.

In NRW soll der Impfstart auch für Lehrkräfte und Kita-Personal in der ersten Märzhälfte beginnen. Das hatten Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) angekündigt. Um die vorgezogene Impfung gibt es allerdings Streit. Die Polizei befürchtet, in der Impfreihenfolge nun nach hinten zu rutschen.

Update, 24. Februar, 11.29 Uhr: NRW-Todeszahlen im Januar deutlich höher als 2020

Im Januar sind in Nordrhein-Westfalen deutlich mehr Menschen gestorben als im Vergleichsmonat ein Jahr zuvor. Die Zahl wuchs um rund 15 Prozent auf 21.200, wie das Statistische Landesamt IT.NRW am Mittwoch mitteilte.

Es lasse sich vermuten, dass die Corona-Pandemie dabei eine große Rolle spiele, sagte ein Sprecher. Denn auch im März und im November/Dezember 2020, als die Infektionszahlen stark hochgeschossen waren, seien die Todeszahlen angestiegen.

Verbindlich lasse sich ein Zusammenhang allerdings erst im Spätsommer festmachen, wenn dem Landesamt die Auswertung der Todesbescheinigungen mit den Todesursachen vorliege. Erfasst wurden nur in NRW Gestorbene, die im Bundesland auch gemeldet waren.

Update, 24. Februar, 11.22 Uhr: NRW-Polizei tauscht 400.000 Masken aus

Wegen möglicher Produktionsfehler beim Filtermaterial tauscht die NRW-Polizei landesweit 400.000 Corona-Schutzmasken aus. Einen entsprechenden Bericht der Bild-Zeitung bestätigte am Mittwoch eine Sprecherin des Innenministeriums. Seit Januar seien in Einzelfällen Fehler an den Masken aufgefallen, die die Schutzwirkung beeinträchtigen könnten.

Update, 24. Februar, 9.02 Uhr: Erste Zulassung für Schnelltests

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat die ersten drei Sonderzulassungen für Corona-Tests zur Eigenanwendung durch Laien erteilt. Das teilte ein Sprecher am Mittwoch mit. Bei allen drei Tests würden die Proben durch einen Abstrich im vorderen Nasenbereich entnommen.

Update, 23. Februar, 17.16 Uhr: Kölner Inzidenz sinkt leicht

In Köln liegt die Inzidenzzahl zum Wochenstart bei 64,3 (Vortag: 67,6). Wie die Stadt mitteilte, sind derzeit 957 Bürger mit dem Coronavirus infiziert.

Bislang sind in der Domstadt 532 Fälle der mutierten britischen Variante gemeldet worden. Hinzu kommen 157 Fälle der südafrikanischen Mutante.

Am Montag wurden vier weitere Todesfälle gemeldet – eine 73-Jährige, eine 81-Jährige, einen 84-Jährigen und einen 91-Jährigen, die alle mehrfach vorerkrankt waren. In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind damit insgesamt 514 Kölner gestorben.

Update, 23. Februar, 17.11 Uhr: AfD sagt Landeswahlversammlung in Kalkar ab

Die NRW-AfD hat ihre geplante Landeswahlversammlung am Wochenende in Kalkar abgesagt. Das bestätigte eine Parteisprecherin am Dienstag in Düsseldorf. Bei dem geplanten Treffen hatte die Partei mit rund 540 Delegierten die Listenkandidaten für die Bundestagswahl aufstellen wollen.

Die Stadt Kalkar hatte das Parteitreffen im Freizeitzentrum Wunderland aber untersagt, weil dort auch das Impfzentrum für den Kreis Kleve betrieben wird. Die Stadt befürchtet, dass die Erreichbarkeit des Impfzentrums "massiv gestört" werden könnte.

Update, 23. Februar, 14.13 Uhr: Land liefert mehr Impf-Dosen nach Scheinbuchungen von Terminen

Wegen Missverständnissen bei der Buchung von Impfterminen hat das Gesundheitsministerium zuletzt zusätzliche Corona-Impfdosen an die Zentren geliefert (Symbolbild).
Wegen Missverständnissen bei der Buchung von Impfterminen hat das Gesundheitsministerium zuletzt zusätzliche Corona-Impfdosen an die Zentren geliefert (Symbolbild).  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Wegen Missverständnissen bei der Buchung von Impfterminen hat das Gesundheitsministerium zuletzt zusätzliche Corona-Impfdosen an die Zentren geliefert.

Nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums war es seit dem Start der Impfkampagne in mindestens acht Impfzentren passiert, dass aufgrund von Terminproblemen mehr Impfwillige glaubten, einen Termin zu haben, als tatsächlich der Fall war. Die betroffenen Kreise hatten jeweils von Dutzenden Impfwilligen ohne Buchungsbestätigung berichtet.

"An den meisten Standorten konnten durch umsichtiges und pragmatisches Handeln der verantwortlichen Personen vor Ort die meisten Personen geimpft werden", heißt es in einem Bericht des Ministeriums an den Heimatausschuss des Landtags in Düsseldorf.

Einerseits seien Restbestände von anderen Standorten kurzfristig organisiert worden, andererseits habe das Land den betroffenen Zentren eine Reservekapazität von mehreren hundert Impfdosen zur Verfügung gestellt, um die Impfwilligen zu versorgen.

Hintergrund ist nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung ein Missverständnis im Online-Buchungssystem zu Beginn der Terminvergabe, das bis jetzt nachwirkt. Nach dem Klick auf als frei angezeigte Termine, war die Anzeige "Termin bereits gebucht" bei vielen Impfwilligen offenbar als Buchungsbestätigung missverstanden worden.

Betroffen waren laut Ministerium die Zentren in den Kreisen Borken, Herne, Gütersloh, Steinfurt, Recklinghausen und Unna sowie der Ennepe-Ruhr-Kreis und der Märkische Kreis. Zudem hatte zuletzt auch Münster von solchen "Geisterterminen" berichtet und die Impflinge auf die Notwendigkeit einer Buchungsbestätigung hingewiesen.

Update, 23. Februar, 14.09 Uhr: Laschet hofft auf Sieg über Corona bis Februar 2022

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hofft auf ein Ende der Corona-Pandemie in spätestens einem Jahr. "Ich würde mir wünschen, dass wir nächstes Jahr im Februar 2022 die Pandemie mit ihren Auswirkungen überwunden haben", sagte Laschet am Dienstag vor Journalisten in Düsseldorf.

Er hoffe, "dass wir so viele Impfungen haben, dass wir wieder im normalen Leben sind und vielleicht auch wieder Karneval feiern".

Update, 23. Februar, 14.05 Uhr: Auch Zahnärzte sollten laut Laschet impfen

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, auch Zahnärzte zu Corona-Schutzimpfungen der Bürger heranzuziehen. "Das wird noch kritisch betrachtet", sagte er am Dienstag in Düsseldorf.

Wenn irgendwann viel Impfstoff da sei, werde aber die gesamte Breite des ärztlichen Sachverstands im Land gebraucht, unterstrich Laschet. Wegen der begrenzten Verfügbarkeit der Vakzine sei es derzeit allerdings noch nötig, bei den Impfzentren zu bleiben.

Update, 23. Februar, 13.48 Uhr: Keine Konkurrenz zwischen Berufsgruppen bei Impfungen

Bei den vorgezogenen Impfungen von Lehrkräften und Erzieherinnen wird es nach Worten von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) keine Konkurrenz mit den Impfungen der Polizisten gegeben. NRW werde in wenigen Monaten so viel Impfstoff haben, "dass es zu keinen Kollisionen kommt", sagte Laschet am Dienstag in Düsseldorf.

Update, 23. Februar, 13.21 Uhr: Laschet rechnet mit Öffnungsstrategie in der nächsten Woche

Nordrhein-Westfalens Regierungschef Armin Laschet (CDU) erwartet von der Ministerpräsidentenkonferenz in der kommenden Woche Öffnungsperspektiven in der Corona-Pandemie. "16 Länder erwarten, dass wir eine Öffnungsstrategie vorlegen", sagte er am Dienstag in Düsseldorf. Das sei Beschlusslage. "Dass eine Perspektive erkennbar ist: wo wird es hingehen - damit rechne ich bei der Ministerpräsidentenkonferenz."

NRW trete seit über einem Jahr dafür ein, dass bei Öffnungsschritten nicht nur auf die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz zu blicken sei, sagte Laschet. "Man braucht mehr Instrumentarien, um Infektionsketten nachzuverfolgen." Hier gebe etwa eine neue App Anlass zu Hoffnungen.

Darüber hinaus seien die zur Verfügung stehenden Impf-Instrumentarien und Test-Instrumentarien wichtige Kriterien für Öffnungsentscheidungen. Derzeit erörterten die Chefs der Staatskanzleien, ob man mehr öffnen kann, wenn mehr getestet werden kann, sagte Laschet.

Update, 23. Februar, 13.19 Uhr: Stipendienprogramm für Künstler wird fortgesetzt

Die NRW-Regierung will Künstler in der Corona-Krise weiter unterstützen. Das Stipendienprogramm zur Unterstützung von Künstlern solle fortgesetzt werden, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag vor Journalisten in Düsseldorf. "Kultur ist existenziell auch für das Leben der Menschen." Der Erhalt des kulturellen Lebens in NRW sei ihm wichtig.

Für das Stipendienprogramm hatte die Landesregierung vergangenes Jahr 105 Millionen Euro für insgesamt 15.000 Stipendien bereitgestellt. Es läuft in den wenigen Wochen aus. Die Kultureinrichtungen sind wie auch andere Bereiche seit Monaten im Lockdown geschlossen.

Update, 23. Februar, 13.15 Uhr: Lehrer werden vorgezogen - Reul kritisiert Änderung der Impfordnung

Nachdem Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) angekündigt hat, dass es ab März vorgezogene Corona-Impfungen für Lehrer und Kita-Personal geben soll, kommt indirekte Kritik von Herbert Reul (CDU).
Nachdem Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) angekündigt hat, dass es ab März vorgezogene Corona-Impfungen für Lehrer und Kita-Personal geben soll, kommt indirekte Kritik von Herbert Reul (CDU).  © Federico Gambarini/dpa

Nachdem Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) angekündigt hat, dass es ab März vorgezogene Corona-Impfungen für Lehrkräfte und Kita-Personal geben soll, kommt indirekte Kritik von seinem Kabinettskollegen Herbert Reul (CDU).

Der Innenminister sagte am Dienstag auf Anfrage: "Die Ständige Impfkommission hat eine Reihenfolge und die Prioritätengruppen erarbeitet. Dem ist das Bundesgesundheitsministerium gefolgt. Diese Ordnung sollten wir im Sinne der Glaubwürdigkeit beibehalten und nicht Woche für Woche infrage stellen."

Reul betonte: "Es stehen derzeit nur begrenzte Mengen Impfstoff zur Verfügung. Ich halte diesen Wettlauf, der jetzt ausbricht, für falsch. Ich werde mich daran nicht beteiligen." Der NRW-Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Michael Mertens, hatte die Änderung der Impfordnung zuvor deutlich kritisiert: "Dass jetzt die Polizisten nach hinten rutschen sollen, macht mich fassungslos. Ich bin darüber total verärgert", sagte Mertens der Rheinischen Post.

Die Polizei habe keine einzige Wache geschlossen, keinen Einsatz abgesagt, obwohl Polizisten im Einsatz bespuckt und angeschrien würden. Man wolle offensichtlich den Lehrern die Rückkehr in die Schule schmackhaft machen, sagte der GdP-Landesvorsitzende. "Das hier ist der Moment der Wahrheit: Wie steht die Politik zur Polizei?", sagte Mertens.

Update, 23. Februar, 13.13 Uhr: Mehrere Einzelhändler klagen auf Öffnung gegen das Land

Mehrere Einzelhändler mit derzeit geschlossenen Geschäften gehen gegen die Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen vor. Klagen am Oberverwaltungsgericht (OVG) mit Sitz in Münster haben demnach die Textilketten Breuninger für die Filiale in Düsseldorf und Peek&Cloppenburg (Düsseldorf) sowie Obi für einen Baumarkt in Düsseldorf eingereicht.

Nach Angaben einer Gerichtssprecherin ist auch ein Eilantrag von Mediamarkt für seine Filiale in Eschweiler eingegangen. Alle Einzelhändler fordern, ihre Geschäfte wieder öffnen zu dürfen, geben aber unterschiedliche Begründungen dafür an.

Update, 23. Februar, 12.39 Uhr: 90 Prozent der Menschen ab 80 Jahren in NRW haben Impftermin

Fast 90 Prozent der Menschen ab 80 Jahren in Nordrhein-Westfalen haben bereits Termine für die Corona-Impfung. Das sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag vor Journalisten in Düsseldorf.

Konkret hätten 800.000 Menschen insgesamt rund 1,6 Millionen Termine bekommen. Außerdem werden nach Laschets Worten fast alle Bewohner von Pflegeheimen bis Anfang März vollständig geimpft sein.

Update, 23. Februar, 11.54 Uhr: NRW-Gefängnisse bestellen van Laack-Masken

Auch die Gerichte, Staatsanwaltschaften und Gefängnisse in NRW haben insgesamt rund 100.000 Masken beim Modehersteller van Laack bestellt.
Auch die Gerichte, Staatsanwaltschaften und Gefängnisse in NRW haben insgesamt rund 100.000 Masken beim Modehersteller van Laack bestellt.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Auch die Gerichte, Staatsanwaltschaften und Gefängnisse in NRW haben insgesamt rund 100.000 Masken beim Modehersteller van Laack bestellt.

Die Mengen sind sehr unterschiedlich, wie aus einem Bericht des Justizministeriums an den Rechtsausschuss des Landtags hervor geht. So bestellte die JVA Aachen 15.000 Masken für rund 21.000 Euro, das Gefängnis in Castrop-Rauxel 500 für 650 Euro.

Das Oberlandesgericht Hamm bestellte als Großabnehmer für den gesamten Bezirk zum Beispiel 27.000 Stück, das Amtsgericht Neuss 75, die Staatsanwaltschaft Bochum 500 Masken.

Insgesamt bezogen die einzelnen Behörden und Institutionen zwischen April und Dezember Masken zu einem Stückpreis von 1,30 Euro bis 4,50 Euro. Der Preis war abhängig von der Stückzahl und - im Fall der teuersten - vom Aufdruck "Justiz NRW".

Update, 23. Februar, 10.39 Uhr: Impfungen für Lehrer und Kita-Personal im März

Die vorgezogenen Corona-Impfungen für Lehrkräfte und Kita-Personal sollen in Nordrhein-Westfalen im März beginnen. Das kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstagmorgen in einem WDR-Interview an. "Ich denke, dass wir damit in der ersten Märzhälfte beginnen", sagte Laumann in dem Interview.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten vereinbart, Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen und Kita-Erzieher in der Impfreihenfolge von der Gruppe drei (erhöhte Priorität) in die Gruppe zwei (hohe Priorität) hochzustufen. Zur Gruppe zwei zählen außerdem viele chronisch Kranke und Menschen über 70.

Laumann räumte ein, dass die Hochstufung der Lehr- und Kitakräfte wegen der begrenzten Impfstoffmengen Auswirkungen auf das Impftempo für andere Gruppen haben werde.

Update, 22. Februar, 20.45 Uhr: Rewe profitiert von Corona-Einschränkungen

Rewe verzeichnet wegen der Corona-Pandemie ein starkes Umsatzplus. (Symbolbild)
Rewe verzeichnet wegen der Corona-Pandemie ein starkes Umsatzplus. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Die Rewe-Gruppe hat 2020 von den Corona-Einschränkungen profitiert und sieht sich auf dem Sprung zum zweitgrößten Lebensmittelhändler in Europa. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das genossenschaftliche Kölner Handels- und Touristikunternehmen nach eigenen Angaben erstmals die Marke von 75 Milliarden Euro Umsatz geknackt.

"Damit steigen wir voraussichtlich hinter der Schwarz-Gruppe zum zweitgrößten Lebensmittelhandelskonzern in Europa auf. Wir dürften in Europa Carrefour und Aldi überholt haben", sagte der Rewe-Vorstandsvorsitzende Lionel Souque der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Die Schwarz-Gruppe, die mit ihren Sparten Lidl und Kaufland weltweit mehr als 12.000 Filialen betreibt, erreichte zuletzt einen Umsatz von mehr als 110 Milliarden Euro.

12 Milliarden Euro des Umsatzwachstums von Rewe entfielen den Angaben zufolge auf die Übernahme von Lekkerland. "Auch im Ergebnis werden wir die Verluste aus anderen Bereichen wie der Touristik ausgleichen", kündigte Souque an mit Blick auf die Umsatzeinbußen der Tochtergesellschaft DER Touristik.

Die Staatshilfen für die Konkurrenten FTI und Tui sieht der Rewe-Chef kritisch: "Wir werden nicht zulassen, dass es am Ende einen Verzicht auf die Rückzahlung des Kredits gibt. Viele Vereinbarungen sind nicht transparent, deshalb sprechen wir auch bei der EU-Kommission vor." DER Touristik habe bislang keine staatlichen Kredite beantragen müssen, habe das auch nicht vor.

Update, 22. Februar, 18.11 Uhr: Stadt Düsseldorf plant "Verweilverbot" in Altstadt

Nach einem unerwartet hohen Besucheraufkommen in der Düsseldorfer Altstadt am Samstag und Sonntag plant die Landeshauptstadt für das kommende Wochenende deutliche Einschränkungen.

So soll die Maskenpflicht in der Altstadt ausgeweitet werden. Im Geltungsbereich der Maskenpflicht soll es außerdem ein sogenanntes Verweilverbot geben, wie Ordnungsdezernent Christian Zaum am Montag mitteilte.

Es soll dann nicht mehr erlaubt sein, sich etwa für ein Picknick hinzusetzen oder ein Eis zu essen.

Die Besucher müssten sich bewegen, so Zaum. Eine am Wochenende stark frequentierte Freitreppe solle bis auf weiteres gesperrt bleiben. Die Stadt will außerdem die Zufahrt für Autos beschränken.

Update, 22. Februar, 18.07 Uhr: Armin Laschet gegen starren Stufenplan für Lockerungen

CDU-Chef Armin Laschet hat sich gegen einen starren Stufenplan als Weg aus dem Corona-Lockdown ausgesprochen. "Ein Stufenplan, der regelt, welche Inzidenzwerte erreicht werden müssen, um bestimmte Bereiche wieder zu öffnen, könnte uns zu sehr binden", sagte der NRW-Ministerpräsident der Stuttgarter Zeitung und den "Stuttgarter Nachrichten" (Dienstag).

Wenn der Sieben-Tage-Inzidenzwert - also die Zahl der Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche - etwa nachhaltig knapp über 35 pendele, sei es nicht möglich, den Einzelhandel noch monatelang geschlossen zu halten. "Starre Automatismen helfen in dieser unklaren Lage nicht weiter", ergänzte Laschet.

Man werde auch weiterhin "auf Basis aktueller Erkenntnisse entscheiden müssen, nicht allein aufgrund der Inzidenzwerte".

Update, 22. Februar, 18.01 Uhr: SPD schlägt Rettungspaket für Brauereien vor

Thomas Kutschaty (52,SPD), Fraktionsvorsitzender der SPD in Nordrhein-Westfalen
Thomas Kutschaty (52,SPD), Fraktionsvorsitzender der SPD in Nordrhein-Westfalen  © Daniel Behmenburg/SPD NRW/dpa

Mit einem Rettungspaket, das auf einen Bierdeckel passt, will die SPD in Nordrhein-Westfalen regionale Brauereien und kleine Hausbrauereien vor dem Aus bewahren.

"Für die regionale Brauwirtschaft ist jetzt dauerhaft Fastenzeit, und das schon seit Monaten", sagte der Fraktionschef der oppositionellen SPD im Landtag, Thomas Kutschaty, am Montag.

Die Umsatzeinbrüche seien gerade für kleine und mittlere Brauereien dramatisch, die einen hohen Fassbieranteil hätten und stark von Veranstaltungen abhängig seien.

Update, 22. Februar, 17.10 Uhr: Bislang knapp 700 Mutanten-Fälle in Köln nachgewiesen

In Köln liegt die Inzidenzzahl zum Wochenstart bei 67,6. Wie die Stadt mitteilte, sind derzeit 1010 Bürger mit dem Coronavirus infiziert.

Bislang sind in der Domstadt 513 Fälle der mutierten britischen Variante gemeldet worden. Hinzu kommen 156 Fälle der südafrikanischen Mutante.

Am Montag wurden keine weiteren Todesfälle gemeldet. In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind insgesamt 510 Kölner gestorben.

Update, 22. Februar, 17.05 Uhr: Krankenhäuser klagen über Existenzkrise durch Corona

Die Corona-Krise hat viele Kliniken in NRW in eine Existenzkrise gestürzt. Allein im Januar gab es ein Einnahmedefizit von mehr als 370 Millionen Euro, wie die Krankenhausgesellschaft am Montag berichtete. Die Erlöse und die Belegung der Betten seien um mehr als ein Fünftel gesunken.

"Trotz aller Warnungen verweigert der Bund den Krankenhäusern immer noch eine verlässliche Absicherung für die pandemiebedingten Erlösausfälle", kritisierte der Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen, Jochen Brink.

Update, 22. Februar, 14.51 Uhr: Steigende Corona-Werte in Bonn

Der Corona-Inzidenzwert für Bonn, bezogen auf 100.000 Einwohner, ist Stand Montag, 22. Februar 2021, auf 80,7 angestiegen. Diese Erhöhung sei auf ein diffuses Ausbruchsgeschehen zurückzuführen, teilte die Stadt Bonn am Montag mit.

Update, 22. Februar, 14.03 Uhr: Viele Schüler zurück in den Klassen

Nach wochenlangen Schulschließung in NRW ist die schrittweise Rückkehr von Schülern in die Klassenräume von Zustimmung und Skepsis begleitet worden.

Am Montag machten Grund- und Förderschüler der Primarstufe sowie Abschlussjahrgänge den Anfang - trotz erneuten Anstiegs der Corona-Infektionszahlen. Für die Jüngeren sind halbierte Klassenstärken und Wechselmodus vorgesehen, bei den Abschlussjahrgängen erlaubt das Land dagegen auch volle Klassen- oder Kursstärke.

Laut Landeselternkonferenz (LEK) sorgte für Verunsicherung, dass die Abschlussklassen in voller Stärke unterrichtet werden dürfen. Aus Sicht der LEK sollte das Land zudem nicht nur dem Schulpersonal medizinische FFP2-Masken zur Verfügung stellen, sondern auch den Schülern. Im Schulgebäude muss laut Schulministerium grundsätzlich eine medizinische Maske getragen werden. Schüler bis Klasse 8 können eine Alltagsmaske tragen, wenn eine medizinische nicht passe.

Die Landesschülervertretung begrüßte zwar die schrittweise Rückkehr in den Präsenzmodus für insgesamt gut 800.000 Schüler. Vorstandsmitglied Johanna Börgermann sagte auf WDR 2, wenn es den Schulen überlassen sei, ob sie Abschlusskurse komplett in den Präsenzmodus zurückholten oder nur für ein paar Tage pro Woche, mache das eine Vergleichbarkeit der Abschlüsse unmöglich und sei unfair.

Am Montag durften auch alle Kinder wieder in die Kitas kommen - allerdings bei einem landesweit pauschal um zehn Stunden gekürzten Angebot.

Update, 22. Febraur, 13.23 Uhr: Beide in Quarantäne: Innenausschuss ohne Reul und Staatssekretär

Weil NRW-Innenminister Herbert Reul (68, CDU) vor einer Woche positiv auf das Coronavirus getestet wurde, steht er unter Quarantäne.
Weil NRW-Innenminister Herbert Reul (68, CDU) vor einer Woche positiv auf das Coronavirus getestet wurde, steht er unter Quarantäne.  © Henning Kaiser/dpa

Im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags wird es am Donnerstag zu einer ungewöhnlichen Situation kommen: Von der Regierung werden diesmal weder Innenminister Herbert Reul (CDU) noch seine eigentliche Vertretung, Staatssekretär Jürgen Mathies, dabei sein. Beide befinden sich noch in Quarantäne.

Wer vom Ministerium in den Ausschuss entsandt werde, stehe noch nicht fest, sagte eine Sprecherin am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Auch der Gesundheitsausschuss am Mittwoch wird ohne Minister Karl-Josef Lauman (CDU) stattfinden. Er hatte Kontakt zu Reul.

Reul war vor einer Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei einer genaueren Untersuchung stellte sich heraus, dass er sich mit der besonders ansteckenden britischen Variante infiziert hat. Das hatte auch Auswirkungen auf seine Kontaktpersonen, die trotz negativen Tests nicht frühzeitig aus der Quarantäne durften. So ist auch Gesundheitsminister Laumann nach Angaben seines Ministeriums noch bis einschließlich Donnerstag in Quarantäne.

Im Innenausschuss stehen unter anderem aktuelle Erkenntnisse zu rechtsextremistischen Tendenzen in der Polizei, Straftaten mit Stichwaffen und die Lizenzgebühren für die "Jerusalema Challenge" auf dem Programm.

Update, 22. Februar, 10.50 Uhr: Deutlich mehr Biontech-Impfstoff für NRW

Nordrhein-Westfalen kann die Corona-Impfungen mit dem Vakzin von Biontech und Pfizer schon bald deutlich steigern. Statt wie bisher geplant 70.000 Dosen stünden ab März pro Woche 100.000 zur Verfügung, sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Update, 21. Februar, 16.36 Uhr: Kölner Inzidenz bei 68,1

Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 68,1 und die Reproduktionszahl bei 0,96. 209 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 61 auf Intensivstationen.

Dem Gesundheitsamt wurden vier weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet. Es handelt sich um einen 54-Jährigen, einen 64-Jährigen, einen 84-Jährigen und einen 90-Jährigen, alle wiesen mehrfache Vorerkrankungen auf. Bislang sind 510 Kölnerinnen und Kölner verstorben, die positiv auf Covid-19 getestet wurden. Aktuell sind 968 Kölnerinnen und Kölner mit dem Corona-Virus infiziert

Update, 21. Februar, 14.17 Uhr: Minister Stamp fordert rasche Entscheidung für frühere Lehrer-Impfung

NRW-Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) hat einen unverzüglichen Beschluss über eine raschere Corona-Impfung für Lehrkräfte und Erzieher gefordert.
NRW-Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) hat einen unverzüglichen Beschluss über eine raschere Corona-Impfung für Lehrkräfte und Erzieher gefordert.  © Marcel Kusch/dpa POOL/dpa

NRW-Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) hat einen unverzüglichen Beschluss über eine raschere Corona-Impfung für Lehrkräfte und Erzieher gefordert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dürfe "nicht länger Ankündigungsminister bleiben", erklärte Stamp, der auch NRW-Familienminister ist, am Sonntag.

Das Vorziehen der Impfung für alle Beschäftigten in Schulen und Kindertagesbetreuung müsse jetzt erfolgen, damit die Länder die Chance bekämen, dies auch zügig umzusetzen.

Spahn, mehrere Bundesländer und auch Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) unterstützen Pläne, Beschäftigte an Grundschulen und Kitas mit Blick auf die Schulöffnungen früher zu impfen. "Beide Berufsgruppen nehmen Aufgaben wahr, die für unsere ganze Gesellschaft von ganz großer Bedeutung sind, was sich auch in der Impfpriorisierung zeigen sollte", sagte Karliczek der Deutschen Presse-Agentur. Eine Grundsatzentscheidung wird Anfang dieser Woche erwartet.

Bei der Impfreihenfolge in Deutschland wurden drei große Gruppen festgelegt: Gruppe eins mit "Höchster Priorität", Gruppe zwei mit "Hoher Priorität", und Gruppe drei mit "Erhöhter Priorität". Kita- und Grundschulbeschäftigte stehen nach der aktuellen Impfverordnung in Gruppe drei und wären damit voraussichtlich erst im Sommer dran.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder hatten das Gesundheitsministerium bei ihrer jüngsten Beratung aber gebeten, zu prüfen, ob diese Beschäftigten vorgezogen werden könnten. Dafür müsste die geltende Impfverordnung geändert werden.

Update, 21. Februar, 11.41 Uhr: Elternverbände fordern gerechtes Schulkonzept in Pandemie

Elternverbände haben die Schulöffnungsstrategie der nordrhein-westfälischen Landesregierung als unberechenbar und ungerecht kritisiert. In Abschlussklassen vollständige Präsenz der Schüler ohne Abstand zuzulassen, anderen Klassen aber zum Schutz der Gesundheit den Präsenzunterricht gänzlich zu verwehren, "ist nicht vermittelbar", schrieben mehrere Verbände am Sonntag in einem offenen Brief an Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP).

"Sich um den Schutz der Lehrer aber nicht der Schüler zu kümmern, ist nicht akzeptabel", hieß es weiter. Es sei auch nicht vertretbar, dass Schulen Freiheiten in der Organisation des Pandemiebetriebs bekämen, dabei aber weder unterstützt noch kontrolliert würden.

Die Verbände fordern die Einsetzung einer Arbeitsgruppe unter Führung Gebauers, die ein "grundsätzliches Konzept für eine verlässliche Schule in der Pandemie" erarbeiten solle. Im Zentrum müsse stehen, wie die Kinder unter Einhaltung des Gesundheitsschutzes "regelmäßig und gerecht in Präsenz beschult werden können" und wie die ergänzende Hausarbeit dazu aussehen solle. "Unsere Geduld und Belastbarkeit sind am Ende", hieß es weiter. "Nicht nur Ihr Haus hat die Pandemie unterschätzt."

Update, 21. Februar, 10.04 Uhr: Hagen verhängt strengere Regeln ab Montag

Wegen der hohen Infektionszahlen gelten in Hagen ab Montag schärfere Auflagen als in anderen Teilen NRWs. Als mögliche Maßnahme erwägt der Krisenstab eine nächtliche Ausgangssperre.
Wegen der hohen Infektionszahlen gelten in Hagen ab Montag schärfere Auflagen als in anderen Teilen NRWs. Als mögliche Maßnahme erwägt der Krisenstab eine nächtliche Ausgangssperre.  © Bernd Thissen/dpa

Wegen der hohen Infektionszahlen gelten in Hagen ab Montag schärfere Auflagen als in anderen Teilen des Landes. So hat der Krisenstab eine Maskenpflicht in weiten Teilen des Stadtgebietes beschlossen. Auch die Hagener Kitas kehren nicht in den eingeschränkten Regelbetrieb zurück. Das bedeutet, Eltern sollten ihre Kinder weiter möglichst zuhause betreuen.

Als mögliche nächste Maßnahme erwägt der Krisenstab eine nächtliche Ausgangssperre, um private Zusammenkünfte zu vermeiden.

"Der Inzidenzwert in Hagen befindet sich weiterhin auf einem hohen Niveau, die Nachweise von Infektionen mit der britischen Mutation steigen, das Infektionsgeschehen in Hagen wird diffuser", hatte Oberbürgermeister Erik O. Schulz die Lage in Hagen beschrieben.

In ganz NRW kehren am Montag Grund- und Förderschüler sowie Abschlussjahrgänge in die Schulen zurück. Für die Grundschüler gilt ein Wechselmodell aus Distanz- und Präsenzunterricht mit halbierten Klassen.

Update, 21. Februar, 9.49 Uhr: Rund 1900 Soldaten in NRW helfen bei der Pandemie-Bekämpfung

Rund 1900 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr helfen derzeit in Nordrhein-Westfalen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. In landesweit 14 Corona-Impfzentren werden seit dem Anlaufen der Impfungen knapp 140 Kräfte für administrative und logistischen Unterstützung abgestellt. Das teilte der Sprecher des Bundeswehr-Landeskommandos, Stefan Heydt, auf dpa-Anfrage mit.

Wenn Städte und Gemeinden bestimmte Aufgaben zu Pandemie-Eindämmung nicht mehr mit eigenem Personal bewältigen können, können sie die Unterstützung der Bundeswehr beantragen.

Update, 21. Februar, 9.47 Uhr: Rückkehr in die Schulen, auch Förderschüler zuerst

Wenn am Montag in Nordrhein-Westfalen schrittweise der Präsenzunterricht beginnt, gehören auch Förderschüler zu den ersten Rückkehrern. Den Schülern mit Behinderungen und sonderpädagogischem Förderbedarf müsse ein besonderes Augenmerk gelten, forderten mehrere Verbände. Viele seien in der Pandemie durchs Netz gefallen, manche hätten wochenlang keinen Unterricht erhalten, betonte die Landeselternkonferenz.

Jungen und Mädchen mit Behinderungen und besonderem Förderbedarf seien seit Pandemiebeginn "vom Zugang zu Bildung abgedrängt" worden, sagte der Vorstand von Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen, Bernd Kochanek.

Der Elternverband mittendrin berichtete, je nach Lehrkraft und Schule seien sie in den Regelschulen unterschiedlich gut einbezogen worden. Bei den Förderschulen habe es aber "nicht wenige" Schüler gegeben, die monatelang gar nicht im Klassenraum waren und kaum Unterricht hatten.

Update, 20. Februar, 15.53 Uhr: Kölner Inzidenzzahl liegt bei 65,4

In Köln wurden bislang (Stand 20. Februar 2021) 490 Fälle der mutierten britischen Corona-Variante und 157 Fälle der südafrikanischen Variante nachgewiesen.
In Köln wurden bislang (Stand 20. Februar 2021) 490 Fälle der mutierten britischen Corona-Variante und 157 Fälle der südafrikanischen Variante nachgewiesen.  © Federico Gambarini/dpa

Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 65,4 und die Reproduktionszahl bei 1,01. 205 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 57 auf Intensivstationen.

Dem Gesundheitsamt wurden fünf weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet. Es handelt sich um einen 60-Jährigen, eine 64-Jährige, einen 80-Jährigen, einen 87-Jährigen und eine 97-Jährige, alle mehrfach vorerkrankt. Bislang sind 506 Kölnerinnen und Kölner verstorben, die positiv auf Covid-19 getestet wurden. Aktuell sind 1.048 Kölnerinnen und Kölner mit dem Corona-Virus infiziert.

In Köln wurden bislang (Stand 20. Februar 2021) 490 Fälle der mutierten britischen Coronavirus-Variante und 157 Fälle der südafrikanischen Variante nachgewiesen. Alle positiven PCR-Tests von Personen im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes der Stadt Köln werden automatisch auf die Coronavirus-Varianten getestet.

Update, 19. Februar, 18.40 Uhr: Demo von Kosmetikerinnen in Düsseldorf

Rund 200 Kosmetikerinnen und Kosmetiker haben nach Angaben der Veranstalter am Freitag vor dem Düsseldorfer Landtag demonstriert.

Die meist ganz in weiß gekleideten Teilnehmer appellierten an die NRW-Landesregierung, Kosmetikstudios wieder öffnen zu lassen.

Update, 19. Februar, 18.39 Uhr: AfD-Fraktionschef drängelte sich und seine Frau bei Corona-Impfung vor

Neben dem FDP-Politiker hatte auch AfD-Fraktionschef Markus Wagner (57) dem WDR auf Anfrage mitgeteilt, dass er und seine Frau bereits geimpft worden seien.

Wagner gehört eine Wohneinrichtung für Menschen mit einer chronisch psychischen Erkrankung oder Behinderung in Bad Oeynhausen. Beide Abgeordnete sagten dem Sender, sie hätten Vorbild für die Angestellten sein wollen.

Bombis ergänzte auf Twitter: "Und der Vollständigkeit halber: Als jemand, der auch regelmäßig in den Pflegeeinrichtungen ist, ging es vor allem auch um den Schutz der Bewohner und Mitarbeiter, mit denen man in Kontakt kommt."

Laut Bezirksregierung Köln würde ein Verstoß gegen die Impf-Reihenfolge - sollte er sich als solcher heraus stellen - keine größeren Folgen haben. Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass die Aufsichtsbehörde beim Verdacht einer Straftat Anzeige erstatten könne. Tatsächlich sieht die aktuelle Impfverordnung aber weder Strafen noch Bußgelder für «Vordrängler» vor.

Update, 19. Februar, 16.25 Uhr: Einige Corona-Lockerungen in NRW ab Montag

Trotz der zuletzt stagnierenden Werte bei den Corona-Neuansteckungen gelten in Nordrhein-Westfalen von Montag an zahlreiche Lockerungen. Alle Änderungen im Überblick findest Du hier.

Dass Grundschüler und Schüler der Abschlussklassen wieder zurück in die Schule dürfen, war klar.

Das Land lässt nun aber auch vielen Freizeitsportlern, Musikschulen und Hobbygärtnern mehr Freiräume.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) warnte am Freitag aber zugleich vor übereilten Schritten.

Update, 19. Februar, 14.11 Uhr: Versicherung muss Wirt Corona-Ausfall erstatten

Der Richter gab einem Altstadt-Wirt im Streit um Hunderttausende Euro wegen Corona-bedingten Umsatzausfalls recht.
Der Richter gab einem Altstadt-Wirt im Streit um Hunderttausende Euro wegen Corona-bedingten Umsatzausfalls recht.  © Martin Höke/dpa

Ein Düsseldorfer Altstadt-Wirt hat laut einem Urteil Anspruch auf die Erstattung eines Corona-bedingten Umsatzausfalls in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro von seiner Versicherung. Am Düsseldorfer Landgericht gab Richter Rainald Rambo am Freitag dem Wirt recht.

Der Betreiber mehrerer Düsseldorfer Bars und Clubs hatte Jahre vor der Corona-Pandemie eine Betriebsschließungsversicherung abgeschlossen und geklagt, weil die Zurich Versicherung sich weigerte, seine Lockdown-Kosten in Höhe von 764.000 Euro zu erstatten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann vor dem Oberlandesgericht angefochten werden.

Das Argument der Versicherung, mit dem andere Assekuranzen zuvor Erfolg hatten: Die Versicherung decke nur Folgen aus Krankheiten ab, die im Infektionsschutzgesetz genannt wurden. Covid-19 habe es bei Vertragsschluss aber nicht gegeben und gehöre daher nicht zu den versicherten Krankheiten.

Der Gastronom hatte dagegen argumentiert, seine Versicherungspolice enthalte eine Öffnungsklausel für neue Krankheiten. Und da sei Covid-19 schon im Januar 2020 aufgenommen worden. Sein Anspruch sei erst danach entstanden und von ihm geltend gemacht worden.

Eine ähnliche Klage eines Neusser Gastwirts hatte das Landgericht kürzlich abgewiesen. Denn dessen Versicherung hatte laut Gericht nur Krankheiten abgedeckt, die es schon vor Jahren gab. Covid-19 war nicht dabei.

Update, 19. Februar, 14.10 Uhr: Weitere Schulschritte laut Gebauer erst ab stabiler Inzidenz unter 50

Die Landesregierung will mit weiteren Schulschritten in NRW vorerst noch abwarten. (Symbolbild)
Die Landesregierung will mit weiteren Schulschritten in NRW vorerst noch abwarten. (Symbolbild)  © Caroline Seidel/dpa

Erst wenn die sogenannte Wocheninzidenz in Nordrhein-Westfalen stabil unter dem Wert 50 liegt, kann es weitere Öffnungen des Schulbetriebs geben. Das betonte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in Düsseldorf.

Wie geplant sollten zunächst am Montag rund 800.000 Grund- und Förderschüler sowie Schüler aus Abschlussklassen und Berufskollegs in die Klassen zurückkehren. Für die Primarstufe ist dabei ein Wechselmodell aus Distanz- und Präsenzunterricht in halbierten Klassenstärken geplant.

Die Abschlussjahrgänge können auch in voller Klassen- oder Kursstärke unterrichtet werden. Bei diesen Regelungen seien mit Stand Freitag bis zum 7. März "keinerlei Änderungen" vorgesehen, sagte Gebauer.

Sollte die landesweite Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen stabil unter 50 sinken, dann werde die Landesregierung über eine Erweiterung des Präsenzunterrichts entscheiden, sagte Gebauer.

Wenn es das Infektionsgeschehen zulasse, sollten weitere Jahrgänge in den Präsenzunterricht zurückgeholt werden. Angesichts der derzeit stagnierenden und möglicherweise wieder steigenden Infektionszahlen sagte sie aber auch, das System sei "noch sehr fragil".

Update, 19. Februar, 14.05 Uhr: NRW lockert Vorgaben unter anderem für Freizeitsportler

Trotz der zuletzt stagnierenden Werte bei den Corona-Neuansteckungen gibt es in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Lockerungen etwa bei den Einschränkungen im Freizeitsport. Von Montag an sind Aktivitäten auf Sportanlagen im Freien wieder erlaubt, wenn höchsten zwei Personen oder nur Personen aus einem Hausstand zusammen trainieren - wie etwa beim Tennis.

In Musikschulen werde wieder Einzelunterricht erlaubt, allerdings nur für Kinder bis zum Grundschulalter, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Auch Hundeschulen dürfen ab Montag wieder Veranstaltungen im Freien anbieten. Für Hobbygärtner gilt: Bau- und Gartenmärkten dürfen dann wieder Gemüsepflanzen und Saatgut verkaufen.

Update, 19. Februar, 13.36 Uhr: Maskenpflicht an Schulen wird laut Gebauer ab Montag verschärft

Laut Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) wird die Maskenpflicht an NRW-Schulen ab Montag verschärft.
Laut Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) wird die Maskenpflicht an NRW-Schulen ab Montag verschärft.  © Marcel Kusch/dpa

An den ab Montag wieder geöffneten Schulen wird die Maskenpflicht verschärft. Laut Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) gilt auf dem Gelände grundsätzlich die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske.

Die Maske muss laut Staatssekretär Mathias Richter ab Montag auch von Grundschülern am Platz getragen werden.

Bislang waren nur Schüler der weiterführenden Schulen zum Tragen einer - normalen - Schutzmaske während des Unterrichts verpflichtet.

Dass nun alle Schüler auch beim Sitzen eine Maske tragen müssen, die auch noch medizinischem Standard entspricht, begründete das Ministerium mit der aktuellen Infektionslage und der Angst vor Mutationen des Coronavirus.

Als medizinische Masken gelten sogenannte OP-Masken, FFP2-Masken oder KN95-Masken. Sie sind bereits in Supermärkten oder im Öffentlichen Nahverkehr Pflicht. Laut Gebauer wird die Änderung in der neuen Coronaschutz-Verordnung festgelegt.

Am Montag (22. Februar) sollen zunächst die Grundschulen, Abschlussklassen und Förderschulen tageweise in einem Wechselmodell in den Präsenzunterricht zurückkehren.

Update, 19. Februar, 13.30 Uhr: Corona-Software aber noch nicht überall verfügbar

Gut eine Woche vor der geplanten landesweiten Einführung von "Sormas" sind in NRW rund ein Drittel der Gesundheitsämter bei der Corona-Software noch nicht im Boot.

Von den 53 Gesundheitsämtern hätten 38 die einheitliche Software zur Kontaktnachverfolgung installiert oder nutzten sie bereits, berichtete das Wirtschaftsministerium am Freitag auf dpa-Anfrage. Damit habe sich die Zahl der Installationen allein in den vergangenen zwei Wochen fast verdoppelt.

Nach Angaben von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sind unter den Kommunen, die "Sormas" nutzen oder sich dafür rüsten, etwa Düsseldorf, Essen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Gelsenkirchen, Hamm, Hagen, Herne, Münster, Oberhausen, Mönchengladbach, Solingen und Wuppertal. Köln fehlt in der am Freitag veröffentlichten Liste für den Düsseldorfer Landtag, die den Stand vom 16. Februar wiedergibt und 33 Kommunen umfasst.

Update, 19. Februar, 12.27 Uhr: Großspende für Musiker in Corona-Krise

Mit einer Großspende von 300.000 Euro unterstützt die Kunstmäzenin und Krombacher-Gesellschafterin Barbara Lambrecht-Schadeberg die bundesweite Kampagne #MusikerNothilfe der Deutschen Orchester-Stiftung.

Das Budget der Kampagne sei damit auf gut 4,5 Millionen Euro angewachsen, teilte die Stiftung am Freitag in Berlin mit. Sie hoffe damit einigen Musikern Mut und Zuversicht geben zu können, "um diese schwierige Phase zu meistern", schrieb Lambrecht-Schadeberg in einem Brief an die Stiftung.

Gerald Mertens, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung, nannte es "großartig, dass sich immer mehr Menschen in Deutschland für die notleidenden freischaffenden Musikerinnen und Musiker engagieren". Viele seien seit fast einem Jahr ohne Auftritte und Einkommen.

Durch die Spendenkampagne wurden bisher rund zwei Millionen Euro an mehr als 3500 besonders betroffene Freischaffende ausgezahlt.

Update, 19. Februar, 12.25 Uhr: 14 Personen beim Kartenspielen in Kneipe ertappt

Die Polizei hat in einer geschlossenen Gaststätte in Herne 14 Männer angetroffen, die sich nach eigenen Angaben unter anderem "zum gemeinsamen Kartenspielen" getroffen hatten. Eine Maske trug laut Mitteilung vom Freitag niemand. Die Polizei löste die Versammlung auf.

Laut der Behörde waren die Männer aus verschiedenen Städten angereist. Der Gastgeber hatte den Schlüssel zur Kneipe nach seinen Worten vom Eigentümer bekommen. Alle Anwesenden bekamen Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Update, 19. Februar, 12.23 Uhr: Gemeinsame Impftermin-Buchung jetzt auch online möglich

Eine gemeinsame Buchung von Impfterminen, etwa durch Ehepartner, ist im Rheinland jetzt auch online möglich. Darauf hat die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) am Freitag hingewiesen.

"Wir kommen damit einem dringenden Wunsch aus der derzeit prioritär geimpften Gruppe der Über-80-Jährigen nach, zeitgleiche Impftermine zum Beispiel gemeinsam mit dem Partner oder Partnerin wahrnehmen zu können", erklärte KVNO-Chef Frank Bergmann laut einer Mitteilung.

Das Portal ist unter diesem Link erreichbar. Telefonisch ist solch eine gemeinsame Buchung über das Call Center (Rufnummer 0800 116 117 01) schon länger möglich.

Update, 19. Februar, 11.41 Uhr: Pinkwart dringt auf Öffnungsplan für die Wirtschaft

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) fordert einen Öffnungsfahrplan für die Wirtschaft.
NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) fordert einen Öffnungsfahrplan für die Wirtschaft.  © Marcel Kusch/dpa

Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) dringt auf einen verlässlichen Öffnungsfahrplan für die Wirtschaft.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) müsse bis Ende kommender Woche einen Stufenplan zum Ausstieg aus dem Lockdown vorlegen, sagte Pinkwart am Freitag in Düsseldorf. Nur dann habe er eine Chance, in die Beschlussfassung von Bund und Ländern einzufließen.

Der FDP-Politiker betonte unter Verweis auf die Beschlüsse der Wirtschaftsministerkonferenz, dass sich die Öffnungspläne nicht allein am Inzidenzwert orientieren dürften. Notwendig sei ein Ampelsystem, in das auch andere Indikatoren einflössen.

Der Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche sei vor rund einem Jahr eingeführt worden, um die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung der Neuerkrankungen nicht zu überfordern, betonte Pinkwart.

Damals habe es aber nur selbstgebastelte Stoffmasken, keine Impfungen und keine Schnelltests gegeben. All dies habe sich geändert. Außerdem seien die Gesundheitsämter aufgerüstet worden.

Dass der Inzidenzwert weiter allein ausschlaggebend sein erscheine ihm deshalb "nicht plausibel". An dieser Einschätzung änderten auch die möglicherweise ansteckenderen Mutationen nichts, sagte Pinkwart.

Der Wirtschaftsminister verwies darauf, dass der derzeitige Lockdown enorme Kollateralschäden in der deutschen Wirtschaft von bis zu 5 Milliarden Euro pro Woche verursache.

Die Wirtschaft könne sich nur dann rasch von massiven Einschränkungen der vergangenen Monate erholen, wenn der Lockdown in den kommenden Wochen schrittweise aufgehoben werde. Im ersten Schritt könnten etwa der Kfz-Handel, Möbelhäuser oder Baumärkte wieder geöffnet werden, wo sich die Kunden gut verteilten, meinte Pinkwart.

Update, 19. Februar, 10.07 Uhr: Spielabsage für RW Essen wegen Corona-Fall beim SV Lippstadt

Für den DFB-Pokalviertelfinalisten Rot-Weiss Essen verlängert sich die Zwangspause in der Regionalliga West um eine weitere Woche.

Die für Samstag terminierte Fußballpartie gegen den SV Lippstadt wurde in Folge eines Corona-Verdachtsfall beim Gegner am Donnerstagabend durch den Westdeutschen Fußballverband (WDFV) abgesetzt. Für die Essener, die in der Liga zuletzt am 23. Januar (2:0 gegen Bonn) antraten, ist dies die dritte Spielabsage hintereinander.

"Die Absage des dritten Spiels in Folge ist schade, aber nicht zu ändern. Die Gesundheit aller Beteiligten geht vor", erklärte RWE-Sportdirektor Jörn Nowak. Im Viertelfinale des DFB-Pokals erwartet Essen am 3. März (18.30 Uhr) den Zweitligisten Holstein Kiel, für den 26. Februar (19 Uhr) ist noch die Regionalliga-Partie bei Fortuna Düsseldorf II angesetzt.

Update, 19. Februar, 10 Uhr: Stamp schließt weitere Öffnungsschritte vorerst aus

Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) geht vorerst nicht von weiteren Öffnungen aus.
Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) geht vorerst nicht von weiteren Öffnungen aus.  © Marcel Kusch/dpa POOL/dpa

Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) hat weitere Öffnungsschritte in der Corona-Pandemie in der gegenwärtigen Lage ausgeschlossen.

"Wir haben jetzt im Moment stagnierende Zahlen, und deswegen werden wir bei den Öffnungsschritten sehr, sehr vorsichtig sein. Deswegen wird die Landesregierung im Moment jetzt noch keine weiteren Öffnungsschritte vornehmen", sagte er am Freitag in einem Interview von WDR2.

In anderen Bereichen werde es nur minimale Anpassungen geben im Vergleich zu anderen Ländern. "Aber wir müssen momentan noch sehr genau die Situation beobachten."

Der Familienminister schließt nicht aus, dass es bei steigenden Corona-Zahlen auch bei den Kitas wieder Einschränkungen geben könnte. "Wenn insgesamt die Zahlen steigen, werden wir natürlich auch im Kita-Bereich wieder andere Beschränkungen vornehmen müssen."

Das würde er dann erst mit Trägern, Gewerkschaften und Elternverbänden beraten, um zu vernünftigen Lösungen zu kommen. "Jetzt gilt aber erstmal, dass wir die Kinder für Montag wieder einladen." Ab dem 22. Februar gilt in NRW ein eingeschränkter Regelbetrieb mit pauschal um zehn Wochenstunden reduzierter Betreuung in festen Gruppen.

Update, 19. Februar, 7.55 Uhr: Corona-Kennziffer in NRW erneut leicht gestiegen

Die wichtige Sieben-Tage-Kennziffer für Corona-Neuinfektionen ist nach einem längeren Abwärtstrend im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen erneut leicht gestiegen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte am Freitagmorgen einen Wert von 58,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen im Landesdurchschnitt. Am Donnerstag hatte der Wert bei 57,1 und am Mittwoch bei 56 gelegen. Am Freitag vor einer Woche lag der Wert aber noch etwas höher bei 59,3.

Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter dem RKI 2090 Neuinfektionen (Vortag: 2069). Außerdem wurden 96 Todesfälle gemeldet (Vortag: 82). Am Freitag der vergangenen Woche waren die Zahlen der Neuinfektionen (1880) und Todesfälle (68) niedriger. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder mit Covid starben, stieg auf 12.520.

Vier Städte oder Kreise in NRW lagen am Freitag unter dem Inzidenzwert von 35: Münster (17,1), Mönchengladbach (26,4) und Coesfeld (31,7) und die Städteregion Aachen (32,3). Bund und Länder hatten sich auf einen Inzidenzwert von 35 als Orientierung für mögliche Lockerungen verständigt. Den höchsten Wert gab es in Hagen (109,2). Auch Solingen (108) lag über der Marke von 100.

In Düsseldorf macht die in Großbritannien entdeckte, wohl deutlich ansteckendere Variante des Coronavirus inzwischen bereits mehr als 40 Prozent der Corona-Infektionen aus, wie die Landeshauptstadt am Donnerstag berichtet hatte. Seit Dienstag steige auch der Sieben-Tage-Inzidenzwert in Düsseldorf wieder an.

Update, 19. Februar, 6.10 Uhr: Rechte Straftaten gehen während Pandemie nur leicht zurück

Während der Corona-Pandemie ist die Zahl der rechten Straftaten in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr nur geringfügig zurückgegangen. 2020 zählten die Behörden 3383 dieser Taten, berichtet die Neue Westfälische aus einer Antwort der nordrhein-westfälischen Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Landtag.

2019 lag die Zahl um 300 höher. Die Zahl der "fremdenfeindlichen Straftaten" stieg laut Antwort sogar leicht von 1177 im Jahr 2019 auf 1267 an.

"Die vorliegenden Zahlen zeigen erneut: Menschenverachtung und Hass sind die Triebfeder des Rechtsextremismus", sagte Verena Schäffer, Vorsitzende der Grünen im NRW-Landtag zum Jahrestag des rassistischen Anschlags in Hanau (19. Februar 2020). Diese Zahlen, so Schäffer, erinnern "auf besonders schmerzliche Weise an die dauerhafte Bedrohung durch den Rechtsextremismus für unsere vielfältige demokratische Gesellschaft."

Update, 18. Februar, 18.47 Uhr: Steigende Mutanten-Zahl in Düsseldorf

Die Corona-Werte in Düsseldorf steigen wieder. (Symbolbild)
Die Corona-Werte in Düsseldorf steigen wieder. (Symbolbild)  © Federico Gambarini/dpa-POOL/dpa

Die in Großbritannien entdeckte, wohl deutlich ansteckendere Variante des Coronavirus macht in Düsseldorf bereits mehr als 40 Prozent der Corona-Infektionen aus.

Am Dienstag habe der Anteil bei 27 Prozent, am Mittwoch bei 30 Prozent und am Donnerstag bei mehr als 40 Prozent gelegen, teilte die Landeshauptstadt am Donnerstag mit.

Seit Dienstag steige auch der Sieben-Tages-Inzidenzwert in Düsseldorf wieder an.

Update, 18. Februar, 15.54 Uhr: Corona-Zahlen für Köln

Mit Stand Donnerstag, 18. Februar 2021, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 32.673. (Vortag: 32.512) bestätigten Coronavirus-Fall. Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 69,4 und die Reproduktionszahl bei 0,76.

207 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 59 auf Intensivstationen, teilte die Stadt Köln mit.

Aktuell sind 999 Kölner nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

Update, 18. Februar, 15.33 Uhr: Impfungen in Praxen?

Bei den geplanten Corona-Schutzimpfungen in den Praxen niedergelassener Ärzte hält der Hausärzteverband Westfalen-Lippe Schwerpunktpraxen für sinnvoll. "Das Impfen sollte außerhalb der Sprechstundenzeiten laufen, damit die übrige Patientenversorgung davon nicht beeinträchtigt wird", teilte der Verband am Donnerstag in Unna mit.

Update, 18. Februar, 14 Uhr: Lauterbach lässt sich kommende Woche mit Astrazeneca impfen

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach arbeitet Ende kommender Woche als Impfarzt in einem Leverkusener Impfzentrum und bekommt dabei den Impfstoff von Astrazeneca verabreicht.

"Ich werde mich dort, wie alle Mitglieder des Impfzentrums, natürlich mit Astrazeneca impfen lassen", sagte der Mediziner und Bundestagsabgeordnete dem Tagesspiegel. "Wir wollen ein klares Bekenntnis zu Astrazeneca abgeben, das ist ein sicherer und guter Impfstoff."

Update, 18. Februar, 12.20 Uhr: Polizei beendet Feier mit elf Erwachsenen und sieben Kindern

Die Polizei hat in Gelsenkirchen in einer Wohnung eine Party mit elf Erwachsenen und sieben Kindern gestoppt. Um 22.05 Uhr hatten Nachbarn sich am Mittwoch über Lärm beschwert.

"Schon beim Eintreffen nahmen die Beamten die laute Musik aus einer der Wohnungen wahr", so die Polizei am Donnerstag. Insgesamt habe man dann 18 Personen angetroffen - und das mitten in der Pandemie.

"Die Polizeibeamten erteilten allen nicht dort wohnhaften Gästen einen Platzverweis und schrieben Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung."

Update, 18. Februar, 11.20 Uhr: NRW-Gastgewerbe mit heftigem Minus, Dehoga sieht "Überlebenskampf"

Wegen der Corona-Pandemie verzeichnet das NRW-Gastgewerbe extreme Verluste. (Symbolbild)
Wegen der Corona-Pandemie verzeichnet das NRW-Gastgewerbe extreme Verluste. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Nordrhein-Westfalens Gastgewerbe hat in der Corona-Pandemie einen heftigen Einbruch seiner Geschäfte hinnehmen müssen. Im vergangenen Jahr seien die Umsätze um 40,2 Prozent gesunken, teilte das Statistische Landesamt IT.NRW am Donnerstag in Düsseldorf mit.

Grund war die Corona-Krise samt ihrer Einschränkungen - schon seit November 2020 sind Restaurants geschlossen und der Betrieb von Hotels läuft auf Sparflamme. Zudem hatte es im Frühjahr des vergangenen Jahres Schließungen gegeben.

Der Jahresausklang war besonders düster: Die Umsätze in der Branche brachen im Dezember 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat um zwei Drittel (68,7 Prozent) ein.

Die Branche ist zweigeteilt in Übernachtung und Essen: Bei Hotels und anderen Beherbergungen sackten die Erlöse im Dezember um 83,4 Prozent ab, der Umsatz in der Gastronomie sank um 63,6 Prozent. Immerhin hat die Branche für diesen Monat Anspruch auf relativ hohe staatliche Hilfe, seit Januar 2021 sind die vom Staat bereitgelegten Finanzspritzen schwächer dosiert.

Der Branchenverband Dehoga NRW sprach von einem "historischen Umsatzeinbruch". "Die Branche steht auch im neuen Jahr vor einem harten Überlebenskampf", erklärte Verbandschef Bernd Niemeier. Rund zwei Drittel der Unternehmer im Gastgewerbe fürchteten um ihre Existenz. Weitere staatliche Hilfe - unbürokratisch und schnell ausgezahlt - sowie eine verlässliche Öffnungsperspektive seien nötig.

Update, 18. Februar, 9.13 Uhr: Apotheker rechnen mit steigenden Corona-Zahlen durch mehr Test

Der Apothekerverband Nordrhein rechnet mit wieder steigenden Corona-Fallzahlen in den kommenden Wochen. Neben der Mutation werde auch die Ausweitung der Corona-Tests dazu führen, sagte Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbands Nordrhein, der Rheinischen Post.

"Wenn getestet wird, werden wir auch mehr Fälle haben", verdeutlichte er und verwies auf eine vermutete Dunkelziffer bei den Corona-Infektionen. Außerdem werde verstärkt der Pollenflug einsetzen. Das werde zu allergischen Reaktionen führen, die als Covid-Symptome fehlinterpretiert werden könnten. Auch das könne die Zahl der Corona-Tests in die Höhe treiben.

Update, 18. Februar, 9.12 Uhr: Wert für Corona-Neuinfektionen in NRW leicht gestiegen

Die wichtige Sieben-Tage-Kennziffer für Corona-Neuinfektionen ist in Nordrhein-Westfalen leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies am Donnerstagmorgen 57,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen aus. Am Vortag hatte der Wert bei 56 gelegen.

Innerhalb eines Tages registrierte das RKI 2069 Neuinfektionen. 82 Menschen starben an oder mit Covid-19. Tendenziell geht die Sieben-Tage-Inzidenz aber zurück. Am Donnerstag vor einer Woche hatte sie laut RKI bei 62,7 gelegen.

Drei Städte oder Kreise lagen am Donnerstag (Stand: 4.29 Uhr) unter dem Inzidenzwert von 35: Münster (17,8), Mönchengladbach (25,3) und Coesfeld (30,4). Bund und Länder hatten sich auf einen Inzidenzwert von 35 als Orientierung für mögliche Lockerungen verständigt. Den höchsten Wert gab es mit 120,8 in Hagen.

Update, 17. Februar, 21.59 Uhr: Hunderte Impftermine von Menschen nicht wahrgenommen

Hunderte geplante Impftermine mit dem Produkt von Astrazeneca sind in Nordrhein-Westfalen nicht wahrgenommen worden. Allein im Landesteil Nordrhein sind laut NRW-Gesundheitsministerium im Zeitraum seit dem Impfstart am 10. Februar bis zum 15. Februar rund 600 Termine nicht angenommen beziehungsweise versäumt worden.

Das Zahl ergebe sich aus der Differenz von 18.103 geplanten und den 17.487 dann erfolgten Impfungen im Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein.

Das entspreche einem Anteil von etwa 3,4 Prozent, teilte eine Ministeriumssprecherin am Mittwochabend nach einer Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Update, 17. Februar, 16.48 Uhr: Laschet will Grenze "so lange es geht offenhalten"

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will die Grenzen in der Corona-Pandemie offen halten.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will die Grenzen in der Corona-Pandemie offen halten.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Bedeutung offener Grenzen für die heimische Wirtschaft untermauert.

Mit Blick auf die relativ hohe Zahl von Infektionen mit mutierten Coronaviren in den Niederlanden und in Belgien sagte Laschet am Mittwoch in Köln, grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Experten und abgestimmte Maßnahmen samt Testungen an Grenzen seien wichtig.

Zugleich verwies der CDU-Bundesvorsitzende aber auf die Bedeutung der Häfen Rotterdam, Amsterdam und Antwerpen, wo Güter aus NRW im großen Stil umgeschlagen und in die Welt verschifft werden.

Er werde "persönlich alles dafür tun, dass die Grenze offenbleiben kann", sagte Laschet.

Update, 17. Februar, 16.19 Uhr: Über 500 Fälle von Corona-Mutanten in Köln nachgewiesen

In Köln liegt der Inzidenz am Mittwoch nach Angaben der Stadt bei 64,6. Demnach sind aktuell 913 Kölner mit dem Coronavirus infiziert.

Bislang wurden 380 Fälle der mutierten britischen Coronavirus-Variante und 130 Fälle der südafrikanischen Variante nachgewiesen.

Innerhalb eines Jahres (seit 25. Februar) wurden laut der Stadt knapp 750.000 Corona-Tests durchgeführt. Die Zahl der Todesfälle hat sich in Köln auf 492 erhöht.

Update, 17. Februar, 16.10 Uhr: Bislang 16 positive Corona-Tests nach Ausbruch in Hamm

Der Nachweis der britischen Mutation des Coronavirus hat in Hamm zu einem Großeinsatz der Polizei geführt.
Der Nachweis der britischen Mutation des Coronavirus hat in Hamm zu einem Großeinsatz der Polizei geführt.  © Bernd Thissen/dpa

Nach dem Nachweis der britischen Variante des Coronavirus bei einem Montage-Arbeiter in Hamm sind 16 Menschen im Umfeld des Mannes positiv auf das Virus getestet worden.

Ob bei den 16 Infizierten, darunter auch Kinder, die wohl deutlich ansteckendere britische Variante des Virus vorliegt, wird nun mit einem speziellen Analyseverfahren (Sequenzierung) untersucht. "Das kann bis zu einer Woche dauern", sagte Hamms Oberbürgermeister Marc Herter (SPD) am Mittwoch.

Es seien mittlerweile 98 Menschen getestet und unter Quarantäne gestellt worden, teilte Herter mit. Davon sind den Angaben zufolge inzwischen 78 Tests ausgewertet worden. 16 Personen aus dieser ersten Testreihe sind mit Corona infiziert, 61 Proben fielen negativ aus. Eine Probe befinde sich noch in der Nachtestung.

"Rund 20 Prozent positive Fälle sind schon markant. Das zeigt, dass die Aktion dringend notwendig war", so Herter weiter. Er zeigte sich besorgt, weil die britische Variante B.1.1.7 in Deutschland derzeit immer häufiger nachgewiesen wird.

Am Montag war die britische Mutante bei dem bulgarischen Bauarbeiter aus Hamm nachgewiesen worden. Das hatte zu einem Großeinsatz von Polizei und mobilen Testteams in vier großen Wohngebäuden und weiteren Wohnungen bis Dienstagnacht geführt.

Die Stadt war auch wegen der Wohnsituation in der Gruppe bulgarischer Handwerker in Sorge, dass sich weitere Arbeiter, Hausbewohner oder Besucher angesteckt haben könnten.

Update, 17. Februar, 15.40 Uhr: Kölner OB Reker strebt Inzidenz von 10 an

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker strebt für ihre Stadt einen Inzidenzwert von 10 an. Man solle "daran arbeiten, die Inzidenz Richtung 10 zu drücken und sie dann - das ist das Wichtigste - dort zu halten", teilte die parteilose Politikerin am Mittwoch mit.

Von einem Lockdown in den Nächsten zu gehen, führe nur zu Frust und Ermüdung, gab Reker zu bedenken.

Update, 17. Februar, 14.58 Uhr: Mehrheit in Kölner Bahnhöfen hält sich an Maskenpflicht

Die Polizei kontrolliert die Maskenpflicht am Kölner Hauptbahnhof.
Die Polizei kontrolliert die Maskenpflicht am Kölner Hauptbahnhof.  © Federico Gambarini/dpa

Bei einer Masken-Kontrolle in Kölner Bahnhöfen haben Polizei und Ordnungsamt zwar Verstöße festgestellt, insgesamt aber ein positives Bild gewonnen. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in den Bahnhöfen, Zügen und auf den Bahnsteigen halte sich an die Maskenpflicht, teilte die Stadt Köln am Mittwoch mit.

Demnach kontrollierten am Dienstag etwa 60 Einsatzkräfte die Einhaltung der Corona-Regeln in Bahnhöfen. Dabei wurden 183 Verstöße gegen die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken registriert.

In 159 Fällen hatten die betroffenen Personen überhaupt keine medizinische Maske auf, in 24 Fällen trugen sie die Maske nicht richtig. Den Betreffenden droht ein Bußgeld von 150 Euro.

Update, 17. Februar, 13.10 Uhr: Debatte um Impfstoff von Astrazeneca - Berechtigte sagen Termine ab

Wegen der öffentlichen Debatte um die Wirksamkeit des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca haben einige Impfberechtigte in NRW ihre Termine platzen lassen. Einen landesweiten Überblick dazu gab es nach Auskunft des NRW-Gesundheitsministeriums am Mittwochmittag aber noch nicht. Grund sei offensichtlich Skepsis wegen des Impfstoffes.

Absagen gab es nach einem Bericht der Siegener Zeitung etwa im Impfzentrum Siegen-Wittgenstein, wo Menschen über Impfreaktionen wie Abgeschlagenheit, Fieber oder Gliederschmerzen geklagt hätten. Die Westfälischen Nachrichten (Mittwoch) berichteten, dass in Münster etwa 30 Prozent der für die Impfung vorgesehenen Rettungsdienstmitarbeiter und ambulanten Pflegerinnen und Pfleger ihre Termine in der vergangenen Woche nicht wahrgenommen haben.

Update, 17. Februar, 13.05 Uhr: Verbände wollen neue Lehrpläne für Grundschulen verschieben

Bildungsverbände haben das Schulministerium aufgefordert, die geplanten neuen Lehrpläne für die Grundschulen in NRW zu verschieben. Es sei falsch, in der angespannten Lage mitten in der Pandemie und trotz zahlreicher zusätzlicher Belastungen nun mit der Umsetzung zu beginnen.

Das betonten der Grundschulverband und die beiden Lehrer-Gewerkschaften VBE und GEW am Mittwoch in einer Petition, für die sie bis 20. März mindestens 15.000 Unterzeichner gewinnen wollen. "Die Grund- und Förderschulen brauchen die vorhandene Zeit für die Kinder, ihre individuelle Förderung und den Unterricht", hieß es.

"Die aktuelle Situation fordert jetzt von allen Lehrkräften größte Anstrengungen, um die Auswirkungen der Corona-Krise aufzufangen, die Kinder zu ermutigen, emotional zu stabilisieren und ihnen wieder Freude am Lernen zu vermitteln", betonte die Vorsitzende des Grundschulverbands NRW, Christiane Mika.

Nach Angaben von VBE und GEW sind die Grundschulen seit Jahren an ihrer Belastungsgrenze, der Schulbetrieb finde seit der Pandemie "außerhalb jeglicher Normalität" statt - und neue Lehrpläne seien derzeit nicht umsetzbar.

Update, 17. Februar, 11.32 Uhr: 9 Prozent der positiven Proben in NRW Mutanten

Laut einer Studie der Uniklinik Münster sind rund 9 Prozent der in Nordrhein-Westfalen positiv auf das Coronavirus getesteten Proben auf die als ansteckender geltenden Virusmutanten zurückzuführen. Das teilte das Gesundheitsministerium des Landes am Mittwoch mit.

Für die Studie wurde 933 Proben (Stichtag 27. Januar 2021) ausgewertet, die laut Ministerium weitestgehend als repräsentativ für die 53 Kreise des Landes gelten. Nicht alle Kreise konnten allerdings die gewünschte Anzahl von 5 bis 6 Proben pro 100.000 Einwohner liefern.

Update, 17. Februar, 9.42 Uhr: Elternanspruch auf Kinderkrankentage soll bleiben

Laut NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) wird der Anspruch der Familien auf Kinderkrankentage nicht entfallen.
Laut NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) wird der Anspruch der Familien auf Kinderkrankentage nicht entfallen.  © Marcel Kusch/dpa POOL/dpa

Der nordrhein-westfälische Familienminister Joachim Stamp (FDP) hat an die Bundesregierung appelliert, Schul- und Kitapersonal bei den Impfungen gegen das Coronavirus vorzuziehen.

Wenn diese Berufsgruppen in der Impfreihenfolge früher als bisher geplant zum Zuge käme, wäre das ein "Befreiungsschlag", sagte Stamp am Mittwoch in Morgenecho auf WDR 5. "Wir würden das Bildungssystem damit stabil bekommen."

Der Minister hatte am Dienstag angekündigt, dass ab 22. Februar wieder alle Kinder in NRW in Kitas und Tagespflege kommen können. Allerdings bleibe es zunächst bei einem landesweit pauschal um zehn Wochenstunden gekürzten Betreuungsangebot.

Die Behauptung der SPD-Opposition, dass damit der Anspruch der Familien auf Kinderkrankentage entfalle, sei falsch, betonte Stamp. "Das ist ausdrücklich nicht der Fall." Eltern könnten im eingeschränkten Kita-Regelbetrieb weiter auf die bundesweit für 2021 verdoppelten Kinderkrankentage zurückgreifen.

Pro Elternteil gibt es nun 20, für Alleinerziehende 40 Tage im Jahr - und zwar nicht nur, wenn ein Kind krank ist, sondern auch, wenn Schule oder Kita Corona-bedingt im eingeschränkten Betrieb ist.

Mit dem Schritt ab kommenden Montag lasse das Land die Kita-Beschäftigten "nicht in ein unverantwortliches Risiko laufen", meinte Stamp. Die Übertragung erfolge selten über die Kinder, sondern meistens über den Kontakt unter Erwachsenen.

Sinken die Neuinfektionszahlen weiter, dürfen Kita-Leitungen und Träger voraussichtlich ab 8. März selbst entscheiden, ob sie die Kinder wieder im vollen Umfang betreuen, hatte der FDP-Politiker am Dienstag gesagt.

Update, 17. Februar, 9.39 Uhr: 130 Todesfälle in NRW

Die Gesundheitsämter in Nordrhein-Westfalen haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 1648 neue Corona-Infektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb eines Tages 130 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert, wie aus Daten des RKI vom Mittwoch (4.36 Uhr) hervorgeht.

Die wichtige Kennziffer der Sieben-Tage-Inzidenz blieb danach im Vergleich zum Vortag unverändert: Pro 100.000 Einwohner kam es zu 56 Neuinfektionen binnen einer Woche. Am Dienstag hatte das RKI für NRW 709 Neuinfektionen und 94 Todesfälle ausgewiesen.

Bund und Länder hatten sich auf einen Inzidenzwert von 35 als Orientierung für mögliche Lockerungen verständigt. Unter dieser Schwelle lagen am Mittwoch laut RKI nur Münster (17,4), Mönchengladbach (23,4), Bielefeld (24,8) und der Kreis Coesfeld (30,4). Weiterhin am höchsten lag der Wert in Hagen (118,2) und Solingen (112,4).

Update, 16. Februar, 21.39 Uhr: Laschet erntet Kritik

Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet erntet für seine Kritik an einem scharfen Lockdown-Kurs in der Corona-Pandemie starken Widerspruch.

Die Grünen warfen ihm am Dienstag vor, sich gegen die gemeinsame Linie aller Länder und der Bundesregierung zu stellen, die er als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen selbst mitbeschlossen habe.

Die SPD hielt ihm "unbeholfenen Populismus" vor. Unterstützung erhielt der nordrhein-westfälische Regierungschef dagegen von der FDP, mit der er in Düsseldorf zusammen regiert.

Update, 16. Februar, 20.12 Uhr: OB Reker für härteren Kampf gegen Corona

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (64,parteilos) hat sich für einen härteren Kurs bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie ausgesprochen.

"In dieser Phase der Pandemie halte ich einen kurzen konsequenteren Lockdown für zielführend, wenn es darum geht, dass wir die coronabedingten Einschränkungen damit möglichst schnell und nachhaltig lockern können", sagte die parteilose Politikerin dem Kölner Stadt-Anzeiger (Mittwochausgabe).

Update, 16. Februar, 17.32 Uhr: NRW-Innenminister mit britischer Corona-Mutante infiziert

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (68,CDU) hat sich mit der besonders ansteckenden britischen Variante des Coronavirus infiziert.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Der Kölner Stadt-Anzeiger hatte zuvor berichtet, dass Reul an einer mutierten Form des Virus erkrankt sei.

Ein sogenannter PCR-Test hatte am Dienstag die Corona-Infektion Reuls bestätigt. Am Montag hatte bereits ein Schnelltest angeschlagen.

Update, 16. Februar, 17.30 Uhr: Schwerer Corona-Ausbruch in Kölner Pflegeheim

Das betroffene Pflegeheim steht unter Quarantäne. (Symbolbild)
Das betroffene Pflegeheim steht unter Quarantäne. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

In einem Pflegeheim in Köln hat sich die Zahl der Todesopfer nach einem Corona-Ausbruch auf 13 Bewohner erhöht.

Das schilderte der Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Von 63 Bewohnern waren nach Mitteilung vom Montag elf Personen "an oder mit Corona verstorben", nun seien zwei weitere Todesfälle zu beklagen.

Update, 16. Februar, 16.23 Uhr: Zahlen für Köln

Mit Stand Dienstag, 16. Februar 2021, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 32.443. (Vortag: 32.372) bestätigten Coronavirus-Fall. Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 68,6 und die Reproduktionszahl bei 0,84. Dies teilte die Stadt Köln mit.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (64, parteilos) wurde unterdessen negativ auf das Coronavirus getestet. Sie wird sich nach einem gemeinsamen Pressetermin mit dem positiv getesteten NRW-Innenminister Herbert Reul (68, CDU) allerdings vorerst in Quarantäne begeben, teilte eine Sprecherin der Stadt Köln mit.

Update, 16. Februar, 14.13 Uhr: Rückwirkende Erstattung von Kita-Beiträgen wird geprüft

Die nordrhein-westfälische Landesregierung prüft, ob Elternbeiträge für die Kitas rückwirkend noch erstattet werden könnten. Darüber gebe es noch Gespräche mit den Kommunen und dem Finanzminister, sagte Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Dienstag in Düsseldorf. Im Vordergrund stehe derzeit aber die Stabilisierung des Betreuungssystems mit Bezahlung der Corona-Tests und der Alltagshelfer in den Einrichtungen.

Für Januar hatten Land und Kommunen die Elternbeiträge für Kindergärten, Tageseltern sowie Betreuungsangebote der Offenen Ganztagsschule übernommen. Im vergangenen Sommer waren die Gebühren coronabedingt bereits für zwei Monate zur Hälfte erlassen worden. Derzeit würden Elternbeiträge erstmal weiter erhoben, sagte Stamp.

Update, 16. Februar, 14.02 Uhr: Labortest bestätigt NRW-Innenminister Reuls Corona-Infektion

Ein sogenannter PCR-Test hat die Corona-Infektion von Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) bestätigt. Am Montag hatte bereits ein Schnelltest angeschlagen, danach wurde noch ein Test ins Labor geschickt. Wie ein Ministeriumssprecher am Dienstag sagte, hat Reul nur "leichte Erkältungssymptome". Er befinde sich weiter in Quarantäne und führe seine Amtsgeschäfte von zu Hause aus.

Update, 16. Februar, 13.57 Uhr: Knapp 600 Kita-Beschäftigte in NRW seit Januar mit Corona-Infektion

Bei Beschäftigten in den nordrhein-westfälischen Kindertageseinrichtungen wurden seit Anfang des Jahres knapp 590 Corona-Infektionen festgestellt. Das sagte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Dienstag in Düsseldorf. Im Januar seien es 402 Infektionen gewesen, und im Februar seien bislang 187 Infektionen diagnostiziert worden.

Durch eine falsche Interpretation von Krankenkassenzahlen sei der Eindruck entstanden, das Infektionsrisiko sei in Kitas besonders hoch, schrieb Stamp in einem Brief an Eltern. Das stimme aber so nicht. Bei den Zahlen der Krankenkassen sei es nicht allein um Covid-Fälle gegangen, sondern es seien alle Krankmeldungen etwa wegen Husten, Schnupfen oder Fieber eingeflossen, bei denen sich das Kita-Personal "in vorbildlicher Weise aus Vorsicht" beim Arzt gemeldet habe.

Update, 16. Februar, 13.39 Uhr: NRW-Familienminister: In Pandemie nicht nur an Inzidenzen orientieren

NRWs Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) hat dafür plädiert, bei den Maßnahmen in der Corona-Pandemie nicht nur die Inzidenzen der Neuinfektionen im Blick zu haben.
NRWs Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) hat dafür plädiert, bei den Maßnahmen in der Corona-Pandemie nicht nur die Inzidenzen der Neuinfektionen im Blick zu haben.  © Marcel Kusch/dpa POOL/dpa

Nordrhein-Westfalens Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) hat dafür plädiert, bei den Maßnahmen in der Corona-Pandemie nicht nur die Inzidenzen der Neuinfektionen im Blick zu haben. Die Inzidenzen dürften aber auch "nicht ignoriert" werden, sagte der NRW-Familienminister am Dienstag in Düsseldorf.

Es sei aber eine "Gesamtschau der pandemischen Entwicklung" notwendig, die auch die Schäden der Corona-Einschränkungen berücksichtigen müssen. Klar sei auch, dass man in der Pandemie auch "auf Sicht fahren" müsse, da es immer unerwartete Entwicklungen geben könne. Zugleich müssten den Menschen aber auch Perspektiven aufgezeigt werden.

Zuvor hatte auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) beim digitalen Neujahrsempfang des baden-württembergischen Landesverbands des CDU-Wirtschaftsrats gesagt, man müsse das Virus und seine Mutationen zwar ernst nehmen, aber auch zu einer abwägenden Position zurückkommen.

Auch Laschet hatte vor einem zu einseitigen Fokus auf den Inzidenzwert gewarnt. "Man kann nicht immer neue Grenzwerte erfinden, um zu verhindern, dass Leben wieder stattfindet", sagte er.

Update, 16. Februar, 13.28 Uhr: Ab 22. Februar wieder Kindertagesbetreuung für alle

Ab dem 22. Februar können alle Kinder in Nordrhein-Westfalen wieder in die Kitas und die Tagespflege kommen. Das kündigte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Dienstag in Düsseldorf an. Allerdings bleibt es zunächst bei einem landesweit pauschal um zehn Wochenstunden gekürzten Betreuungsangebot und bei festen Gruppen. Einen Regelbetrieb könne es noch nicht geben, sagte Stamp.

Stamp hat zudem eindringlich an die Eltern appelliert, kranke Kinder nicht in die Kitas zu schicken. "Kranke Kinder dürfen nicht in die Tagesbetreuung gebracht werden", mahnte Stamp am Dienstag in Düsseldorf. Die meisten Eltern hielten sich daran. Es gebe allerdings auch immer wieder Diskussionen mit Kita-Leitungen. "Das muss aufhören", sagte er.

"Wenn die Leitung sagt, das Kind kann in dem Zustand nicht in die Kita, dann muss es dabei bleiben", unterstrich er. "Wer einen Erkältungsschnupfen hat, gehört in diesen Tagen nicht in die Kita."

Update, 16. Februar, 12.07 Uhr: Wegen möglicher Ausfälle impfen Rettungsdienste gestaffelt

Das NRW-Gesundheitsministerium empfiehlt wegen möglicher Personalausfälle, die Mitarbeiter der Rettungsdienste in kleinen Gruppen nach und nach gegen Corona zu impfen.

"Im Rahmen der fachlichen Beurteilung vor Ort, sollte geprüft werden, wie die Belegschaft einer Einrichtung zeitlich gestaffelt sinnvoll geimpft wird, um größere Personalausfälle zu verhindern", sagte eine Ministeriumssprecherin der Rheinischen Post und der Deutschen Presse-Agentur. Nach dem Abklingen der Symptome könnten anschließend weitere Teile der Belegschaft geimpft werden.

Mitarbeiter der Rettungsdienste sowie weitere Angestellte und Ärzte der Priorisierungsstufe 1 im Alter unter 65 Jahren werden seit einigen Tagen in den Impfzentren mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft. "Grundsätzlich sind die auftretenden Nebenwirkungen bekannt und ein Zeichen für die gewünschte Gegenreaktion des Körpers", erläuterte die Ministeriumssprecherin. Sie entsprächen als relativ häufig vorkommend, aber mild verlaufende und schnell vorübergehende Symptome den Hinweisen in der Fachinformation.

In Dortmund hatten sich nach der Impfung von Feuerwehrleuten am Donnerstag rund 25 Prozent krank gemeldet, wie eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage erklärte. "Es sind wohl bei einigen Feuerwehrleuten Nebenwirkungen aufgetreten." Darauf sei man aber wegen möglicher Impfreaktionen und auch aufgrund der Erfahrungen in anderen Kommunen eingestellt gewesen. Die Feuerwehr sei weiter einsatzfähig gewesen.

Update, 16. Februar, 9.45 Uhr: Tourismus in NRW eingebrochen, dramatischer Rückgang bei Gästezahlen

Die Corona-Pandemie mit Reisebeschränkungen und zeitweisen Übernachtungsverboten hat dem Tourismus in NRW einen historischen Einbruch beschert.
Die Corona-Pandemie mit Reisebeschränkungen und zeitweisen Übernachtungsverboten hat dem Tourismus in NRW einen historischen Einbruch beschert.  © Caroline Seidel/dpa

Die Corona-Pandemie mit Reisebeschränkungen und zeitweisen Übernachtungsverboten hat dem Tourismus in Nordrhein-Westfalen einen historischen Einbruch beschert.

Die Zahl der Gäste und der Übernachtungen in Hotels und Pensionen, auf Campingplätzen und in Jugendherbergen sank 2020 auf den niedrigsten Stand seit Jahrzehnten, wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilte. Insgesamt seien nur 11 Millionen Gäste gezählt worden, fast 55 Prozent weniger als 2019. Die Zahl der Übernachtungen ging um 46,5 Prozent auf 28,5 Millionen zurück.

Selbst in den Sommermonaten Juli und August, als viele Einschränkungen gelockert waren, lag die Zahl der Übernachtungen um rund ein Drittel unter dem Vorjahreswert. Weil die meisten Messen abgesagt worden waren und der Städtetourismus zum Erliegen gekommen ist, ging die Zahl der Besucher aus dem Ausland besonders stark zurück.

Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland erreichte nicht einmal mehr 10 Prozent des Vorjahreswerts, wie die Statistiker mitteilten.

Update, 16. Februar, 8.28 Uhr: Nachweis von britischer Corona-Mutation in Hamm

Der Nachweis der britischen Mutation des Corona-Virus hat in Hamm zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. Eine Hundertschaft sei seit Montagabend im Einsatz, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstagmorgen. Nach Angaben der Stadt war ein Bauarbeiter auf Montage positiv auf die Variante B.1.1.7 getestet worden. Sie gilt als ansteckender.

Daraufhin seien vier Wohnhäuser unter Quarantäne gestellt worden. Die Bewohner werden nun getestet. Die Beamten überwachten unter anderem die Einhaltung der Quarantäne. Zunächst hatten die Bild-Zeitung berichtet.

Update, 15. Februar, 19.43 Uhr: Laschet mit Corona-Appell

Der neue CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet hat sich eindringlich gegen eine Bevormundung der Bürger im Kampf gegen die Corona-Pandemie ausgesprochen.

"Populär ist glaube ich immer noch die Haltung, alles verbieten, streng sein, die Bürger behandeln wie unmündige Kinder", sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident am Montagabend beim digitalen Neujahrsempfang des baden-württembergischen Landesverbands des CDU-Wirtschaftsrats.

Das trage aber nicht auf Dauer, sagte Laschet. Man müsse das Virus und seine Mutationen zwar ernst nehmen. Aber man müsse zu einer abwägenden Position zurückkommen. Kinder, die monatelang nicht in Schule oder Kita gehen, erlitten vielleicht Schaden fürs ganze Leben.

Laschet warnte vor einem zu einseitigen Fokus auf den Inzidenzwert. "Man kann nicht immer neue Grenzwerte erfinden, um zu verhindern, dass Leben wieder stattfindet", sagte er.

"Wir können unser ganzes Leben nicht nur an Inzidenzwerten abmessen." Man müsse all die anderen Schäden etwa für die Gesellschaft und die Wirtschaft genauso im Blick haben wie die Inzidenzzahlen.

Update, 15. Februar, 16.06 Uhr: Corona-Zahlen in Köln

Mit Stand Montag, 15. Februar 2021, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 32.372. (Vortag: 32.275) bestätigten Corona-Virus-Fall. Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 70,8 und die Reproduktionszahl bei 0,89. Dies teilte die Stadt Köln am Montag mit.

209 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 61 auf Intensivstationen.

Aktuell sind 1.011 Kölnerinnen und Kölner mit dem Corona-Virus infiziert.

Update, 15. Februar, 14.20 Uhr: Reul als erster NRW-Minister positiv auf Corona getestet

NRW-Innenminister Herbert Reul (68, CDU) ist als erster Minister der nordrhein-westfälischen Landesregierung bei einem Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet worden.

"Dem Minister geht es den Umständen entsprechend gut, er führt die Amtsgeschäfte von zu Hause aus", teilte eine Ministeriumssprecherin am Montag mit.

Update, 15. Februar, 14.20 Uhr: Elf Todesfälle in Pflegeheim in Köln

In einem Pflegeheim in Köln ist es nach einem Corona-Ausbruch zu elf Todesfällen gekommen. Das sagte Bettina Levy vom Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Von ursprünglich 63 Bewohnern seien 11 Personen "an oder mit Corona verstorben". Nahezu alle anderen Bewohner und mehr als 20 Pflegekräfte seien positiv getestet.

Update, 14. Februar, 15.31 Uhr: Infektionszahlen in Köln weiter rückläufig

In Köln liegt die Inzidenzzahl am Sonntag bei 65,8 (Vortag: 67,7). Insgesamt sind derzeit 1024 Bürgerinnen und Bürger mit dem Coronavirus infiziert, wie die Stadt Köln mitteilte.

38 Kölner Pflegeeinrichtungen sind von Infektionen betroffen, 101 Bewohnerinnen und Bewohner sind laut Stadt-Angaben positiv getestet worden. Hinzu kommen noch 42 infizierte Mitarbeiter. Bislang sind 481 Kölnerinnen und Kölner gestorben, die positiv auf Corona getestet waren.

Update, 14. Februar, 15.25 Uhr: Einheitliche Corona-Software wohl nicht überall rechtzeitig verfügbar

Der Wechsel zu einer einheitlichen Corona-Software wird voraussichtlich nicht bis Ende Februar überall in NRW klappen. (Archivfoto)
Der Wechsel zu einer einheitlichen Corona-Software wird voraussichtlich nicht bis Ende Februar überall in NRW klappen. (Archivfoto)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Die Einführung der einheitlichen Corona-Software in den Gesundheitsämtern der NRW-Städte klappt wohl nicht überall bis Ende Februar.

"Der vollständige Wechsel zu dieser Software ist ein Kraftakt, der nur schrittweise gelingen kann", sagte Helmut Dedy, der Geschäftsführer des Städtetags NRW, der Rheinischen Post, "ich sehe nicht, dass das bis Ende Februar überall klappt". Der Wechsel erledige sich nicht mal so nebenbei im Pandemie-bestimmten Tagesgeschäft.

Bund und Länder hatten die deutschlandweite Einführung der neuen Software in allen Gesundheitsämtern bis Ende Februar beschlossen. "Sormas" - vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung entwickelt - soll den Austausch unter den Behörden im Kampf gegen die Pandemie erleichtern.

Dedy sagte der Zeitung, die flächendeckende Einführung sei sinnvoll. Die Erfahrungen der Kommunen sollten allerdings bei der Weiterentwicklung mit einbezogen werden.

Update, 14. Februar, 11.34 Uhr: Neun Tote in Kölner Pflegeheim

In einer Kölner Pflegeeinrichtung sind offenbar neun Bewohner gestorben, die mit dem Coronavirus infiziert waren. Angeblich wurde in dem Heim wegen Impfstoffmangels erst viel zu spät geimpft.

Update, 14. Februar, 10.53 Uhr: Corona-Inzidenzwert in NRW geht zurück auf 54,1

In NRW ist der Inzidenzwert weiterhin rückläufig. (Symbolbild)
In NRW ist der Inzidenzwert weiterhin rückläufig. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist weiterhin rückläufig. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag, 54,1 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Am Vortag hatte der Wert bei 57 gelegen.

Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Für die zurückliegenden 24 Stunden wurden 1291 Neuerkrankungen gemeldet.

Im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung starben binnen eines Tages 32 Menschen. Insgesamt gibt es in Nordrhein-Westfalen damit 12.096 Corona-Tote.

Landesweit hatten am Sonntag 21 Städte und Kreise einen Inzidenzwert unter 50. Das waren deutlich mehr als am Vortag, als nur 15 Kommunen unter dem Schwellenwert lagen. Die meisten Corona-Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner hatte Solingen mit 111,1.

Update, 13. Februar, 15.10 Uhr: Kölner Inzidenz sinkt, 115 Heimbewohner infiziert

In Köln liegt die Inzidenzzahl am Samstag bei 67,7 (Vortag: 69,4). Insgesamt sind derzeit 1049 Bürgerinnen und Bürger mit dem Coronavirus infiziert, wie die Stadt Köln mitteilte.

37 Kölner Pflegeeinrichtungen sind von Infektionen betroffen, 115 Bewohnerinnen und Bewohner sind laut Stadt-Angaben positiv getestet worden. Hinzu kommen noch 39 infizierte Mitarbeiter.

Update, 13. Februar, 11.21 Uhr: Inzidenzwert in NRW sinkt weiter auf jetzt 57,0

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen geht weiter zurück. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstag 57 Ansteckungen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner und 1672 Neuerkrankungen in den zurückliegenden 24 Stunden.

101 Menschen starben in dem Zeitraum im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Insgesamt liegt die Zahl der Corona-Toten im bevölkerungsreichsten Bundesland nun bei 12 064.

Den niedrigsten Wert von Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen hatte die Stadt Münster mit einer Inzidenz von 15,9. Insgesamt 15 Städte und Kreise kamen auf einen Wert von unter 50. Den höchsten Anteil von Corona-Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner hatte Solingen mit 110,5.

Update, 13. Februar, 9.56 Uhr: Erste Strafanzeigen wegen Vorfällen an Impfzentren in NRW

Nach einer vorläufigen Auswertung des Innenministeriums hat es im Januar sieben Strafanzeigen zu Vorfällen in und an Impfzentren in NRW gegeben - darunter zum Beispiel Hausfriedensbrüche oder Bedrohungen. Das teilte das Ministerium auf dpa-Anfrage mit.

Die Verantwortung für den Schutz der 53 Impfzentren liegt zunächst bei den Kommunen. «Die nordrhein-westfälische Polizei unterstützt die lokalen Ordnungsbehörden bei der Sicherung», so das Innenministerium. Die Polizei fahre an den Einrichtungen regelmäßig Streife und zeige «offen Präsenz».

Update, 13. Februar, 8.25 Uhr: Kostenlose Online-Nachhilfe stark nachgefragt

Die gemeinnützige Nachhilfe-Organisation "Zukunft Bildungswerk" in Essen ist mit einer "Corona-Homeschooling-Hotline" auf überregionales Interesse gestoßen.

Seit dem Start vor vier Wochen hätten mittlerweile Schülerinnen und Schüler aus 47 Städten in ganz Deutschland kostenlose Nachhilfe per Videokonferenz erhalten, berichtete Hotline-Koordinatorin Samar Farhat auf dpa-Anfrage. So habe es Anrufe etwa aus Thüringen und Brandenburg gegeben.

Bildungswerk-Gründer Turgay Tahtabas schätzte die Zahl der bislang vermittelten Nachhilfe-Videokonferenzen auf rund 700. "Wir haben einen Nerv getroffen", sagte er.

Das kostenlose Online-Nachhilfe-Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen eins bis dreizehn und deckt nahezu alle Fächer ab.

Update, 13. Februar, 8.23 Uhr: Wohl 1200 Verdachtsfälle von Corona-Mutationen in NRW

In Nordrhein-Westfalen gibt es derzeit rund 1200 Verdachtsfälle der britischen Corona-Variante B.1.1.7. Das teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums laut Westdeutsche Zeitung mit.

Demnach gebe es aktuell insgesamt rund 100 bestätigte Fälle der Mutation in dem bevölkerungsstärksten Bundesland. "Bekannt sind (...) weitere knapp 1200 Verdachtsfälle dieser Variante, hierbei handelt es sich um labordiagnostische Hinweise auf Basis variantenspezifischer PCR."

Dem Bericht zufolge ist die Situation um die südafrikanische Variante weniger angespannt. Hier zählten die Behörden derzeit acht bestätigte Fälle; rund 130 Verdachtsfälle seien bekannt.

Aus Sorge vor den Corona-Varianten hatten Bund und Länder Mitte der Woche eine Verlängerung des Lockdown um weitere drei Wochen bis zum 7. März beschlossen.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist landesweit erstmals seit Monaten unter den Inzidenzwert von 60 gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Freitag einen Wert von 59,3 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner.

Update, 12. Februar, 17.15 Uhr: Impfung in Pflegeeinrichtungen weitgehend abgeschlossen

In NRW sind die Corona-Impfungen in Pflegeeinrichtungen weitgehend abgeschlossen. (Symbolbild)
In NRW sind die Corona-Impfungen in Pflegeeinrichtungen weitgehend abgeschlossen. (Symbolbild)  © Federico Gambarini/dpa

Die Impfungen zum Schutz vor Covid-19 sind in den stationären Pflegeeinrichtungen weitgehend abgeschlossen. Das hat das NRW-Gesundheitsministerium am Freitag auf dpa-Anfrage mitgeteilt. Erstimpfungen gibt es noch in den Pflegeeinrichtungen, in denen wegen Coronavirus-Ausbrüche bisher keine durchgeführt werden konnten.

Außerdem würden noch nachträglich Menschen geimpft, die beim ersten Termin nicht geimpft werden konnten. Grundsätzlich erhalten Mitarbeiter und Heimbewohner eine "zweite Chance" zur Impfung, wenn die Impfteams drei Wochen später für die Zweitimpfungen in die Einrichtungen kommen.

Das Land prüfe derzeit zudem die wohnortnahe Impfung von nicht oder wenig mobilen Menschen. Die Impfzentren seien zwar ein wichtiger Baustein, aber nicht der einzige.

Derzeit würden verschiedene weitere Optionen geprüft, wobei das Land Schwerpunktpraxen favorisiere, sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht. Das Ministerium sei zuversichtlich, bald ein Impf-Konzept für Hausarztpraxen vorlegen zu können.

Update, 12. Februar, 17.13 Uhr: Mitarbeiter im Rettungsdienst melden sich nach Impfung krank

Nach einer Corona-Impfung mit dem Wirkstoff von Astrazenca haben am Donnerstag einige Mitarbeiter des Rettungsdienstes im Kreis Minden-Lübbeck über Nebenwirkungen geklagt. Einzelne Mitarbeitende des Rettungsdienstes hätten sich in der Folge krankgemeldet, teilte eine Sprecherin des Kreises am Freitag der Deutschen Presse-Agentur schriftlich mit.

Zuvor hatte das Mindener Tageblatt berichtet. Dem Kreis zufolge handelt es sich um gewöhnliche Nebenwirkungen, die bei Impfungen gelegentlich auftreten.

"Der Rettungsdienst war zwischenzeitlich personell nicht optimal aufgestellt, aber jederzeit sichergestellt. Seit heute Mittag ist er auch wieder komplett im Einsatz", heißt es in der Stellungnahme.

Update, 12. Februar, 14.47 Uhr: Masken für Bedürftige sind brauchbar

Die NRW-Landesregierung hat den Vorwurf zurückgewiesen, Bedürftigen Hunderttausende unbrauchbare Masken zur Verfügung gestellt zu haben. "Die Masken sind keineswegs unbrauchbar", teilte eine Sprecherin des NRW-Gesundheitsministeriums am Freitag in Düsseldorf auf Anfrage mit.

Update, 12. Februar, 14.45 Uhr: NRW beteiligt sich an Corona-Hilfen für Flughäfen

Bund und Länder haben sich auf ein Hilfspaket für in finanzielle Not geratene Flughäfen verständigt.
Bund und Länder haben sich auf ein Hilfspaket für in finanzielle Not geratene Flughäfen verständigt.  © Federico Gambarini/dpa

Das Land Nordrhein-Westfalen wird sich an den Corona-Hilfen für die Flughäfen beteiligen. Das teilte ein Sprecher des Düsseldorfer Verkehrsministeriums am Freitag mit. Bund und Länder hatten sich zuvor auf ein Hilfspaket für die in finanzielle Not geratenen Airports verständigt.

Der Bund will die drei Flughäfen, an denen er beteiligt ist, mit Eigenkapital, Zuschüssen und Darlehen im Umfang von über 400 Millionen Euro unterstützen. Davon profitiert der Flughafen Köln/Bonn.

Zum Zuge bei den Hilfen kommen auch die NRW-Airports Düsseldorf und Münster/Osnabrück. Sie gehören zu den Flughäfen mit verkehrspolitisch hoher Bedeutung, für die der Bund insgesamt 200 Millionen Euro an nicht zurückzahlbaren Zuschüssen bereitstellt.

Voraussetzung ist unter anderem, dass die jeweiligen Länder einen Zuschuss in gleicher Höhe leisten.

Der Sprecher des NRW-Verkehrsministeriums erklärte dazu: "Die Förderung des Bundes ist gut für die Flughäfen. Das Land ist bereit, seinen Anteil dazuzutun." Die Flughäfen müssten aber "weiter Strategien entwickeln, um möglichst stark aus der Krise zu kommen". Mit dem Geld sollen Kosten für das Offenhalten der Flughäfen zu Beginn der Pandemie ausgeglichen werden.

Update, 12. Februar, 10.24 Uhr: Ausreichend FFP-2-Masken für Schulöffnung sind vorhanden

Die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat den Lehrerinnen und Lehrern für die geplante Schulöffnung ausreichend FFP-2-Schutzmasken versprochen. Alle Schulträger hätten versichert, dass bis Mitte Februar ausreichend Masken an den Schulen vorhanden seien, versicherte Gebauer am Freitagmorgen im WDR.

Außerdem bekämen alle Lehrer das Angebot von zwei Corona-Tests beim Hausarzt pro Woche. Allgemeine Tests auch für Schüler seien mit Blick auf das vergleichsweise geringe Erkrankungsrisiko bei den Null- bis Zehnjährigen und Kapazitäts- und Finanzgrenzen nicht vorgesehen, sagte sie auf Nachfrage.

Nach den Planungen der NRW-Landesregierung sollen am 22. Februar zunächst nur die Grundschulen, Abschlussklassen und Förderschulen tageweise in einem Wechselmodell in den Präsenzunterricht zurückkehren. Die Kinder sollten dann maximal fünf Tage zuhause unterrichtet werden. Dann muss es einen Wechsel geben. An den Grundschulen solle in der Präsenzzeit vorrangig Deutsch, Mathematik und Sachkunde unterrichtet werden, hatte Gebauer angekündigt.

Update, 12. Februar, 7.57 Uhr: NRW setzt trotz Pandemie auf offene Grenzen zu Nachbarn und Nothilfe

Trotz andauernder Corona-Pandemie will die nordrhein-westfälische Landesregierung weiterhin an offenen Grenzen zu seinen Nachbarländern Niederlande und Belgien festhalten. "Es wäre fatal, wenn sich in der Krise wieder alle in nationale Schneckenhäuser zurückzögen", sagte NRW-Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner (CDU) der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Gegenseitiges Vertrauen sei ein wertvolles Kapital: Information als Mittel gegen Isolation. "In anderen Ländern haben wir gesehen, welche katastrophalen Folgen geschlossene Grenzen haben können: vergessen geglaubte Vorurteile wurden wach."

NRW sei seit Ausbruch der Pandemie einen anderen Weg gegangen und habe stattdessen auf enge Kooperation gesetzt. Gerade durch den ständigen Austausch in der grenzüberschreitenden Arbeitsgruppe "Cross-Border Taskforce Corona" sei es gelungen, die Grenzen zu den niederländischen und belgischen Nachbarn "auch in schwierigen Zeiten offen zu halten", unterstrich der CDU-Politiker.

Das bleibe "ein Schlüsselanliegen" der Landesregierung. Mit einem Vorbehalt: "Entstehen durch die extrem ansteckenden Mutationen neue Hochrisikogebiete, dann müssen wir neu nachdenken."

Update, 11. Februar, 16.20 Uhr: NRW-Gastgewerbe ist sauer auf die Politik

In der Coronakrise hat Nordrhein-Westfalens Gastgewerbe nach eigenen Angaben "die Nase voll" von der Politik. Der Bund-Länder-Beschluss zu weitgehenden Verlängerung des Lockdowns bis zum 7. März sei "inakzeptabel und eine klatschende Ohrfeige" für seine Branche, erklärte Bernd Niemeier, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Nordrhein-Westfalen, am Donnerstag in Neuss.

Der politische Beschluss sieht vor, dass Friseursalons ab dem 1. März wieder aufmachen können. Die seit Anfang November geschlossene Gastronomie ist nur nachrangig erwähnt - man wolle unter anderem für diese Branche "an der Entwicklung nächster Schritte" arbeiten.

Aus Sicht von Niemeier ist das eine "Phrase". Er betont, dass seine Branche umfangreiche und erfolgreiche Hygienekonzepte eingeführt habe. "Unsere Konzepte haben mindestens genauso gut funktioniert wie die im Einzelhandel", sagt der Branchenvertreter. "Warum hier einseitig über Öffnungen nachgedacht wird, verstehen wir nicht."

Update, 11. Februar, 16.02 Uhr: Junge Schüler und Abschlussjahrgänge zuerst, Klassenfahrten verboten

In NRW sollen Grundschüler und Förderschüler der Primarstufe ab 22. Februar in festen Lerngruppen und im Wechselmodell wieder in die Klassenräume zurückkehren. Die Schüler sollten dabei alle im selben Umfang Präsenz- und Distanzunterricht erhalten, hieß es in einer Mail des Schulministeriums, der am Donnerstag aus Düsseldorf an die Schulen ging.

Im Wechselmodell seien Stundentafeln und Kernlernpläne weiter gültig. Beim Präsenzunterricht sollten die Fächer Deutsch, Mathematik und Sachunterricht im Vordergrund stehen.

In NRW sind Klassenfahren wegen der pandemiebedingten Unsicherheiten bis zum 5. Juli untersagt. Das hat das Schulministeriums am Donnerstag in einer Mail an die Schulen mitgeteilt und dazu in Kürze einen Runderlass angekündigt. Für die Schüler, die ab dem 22. Februar bei der schrittweisen Rückkehr in den Präsenzunterricht den Anfang machen sollen, gelte: Es könne auch Sportunterricht erteilt werden. Wenn es die Witterung zulasse, soll das im Freien sein. In der Halle müsse eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden - außer bei intensiver Ausdaueranstrengung.

Update, 11. Februar, 15.24 Uhr: Kölner Inzidenz bei 77,1

Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 77,1 und die Reproduktionszahl bei 1,06. 229 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 71 auf Intensivstationen.

Dem Gesundheitsamt wurde eine weitere verstorbene Person gemeldet, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurde: ein 90-jähriger Kölner, mehrfach vorerkrankt. Bislang sind damit 473 Kölnerinnen und Kölner verstorben, die positiv auf Corona getestet wurden. Aktuell sind 1.090 Kölnerinnen und Kölner mit dem Corona-Virus infiziert.

In Köln wurden bislang (Stand 10. Februar) 273 Fälle der mutierten britischen Coronavirus-Variante und 110 Fälle der südafrikanischen Variante nachgewiesen. Alle positiven PCR-Tests von Personen im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes der Stadt Köln werden automatisch auf die Coronavirus-Varianten getestet.

Update, 11. Februar, 15.23 Uhr: Corona-"Schutzmauer" in Alten- und Pflegeheimen gebaut

Nordrhein-Westfalen hat aus Sicht von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) mit Corona-Schutzimpfungen "eine Schutzmauer" um die Bewohner in Alten- und Pflegeheimen errichtet. In diesen Tagen würden in den rund 2300 Einrichtungen die letzten Zweitimpfungen verabreicht, bilanzierte er am Donnerstag in einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags zu den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen.

Mit dem Vorrang für Alten- und Pflegeheime sei in NRW dafür gesorgt worden, dass die Schutzbedürftigsten künftig nicht länger Opfer der Pandemie werden. Anders als bei der ersten Infektionswelle im vergangenen Jahr sei der Schutzwall für die Alten diesmal "keine Mauer der Distanz". Damals hätten viele in den Einrichtungen ihren Lebensmut verloren, weil sie keinen Besuch mehr empfangen durften, räumte der Regierungschef ein.

Insgesamt seien in NRW bislang über 900.000 Coronaschutzimpfungen verabreicht worden, sagte Laschet. Darüber hinaus seien 1,3 Millionen Termine vergeben worden.

Update, 11. Februar, 14.48 Uhr: Laschet kündigt weitere Öffnungen bei Schulen an

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat weitere Öffnungsschritte bei Schulen angekündigt, wenn Nordrhein-Westfalen unter die Inzidenz-Marke von 50 sinkt.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat weitere Öffnungsschritte bei Schulen angekündigt, wenn Nordrhein-Westfalen unter die Inzidenz-Marke von 50 sinkt.  © Jonas Güttler/dpa

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat weitere Öffnungsschritte bei Schulen angekündigt, wenn Nordrhein-Westfalen unter die Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen sinkt.

Dann werde es nächste Schritte geben, sagte Laschet am Donnerstag in einer Sondersitzung des Landtags. In dem Fall werde auch über die fünften, sechsten, siebten und weitere Klassen sowie andere Schulformen gesprochen.

Am 22. Februar sollen in NRW zunächst nur die Grundschulen, Abschlussklassen und Förderschulen tageweise in einem Wechselmodell in den Präsenzunterricht zurückkehren. Die Kinder sollten dann maximal fünf Tage zuhause unterrichtet werden. Dann muss es einen Wechsel geben.

Schon ab Montag werden nach Angaben Laschets FFP2-Schutzmasken für alle Lehrkräfte und schulisches Personal zur Verfügung stehen. Bis zu den Osterferien könnten Lehrer auch zwei Corona-Tests pro Woche machen.

Update, 11. Februar, 13.56 Uhr: Am 3. März werden weitere Öffnungen beraten

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat zugesichert, dass Bund und Länder in ihrer nächsten Runde am 3. März über weitere Öffnungsschritte in der Corona-Pandemie beraten werden.

Dazu gehörten Kontaktbeschränkungen, Kultur, Sport in Gruppen, Freizeit, Gastronomie und Hotels, sagte der CDU-Bundesvorsitzende am Donnerstag in einer Sondersitzung des Landtags in Düsseldorf.

Update, 11. Februar, 13.20 Uhr: Bundeswehr rechnet mit Corona-Einsatz bis Ende des Jahres

Die Bundeswehr rechnet schon jetzt mit Einsätzen im Kampf gegen die Corona-Pandemie bis Ende des Jahres. Das sagte der Kommandeur der 1. Panzerdivision, Generalmajor Jürgen-Joachim von Sandrart, am Donnerstag in Oldenburg.

Seine Division organisiert als regionaler Führungsstab West die Hilfe in den fünf Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt. Derzeit seien dort gut 4000 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, insgesamt seien durch die Amtshilfe für zivile Einrichtungen etwa 8000 Menschen gebunden.

Die meisten Soldatinnen und Soldaten helfen in der Kontaktnachverfolgung, bei Tests und in Senioren- und Pflegeheimen. Gleichzeitig müsse die Division ihren Auftrag bei Auslandseinsätzen in Afghanistan, Mali und Litauen erfüllen, sagte von Sandrart.

Die Bundeswehr helfe selbstverständlich und gern, sagte der Zwei-Sterne-General. Zugleich leide aber die militärische Ausbildung unter der Doppelbelastung. Es werde lange dauern, diese "Ausbildungs- und Fähigkeitsdelle" auszugleichen. "Das ist das Preisschild."

Update, 11. Februar, 9.41 Uhr: Vorsitzender des NRW-Städtetags: Sorge vor Virus-Varianten

Der Vorsitzende des Städtetags NRW, Pit Clausen (SPD), hat die neuen Beschlüsse der Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise befürwortet. Es gebe unter Oberbürgermeistern eine große Sorge wegen der Virusvarianten, sagte der Bielefelder Stadtchef am Donnerstag dem Radiosender WDR 5.

In Bielefeld gebe es eine Inzidenz unter 35, aber gleichzeitig auch bereits 16 Fälle mit den Varianten. Die neuen Varianten verbreiteten sich viel schneller, als das als alte Stammvirus, das man kenne. "Da können sie gar nicht so schnell gucken, wie sich das ausbreitet", sagte Clausen.

Er meinte, wenn sich zeige, dass man zurecht komme, könne man zu weiteren Lockerungen kommen. Es solle nicht aufs Spiel gesetzt werden, was man sich erarbeitet habe in den vergangenen Wochen. "Das ist ja auch ein Erfolg der Gesellschaft", sagte er. Es sei richtig, dass man sich vorsichtig und auf Sicht verhalte und mit Lockerungen bei Kitas und Schulen beginne.

Update, 11. Februar, 9.18 Uhr: Laschet unterrichtet Landtag über Corona-Beschlüsse

NRWs Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) unterrichtet den Landtag am Donnerstag über die Bund-Länder-Beschlüsse im Kampf gegen die Corona-Pandemie.
NRWs Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) unterrichtet den Landtag am Donnerstag über die Bund-Länder-Beschlüsse im Kampf gegen die Corona-Pandemie.  © Marcel Kusch/dpa POOL/dpa

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) unterrichtet den Landtag am Donnerstag über die Bund-Länder-Beschlüsse im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Dazu hatten die Regierungsfraktionen von CDU und FDP eine Sondersitzung beantragt.

Die Länderregierungschefs und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten am Mittwoch vereinbart, den Lockdown grundsätzlich bis zum 7. März zu verlängern. Sollte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen bis dahin stabil unter 35 gesunken sein, sollen die Länder die Beschränkungen danach jeweils schrittweise lockern.

Dann sollten zuerst der Einzelhandel, Museen und Galerien sowie Betriebe mit körpernahen Dienstleistungen unter konkreten Auflagen wieder aufmachen könn

Update, 10. Februar, 19.11 Uhr: Großhändler Metro weiter durch Corona-Pandemie belastet

Der Großhandelskonzern Metro leidet weiter unter der Corona-Pandemie. Der Umsatz sank im ersten Geschäftsquartal (bis 31. Dezember) im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro.

Der Gewinn im fortgeführten Geschäft ging um 18,4 Prozent auf 99 Millionen Euro zurück, wie Metro am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Vor allem in Westeuropa hätten staatlich verfügte Restriktionen wie die Schließung von Restaurants das Geschäft belastet.

Zusätzlich machten sich negative Währungseffekte bemerkbar, wie es hieß. Hingegen stützten Erträge aus Immobilienverkäufen das Ergebnis.

Update, 10. Februar, 16.27 Uhr: OVG kippt Maskenpflicht im Umfeld des Einzelhandels

Das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen hat die Pflicht zum Tragen einer Alltagsmaske im Umfeld des Einzelhandels gekippt. Das OVG lehnte am Mittwoch zwar den Eilantrag einer Frau aus Gelsenkirchen gegen die generelle Maskenpflicht ab.

Laut Mitteilung gab das Gericht der Frau aber in einem Punkt Recht. Die derzeit gültige Coronaschutzverordnung schreibt das Tragen von Alltagsmasken im Umfeld des Einzelhandels vor. Damit sind Parkplätze vor Lebensmittelgeschäften oder Wege zum Geschäft gemeint. Der Begriff "unmittelbares Umfeld" ist dem OVG aber zu vage. Daher setzte es die Verordnung in diesem Punkt vorläufig außer Vollzug. Der Beschluss ist nicht anfechtbar.

Der Wortlaut in der Verordnung lasse mehrere Auslegungen zu. So könnte ein Radius von wenigen Metern um den Eingangsbereich gemeint sein, aber auch ein größerer Bereich mit einem Umfeld von 50 Metern wie beim Verzehrverbot beim Außer-Haus-Verkauf. Der 13. Senat des OVG kritisiert, das diese Unklarheit besonders schwer wiege, weil ein Verstoß gegen diese Maskenpflicht ein Bußgeld zur Folge haben könne.

Update, 10. Februar, 16.23 Uhr: SPD für Wechselunterricht in Schulen bereits ab Montag

Jochen Ott, stellvertretende SPD-Fraktionschef, fordert einen "vernünftigen Schulplan" für das restliche Corona-Schuljahr. (Archivfoto)
Jochen Ott, stellvertretende SPD-Fraktionschef, fordert einen "vernünftigen Schulplan" für das restliche Corona-Schuljahr. (Archivfoto)  © Federico Gambarini/dpa

Die SPD-Opposition im Landtag hat sich für einen Wechsel- oder Schichtunterricht an den nordrhein-westfälischen Schulen bereits ab kommenden Montag ausgesprochen.

Die CDU/FDP-Landesregierung müsse eine umfassende Öffnungsstrategie für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts nach dem 14. Februar 2021 und über die Sommerferien hinaus entwickeln, heißt es in einem Antrag der SPD-Opposition für die Sondersitzung des Landtags am Donnerstag. Familien, Kommunen und Schulen brauchten endlich Planungssicherheit.

Die Landesregierung will das Plenum am Donnerstag über die Ergebnisse der Bund-Länder-Gespräche informieren. Die Ministerpräsidenten der Länder berieten am Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über eine Verlängerung des Lockdowns und den weiteren Kurs in der Bildung.

Die Kultusminister der Länder hatten sich bei weiter sinkenden Corona-Zahlen dafür ausgesprochen, dass die Schulen ab der kommenden Woche schrittweise wieder aufmachen sollten. In NRW wird seit Mitte Dezember in allen Schulen Corona-bedingt Distanzunterricht erteilt.

Die NRW-Landesregierung müsse nun das ganze Schuljahr in den Blick nehmen, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionschef Jochen Ott der Deutschen Presse-Agentur.

"NRW braucht hier endlich einen vernünftigen Fahrplan, damit Eltern, Kinder und die Schulen wissen, wie es weitergeht." Öffnungen allein seien noch keine Lösung, das vergangene Jahr müsse "insgesamt aufbereitet" werden.

Update, 10. Februar, 16.12 Uhr: Steigende Impfstoffmenge von Biontech erwartet

In NRW sollen ab März 100.000 Impfdosen pro Woche von Biontech zur Verfügung stehen.
In NRW sollen ab März 100.000 Impfdosen pro Woche von Biontech zur Verfügung stehen.  © Sven Hoppe/dpa

Das NRW-Gesundheitsministerium rechnet mit einer steigenden Impfstoffmenge von Biontech. Ab März stünden wöchentlich 100.000 Impfdosen für die Erstimpfung von Personen ab 80 Jahren zur Verfügung, sagte eine Sprecherin am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Das habe das Landesministerium den Kreisen und kreisfreien Städten angesichts der von Biontech angekündigten Liefermengen mitgeteilt. Ursprünglich seien den Kreisen und Städten für März 70.000 Biontech-Impfdosen pro Woche avisiert worden.

Nach einer der dpa vorliegenden Übersicht für alle Bundesländer kann Nordrhein-Westfalen in der Spitze im März mit 216.450 Impfdosen pro Woche von Biontech rechnen.

Anders als bei den Impfstoffen von Biontech und Moderna will das Land NRW die Impfdosen von Astrazeneca komplett für die Erstimpfungen einsetzen - und nicht die Hälfte für die zweite Spritze zurücklegen.

Bei dem Impfstoff von Astrazeneca trete hohe Wirksamkeit schon nach der ersten der zwei nötigen Impfungen ein. Bei Biontech und Moderna sei für den vollständigen Schutz die Zweitimpfung erforderlich, argumentierte das Ministerium.

Auch bei Astrazeneca steigen wie bereits bekannt die Lieferungen: Am 12. Februar werden 84.000 Impfdosen, am 19. Februar 218.400 Impfdosen und am 2. März 316.800 Impfdosen in NRW erwartet.

Bei diesen ersten Tranchen soll die Gesamtmenge für die Erstimpfung eingesetzt werden. Von Moderna erwartet das Land NRW am 13. Februar 39.600 Impfdosen.

Update, 10. Februar, 14.18 Uhr: Apotheken dürfen Eigenanteil für Schutzmasken nicht übernehmen

Apotheken dürfen den Eigenanteil von zwei Euro bei der Abgabe von FFP2-Masken nicht für die Anspruchsberechtigten übernehmen. Das hat das Düsseldorfer Landgericht entschieden.

Die Eigenbeteiligung von zwei Euro solle zur verantwortungsvollen Inanspruchnahme der Schutzmasken durch die Bürger beitragen. Die Apotheken dürften auf die Einziehung des Betrags daher nicht verzichten. Gegen das Urteil kann noch Berufung beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt werden.

Update, 10. Februar, 13.28 Uhr: Aus Biontech-Flaschen kann in NRW auch siebte Dosis genutzt werden

Aus den Impfstoff-Fläschchen von Biontech/Pfizer kann in Nordrhein-Westfalen auch eine mögliche siebte Dosis genutzt werden. "Wir sagen: Macht das pragmatisch", sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums am Mittwoch in Düsseldorf.

Voraussetzung sei, dass aus dem jeweiligen Fläschen eine volle siebte Einzeldosis von 0,3 Millilitern entnommen werden könne. Dagegen bestünden keine Bedenken. Nicht passieren dürfe, dass aus verschiedenen Fläschchen Impfstoff vermischt werde.

Das Landesministerium geht weiter davon aus, dass in der Regel sechs Impfdosen pro Fläschchen enthalten sind, weil die Zulassung diese Anzahl vorsieht. Zuvor hatte der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, dass die siebte Dosis genutzt werden kann.

Update, 10. Februar, 10.10 Uhr: Mehr Regionen in NRW unter Kennzahl 50

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist weiter rückläufig. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag der wichtige Wochenwert der Inzidenz am Mittwoch (0 Uhr) bei 67,1 - am Vortag waren es nach Zahlen des Landeszentrums für Gesundheit Nordrhein Westfalen 70,6.

In mehr Kreisen und Städten lag der Wert unter der wichtigen Schwelle von 50: So in den Kreisen Steinfurt (37,9) Coesfeld (30,4), Gütersloh (47,1) und Paderborn (39,6) sowie in Bielefeld (30,2), Münster (21,9), Düsseldorf (49,8) und Mönchengladbach (45,6).

Zielmarke von Bund und Ländern ist eine Inzidenz - also die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen - von höchstens 50. Ab diesem Wert könnten die Gesundheitsämter die Infektionswege besser nachverfolgen.

Dem RKI wurden aus NRW innerhalb von 24 Stunden 201 neue Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus bekannt. Insgesamt liegt die Zahl der Corona-Toten in Nordrhein-Westfalen bei 11.796 Menschen.

Update, 9. Februar, 17.14 Uhr: Maskenpflicht in Düren gekippt

Das Impfzentrum in Köln.
Das Impfzentrum in Köln.  © Marius Becker/dpa

Das Verwaltungsgericht Aachen hat die generelle Maskenpflicht in der Innenstadt von Düren gekippt. Dem Eilantrag eines Antragstellers sei stattgegeben worden, teilte das Gericht am Dienstag mit.

Die Stadt hatte mit einer Allgemeinverfügung für einen Bereich der Innenstadt zwischen 6.00 und 20.00 Uhr das Tragen von Alltagsmasken angeordnet und dies mit dem Corona-Infektionsgeschehen begründet.

Das Gericht erklärte, Voraussetzung für die Verpflichtung zum Tragen einer Alltagsmaske sei, dass mit dem Zusammentreffen einer so großen Anzahl von Menschen zu rechnen sei, dass Mindestabstände nicht sichergestellt werden könnten. Dies sei bei der Dürener Innenstadt nicht dargelegt worden.

Dass trotz Schließung der meisten Geschäfte im derzeitigen Lockdown mit einer so großen Anzahl an Menschen zu rechnen sei, dass Mindestabstände nicht sichergestellt werden könnten, sei nicht ersichtlich. Auf Wochenmärkten gelte ohnehin eine Maskenpflicht. Düren hatte das Tragen der Alltagsmasken in der Innenstadt vom 1. bis zum 14. Februar angeordnet.

Update, 9. Februar, 16.56 Uhr: 10.000 Menschen am ersten Tag in Impfzentren gepikst

In den 53 NRW-Impfzentren sind am Montag rund 10.000 Menschen geimpft worden.

Trotz Schnee und Eis sei "der weit überwiegende Teil der über 80-Jährigen" zu den vorab vergebenen Terminen gekommen, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit.

"Viele haben lange auf diesen Tag warten müssen. Vor allem in den besonders vom Schneefall betroffenen Landesteilen wurde von großer Hilfsbereitschaft untereinander berichtet. Ich freue mich sehr, dass das System der Impfzentren bislang so gut funktioniert", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU).

Update, 9. Februar, 15.56 Uhr: Laut Stamp noch keine Grundschulöffnungen am Montag

Nordrhein-Westfalens stellvertretender Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) hat Grundschulöffnungen schon zum kommenden Montag ausgeschlossen.

"Montag ist sicherlich zu früh, das wird so schnell organisatorisch gar nicht möglich sein", sagte der Familienminister am Dienstag der Redaktion von RTL/ntv. "Das wird sicherlich noch ein bisschen dauern."

Im Landtag sagte NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU): "Vor dieser Abwägung stehen wir jetzt: Kann man da am 15. Februar die Schulen öffnen? Müssen wir noch eine Woche warten?"

Einerseits bedeute jeder weitere Tag ein weiteres Absinken der Neuinfektionszahlen. Andrerseits müsse die Bekämpfung des Virus abgewogen werden gegen die Schäden, die die Ausnahmesituation bei Kindern und Jugendlichen bereits verursache.

Update, 9. Februar, 15.24 Uhr: Corona-Zahlen für Köln

Mit Stand Dienstag, 9. Februar 2021, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 31.671. (Vortag: 31.594) bestätigten Coronavirus-Fall. Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 79,0 und die Reproduktionszahl bei 1,18, teilte die Stadt Köln mit.

252 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 77 auf Intensivstationen.

Aktuell sind 1.052 Kölner nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert.

Update, 9. Februar, 12.18 Uhr: Laschet macht Öffnung von Schulen und Geschäften zum Thema

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sieht die mögliche Öffnung von Schulen und Geschäften derzeit als entscheidendes Thema.
Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sieht die mögliche Öffnung von Schulen und Geschäften derzeit als entscheidendes Thema.  © Marcel Kusch/dpa

Trotz sinkender Corona-Neuinfektionszahlen steht das Land nach Worten von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) immer noch "an einem kritischen Punkt der Pandemie".

Zwar habe sich die Zahl der Neuinfektionen gerechnet auf 100.000 Einwohner und sieben Tage seit dem 13. Januar in NRW halbiert, sagte Laschet am Dienstag in einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags. Allein die Zahlen spiegelten die Realität aber nicht wider.

Viele Menschen seien in Existenznot geraten. Die Pandemie habe soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen, die in den Blick genommen werden müssten.

Kitas und Schulen werden laut Laschet am Mittwoch das "entscheidende Thema" bei den Bund-Länder-Beratungen sein. Die Debatte über Kitas und Schulen sei im Kampf gegen die Corona-Pandemie "zu kurz gekommen". Man könne so viele Tablets anschaffen wie man wolle: "Das Homeoffice für Kinder ist kein guter Lernort", sagte Laschet.

"So zu tun, als könne man Kinder digital erziehen, ist eine schlicht falsche Herangehensweise und Unsinn." Die Schulen sind im bundesweiten Lockdown seit Wochen überwiegend geschlossen. Gelernt wird meist im Distanzunterricht.

Als Regierungschef tue er alles, "damit so schnell wie möglich Schulen und Geschäfte wieder offen sind", sagte Laschet. "Aber es muss verantwortbar sein." Weitere Öffnungen seien derzeit nicht denkbar, sagte Laschet.

Wichtig sei, dass bei den Gesprächen der Regierungschefs der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch "Bundeseinheitlichkeit" erzielt werde. Er halte es aber nicht für klug, wenn sich 16 Ministerpräsidenten vorab in ihren Landtagen festlegten, sagte Laschet mit Blick auf mehrere Vorschläge aus den Ländern für Stufenpläne im Umgang mit der Pandemie.

Update, 9. Februar, 8.23 Uhr: NRW-Landtag debattiert über Corona-Krise

Einen Tag vor den nächsten Bund-Länder-Gesprächen debattiert der NRW-Landtag am Dienstag in einer Sondersitzung über den weiteren Kurs in der Corona-Pandemie.
Einen Tag vor den nächsten Bund-Länder-Gesprächen debattiert der NRW-Landtag am Dienstag in einer Sondersitzung über den weiteren Kurs in der Corona-Pandemie.  © Henning Kaiser/dpa

Einen Tag vor den nächsten Bund-Länder-Gesprächen debattiert der NRW-Landtag am Dienstag in einer Sondersitzung über den weiteren Kurs in der Corona-Pandemie. Die Oppositionsfraktionen von SPD und Grüne hatten die Plenarsitzung durchgesetzt.

Sie verlangen mehr Informationen über die Strategie der Landesregierung, noch bevor am Mittwoch die Regierungschefs der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Videokonferenz beraten.

NRW-Ministerpräsident und CDU-Bundeschef Armin Laschet hatte zuletzt eine Priorität für Schule und Kinderbetreuung bei möglichen Lockerungen gefordert. Auch Merkel hatte angesichts zurückgehender Corona-Infektionszahlen eine längerfristige Strategie für Schulen und Kitas in Aussicht gestellt.

Das wolle man bei den Beratungen am Mittwoch auf den Weg bringen, hatte sie am Montag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern in Online-Beratungen des CDU-Präsidiums gesagt.

Die Bundesregierung dringt auf eine weitere Senkung der Corona-Infektionszahlen. Die zweite Welle der Pandemie sei gebrochen, aber noch nicht zu Ende, hatte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin gesagt. Zugleich gebe es die reale Gefahr einer neuen, wohl deutlich ansteckenderen Virusmutation. Die derzeitigen Lockdown-Maßnahmen sind bis 14. Februar befristet.

Update, 9. Februar, 7.29 Uhr: NRW fördert Hersteller von Vorprodukt für Corona-Impfstoff

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Herstellung eines Vorprodukts für Corona-Impfstoffe mit 4,1 Millionen Euro. Die Förderung erhält die Firma Plasmid Factory aus Bielefeld, wie aus einer Antwort des NRW-Gesundheitsministeriums auf eine kleine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervorgeht.

Das Unternehmen baut seine Kapazitäten zur Produktion eines Ausgangsstoff der neuartigen mRNA-Impfstoffe aus. Nach Angaben des NRW-Wirtschaftsministeriums gibt es nur wenige Unternehmen in Deutschland, die das Vorprodukt in der benötigten Reinheit an die Impfstoffhersteller liefern können.

Update, 8. Februar, 21.30 Uhr: Zahlreiche Corona-Mutanten in Köln nachgewiesen

Nach Angaben der Stadt Köln wurden bis zum Sonntag, 7. Februar 2021, bereits 199 Fälle der mutierten britischen Coronavirus-Variante und 87 Fälle der südafrikanischen Variante nachgewiesen.

Erst seit Ende vergangener Woche würden alle positiven PCR-Tests des Gesundheitsamtes der Stadt Köln automatisch auf die Coronavirus-Varianten getestet, teilte die Stadt Köln am Montag weiter mit.

Update, 8. Februar, 17.39 Uhr: Corona-Zahlen aus Köln

Mit Stand, Montag, 8. Februar 2021, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 31.594 (Vortag: 31.551) bestätigten Coronavirus-Fall. Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 82,1 und die Reproduktionszahl bei 1,08.

245 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 74 auf Intensivstationen.

Aktuell sind 1.099 Kölner nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

Update, 8. Februar, 15.28 Uhr: Beginn in Impf-Zentren

Trotz teilweise widriger Wetterbedingungen haben am Montag in Nordrhein-Westfalen die seit Mitte Dezember einsatzbereiten 53 Impfzentren ihren Betrieb aufgenommen.

Zuerst geimpft werden zu Hause lebende Menschen ab 80 Jahren, die einen festen Termin vereinbart haben.

Am ersten Tag standen nach früheren Angaben der Kassenärztlichen Vereinigungen landesweit insgesamt rund 11.400 Impfdosen zur Verfügung. Die Zentren öffneten gegen 14 Uhr

Update, 8. Februar, 13.30 Uhr: Astrazeneca-Impfstoff nur für unter 65-Jährige

Mit dem Astrazeneca-Impfstoff werden in NRW nach Worten von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ausschließlich Menschen unter 65 Jahren geimpft.
Mit dem Astrazeneca-Impfstoff werden in NRW nach Worten von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ausschließlich Menschen unter 65 Jahren geimpft.  © Marcus Brandt/dpa

Mit dem Astrazeneca-Impfstoff werden in Nordrhein-Westfalen nach Worten von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ausschließlich Menschen unter 65 Jahren geimpft. Priorität hätten ambulante Pflegekräfte sowie medinizisches und pflegerisches Personal in Krankenhäusern, sagte Laumann am Montag in Düsseldorf. In NRW sei in den nächsten zwei Wochen der Plan, vor allem im ambulanten Bereich, Hospizen und der Tagespflege zu impfen.

Bis einschließlich der ersten Märzwoche sollen nach Angaben Laumanns etwa 600.000 Impfdosen von Astrazeneca in NRW eintreffen. Damit steht für die Corona-Impfungen nach den Produkten von Biontech und Moderna nun ein dritter Impfstoff zur Verfügung. Die ersten mehr als 74.000 Corona-Impfdosen wurden bereits geliefert.

Die Impfreihenfolge könne nur die Ständige Impfkommission (StiKO) verändern, betonte Laumann auf die Frage, ob jetzt auch Lehrkräfte und Erzieherinnen geimpft werden könnten. Diese seien in der Reihenfolge nur bei Priorität 3. Das NRW-Gesundheitsministerium werde sich «penibel» an die vorgegebene Reihenfolge halten. Eine Änderung dürfe "keine politische Entscheidung sein".

Anders als bei den Impfstoffen von Biontech und Moderna werde NRW die Impfdosen von Astrazeneca komplett für die Erstimpfungen einsetzen - und nicht die Hälfte für die zweite Spritze zurücklegen, sagte Laumann. Er sehe kein Risiko, dass für die zweite Impfung in neun bis zwölf Wochen nicht genug Impfstoff da sei.

Update, 8. Februar, 13.15 Uhr: Laumann kritisiert Vordrängler bei Corona-Schutzimpfungen

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat Vordrängler bei Corona-Schutzimpfungen kritisiert. "Ich habe für dieses Vordrängeln überhaupt kein Verständnis", sagte Laumann am Montag in Düsseldorf. Strafrechtliche Sanktionen lehne er jedoch ab. Das öffentliche Urteil, das darüber gefällt werde, reiche.

Laumann fügte hinzu, Bundeskanzlerin Angela Merkel (ebenfalls CDU) habe mit dem Satz "Wir lassen uns impfen, wenn wir dran sind in unserer Bevölkerungsgruppe" dazu alles gesagt. Damit sei jeder gut beraten. Natürlich solle nirgendwo Impfstoff "verkommen". Wo Impfdosen übrig blieben, sollten sie aber in derselben Prioritäten-Gruppe gespritzt werden.

Zuletzt war bekannt geworden, dass der Oberbürgermeister im sachsen-anhaltinischen Halle, Bernd Wiegand (parteilos), und zehn seiner Stadträte bereits eine Impfung bekommen hatten. Auch in NRW gab es entsprechende Fälle. Unter anderem hatten sich der 31 Jahre alte Bürgermeister von Hennef, Mario Dahm (SPD), und Feuerwehrfunktionäre vorab impfen lassen.

Update, 8. Februar, 13.02 Uhr: Mehr als 670.000 Impftermine für über 80-Jährige vergeben

In NRW sind bisher für rund 673.000 zu Hause lebende Menschen im Alter ab 80 Jahren Termine für die erste Corona-Impfung vergeben worden. Das teilte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag in Düsseldorf mit. Im Rheinland gebe es derzeit noch 36.000 freie Termine, in Westfalen rund 63.000. Er hoffe, dass die Anmeldungen in den kommenden Tagen weitgehend abgeschlossen werden können.

In NRW nahmen am Montag alle 53 Impfzentren ihren Betrieb auf. Zuerst geimpft werden zu Hause lebende Menschen ab 80 Jahren, die zuvor einen festen Termin vereinbart haben. Trotz des Wintereinbruchs müssten sich die alten Menschen keine Sorgen machen, wenn sie ihren Impftermin am Montag nicht wahrnehmen könnten, sagte Laumann.

Sie sollten dann am Dienstag zur gleichen Uhrzeit ins Impfzentrum kommen und müssten vorher auch nicht anrufen. Das gehe ganz "unkompliziert". Das gelte auch für weitere Tage, wenn das Wetter so schlecht bleibe.

Update, 8. Februar, 7.39 Uhr: Mehr freie Plätze in NRW-Pflegeheimen

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie stehen in Nordrhein-Westfalen mehr Pflegeheimplätze zur Verfügung als noch zuvor (Symbolbild).
Seit Ausbruch der Corona-Pandemie stehen in Nordrhein-Westfalen mehr Pflegeheimplätze zur Verfügung als noch zuvor (Symbolbild).  © Bodo Marks/dpa

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie stehen in Nordrhein-Westfalen mehr Pflegeheimplätze zur Verfügung als noch zuvor.

Das Landesgesundheitsministerium geht davon aus, dass viele Familien mit Pflegebedürftigen die Suche nach einem Pflegeplatz aufschieben, um die Entwicklungen in der Pandemie abzuwarten, hieß es auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit sind laut der Anwendung "Heimfinder NRW" rund 2900 Dauerpflegeplätze sofort frei. Im März 2020 standen dort laut Ministerium zwischenzeitlich nur rund 450 Plätze zur Verfügung.

Wie aus den vorgelegten Vergleichszahlen weiter hervorgeht, kletterte die Zahl der freien Plätze über den Sommer dauerhaft auf über 1000. Im September lagen die Zahlen knapp darunter und haben sich seither aber nahezu verdreifacht.

Bei der Kurzzeitpflege zeigt sich ein ähnliches Bild: Zurzeit sind mehr als 1400 Kurzzeitpflegeplätze nicht belegt. Mitte März waren zwischenzeitlich nur zwischen 200 und 270 solcher Plätze verfügbar.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz zeigte sich überzeugt, dass die hohen Todeszahlen in Pflegeheimen ausschlaggebend für die gewachsenen freien Kapazitäten sind: "Da die meisten Opfer der Pandemie auch in Nordrhein-Westfalen Heimbewohner sind, offenbaren sich die Fehler der Corona-Politik klar in der Belegungsstatistik", teilte Stiftungsvorstand Eugen Brysch mit.

Die Behauptung, Pflegebedürftige zögen allein aus Angst vor Isolation nicht in die Einrichtungen, solle von diesem Versagen ablenken, so Brysch. Laut Gesundheitsministerium wurden in stationären Pflegeeinrichtungen inzwischen rund 5000 Corona-Tote gezählt. Inwieweit damit durch die Pandemie die Zahl frei werdender Plätze insgesamt größer ist als üblich, lässt sich aufgrund fehlender Vergleichszahlen nicht feststellen, hieß es aus dem Ministerium.

Update, 7. Februar, 15.18 Uhr: Corona-Zahlen für Köln

Mit Stand Sonntag, 7. Februar 2021, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 31.551. (Vortag: 31.416) bestätigten Coronavirus-Fall. Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 87,1 und die Reproduktionszahl bei 1,23, teilte die Stadt Köln am Sonntag mit.

232 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 77 auf Intensivstationen.

Aktuell sind 1.178 Kölner nachweislich getestet mit dem Corona-Virus infiziert.

Update, 7. Februar, 8.59 Uhr: Kölner Dreigestirn besucht Senioren in Heim auf Abstand

Das Kölner Dreigestirn aus Prinz, Bauer und Jungfrau hat am Samstag ein Seniorenheim besucht. Die drei "Tollitäten" sprachen dort auf Abstand mit Personal und Bewohnern.

Eine Sprecherin des Festkomitees Kölner Karneval sagte, angesichts der Corona-Pandemie hätten die meisten Termine online stattfinden müssen.

Besuche, die einen sozialen Charakter hätten, seien jedoch wenn möglich beibehalten worden, natürlich immer unter Beachtung aller Corona-Regeln. So konnten die Bewohner des Heims dem Dreigestirn von Fenstern oder Balkonen aus zuwinken.

Update, 6. Februar, 15.56 Uhr: Weiterer Impfstoff in NRW eingetroffen

Für die Corona-Impfungen in Nordrhein-Westfalen steht nun ein dritter Impfstoff zur Verfügung. Die ersten 74 400 Corona-Impfdosen des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca seien am Samstag wie erwartet geliefert worden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Mit diesem dritten Impfstoff nach den Produkten von Biontech und Moderna kann voraussichtlich ab der kommenden Woche im bevölkerungsreichsten Bundesland geimpft werden. Details dazu will NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag bekanntgeben.

Bis einschließlich der ersten Märzwoche sollen nach früheren Angaben Laumanns etwa 600.000 Impfdosen von Astrazeneca in NRW eintreffen. Nach den jüngsten Daten des Bundesgesundheitsministeriums könnten es sogar fast 700.000 sein.

Update, 6. Februar, 14.30 Uhr: Britische Corona-Mutation in Düsseldorf

Ein Wohnungsloser soll sich mit der britischen Corona-Mutation infiziert und danach in einer Notunterkunft in Düsseldorf übernachtet haben. Die Person befinde sich inzwischen in einer städtischen Quarantänestation, teilte eine Sprecherin der Stadt am Samstag mit. Es gehe ihr gut.

Nachdem die Infektion bekannt wurde, wurden 16 Kontaktpersonen vorsorglich in Quarantäne geschickt. 13 weitere Personen würden derzeit noch ermittelt. Die unter Quarantäne stehenden Menschen wurden ebenfalls in eine städtische Einrichtung gebracht. Dort sollen Bewohner von Sammelunterkünften isoliert werden können.

Laut Stadtsprecherin werden mobile Teams am Wochenende auch in 17 weiteren Unterkünften in Düsseldorfs Schnelltests durchführen.

Update, 6. Februar, 13.55 Uhr: Laschet will Priorität für Schule und Kinder bei Corona-Lockerungen

Armin Laschet, Bundesvorsitzender der CDU.
Armin Laschet, Bundesvorsitzender der CDU.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Vor den Bund-Länder-Beratungen zum Corona-Kurs hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) eine Priorität für Schule und Kinder bei möglichen Lockerungen gefordert. "Uns ist allen klar, Schule, Bildung, Kinderbetreuung muss absolute Priorität haben", sagte Laschet am Samstag auf dem CDU-Landesparteitag im niedersächsischen Hildesheim.

"Ehe wir irgendein Geschäft oder etwas anderes öffnen, muss die Bildung für unsere Kinder wieder in Gang gesetzt werden, denn wir richten mit dem Lockdown auch Schäden an", sagte der CDU-Bundesvorsitzende, der zu dem weitestgehend online organisierten Parteitag zugeschaltet wurde. "Wenn Kinder wochenlang nicht in der Schule sind, nicht gesehen werden, gibt es Kindeswohlgefährdung und da werden Bildungschancen gefährdet."

Nötig sei ein größtmöglicher Konsens der CDU- und SPD-geführten Länder am Mittwoch bei der nächsten Corona-Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten. "Das werden wir auch am Mittwoch machen."

Update, 6. Februar, 09.51 Uhr: NRW erwartet erste Impfstoff-Lieferung von Astrazeneca

Die ersten 74.400 Corona-Impfdosen des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca werden an diesem Samstag in Nordrhein-Westfalen erwartet.

Mit diesem dritten Impfstoff nach den Produkten von Biontech und Moderna kann voraussichtlich ab der kommenden Woche im bevölkerungsreichsten Bundesland geimpft werden. Bis einschließlich der ersten Märzwoche sollen nach Angaben von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) etwa 600.000 Impfdosen von Astrazeneca eintreffen.

Nach den jüngsten Daten des Bundesgesundheitsministeriums könnten es sogar fast 700.000 sein.

Update, 5. Februar, 16.51 Uhr: NRW-Familienminister legt Lockdown-Exit-Stategie vor

Nordrhein-Westfalens stellvertretender Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) hat einen Fünf-Stufen-Plan zum Ausstieg aus dem Corona-Lockdown vorgelegt. Eine schlichte Verlängerung der derzeit bis zum 14. Februar befristeten Einschränkungen erscheine "ebenso unangemessen wie eine weitgehende Aufhebung", heißt es in seinem am Freitag in Düsseldorf vorgestellten "NRW-Plan". Bei dem Papier handle es sich um einen "persönlichen Vorschlag", erklärte der NRW-Familienminister.

Seine fünf Stufen für Lockerungen in Kitas, Schulen, Handel, Gastronomie, Sport, Kultur und Freizeit seien nicht allein an der Sieben-Tage-Inzidenz ausgerichtet, betonte Stamp. "Es müssen weitere Indikatoren hinzugezogen werden, um zu einer geeigneten Grundlage für politsche Entscheidungen zu kommen."

Dazu zähle etwa die Neuinfektionsrate bei der besonders gefährdeten Gruppe der über 80-Jährigen, die Krankenhausbelegung, die Möglichkeit, Infektionsketten nachzuverfolgen und die Verfügbarkeit zertifizierter Selbsttests.

Derzeit befinde sich NRW in Phase 1, sagte Stamp. In seinem Papier ist die Stufe unter anderem gekennzeichnet durch eine landesweite Sieben-Tages-Inzidenz zwischen 100 und 75 Neuinfektionsfällen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, einer Ü-80-Inzidenz zwischen 200 und 150, der steigenden Zahl freier Plätze auf Intensivstationen und sinkenden Einweisungszahlen von Covid-19-Patienten.

"Perspektivisch" wünsche er sich in dieser Stufe folgende Veränderungen: Präsenz- und/oder Wechselunterricht - vorrangig für Grundschulen und Abschlussklassen - Außensport für Kinder, Öffnungen für Friseure bei fester Terminvergabe sowie für den Handel mit Kundenbegrenzungen und Hygiene-Auflagen.

Update, 5. Februar, 16.15 Uhr: Inzidenz in Köln liegt bei 91,3

Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 91,3 und die Reproduktionszahl bei 0,97. 226 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 75 auf Intensivstationen.

Dem Gesundheitsamt wurden vier weitere verstorbene Personen gemeldet, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden: es handelt sich um einen 74-Jährigen, einen 76-Jährigen, einen 77-Jährigen und einen 89-Jährigen.

Bislang sind 458 Kölnerinnen und Kölner verstorben, die positiv auf Covid-19 getestet wurden. Aktuell sind 1211 Kölnerinnen und Kölner mit dem Corona-Virus infiziert.

Update, 5. Februar, 13.25 Uhr: Kalkar will AfD-Versammlung verbieten

Im vergangenen November hatte in Kalkar noch der AfD-Bundesparteitag stattgefunden.
Im vergangenen November hatte in Kalkar noch der AfD-Bundesparteitag stattgefunden.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Die niederrheinische Stadt Kalkar will den im "Wunderland" geplanten Parteitag der NRW-AfD zur Aufstellung ihrer Bundestagskandidaten verbieten.

Die Stadt habe eine entsprechende Ordnungsverfügung gegen das privat betriebene Freizeitzentrum ausgesprochen, sagte ein Stadt-Sprecher am Freitag. Grund sei, dass sich in unmittelbarer Nähe zum Tagungsort das Corona-Impfzentrum befinde. Die Stadt befürchte, dass die Erreichbarkeit des Impfzentrums "massiv gestört" werden könnte.

Zu den für Ende Februar und Anfang März geplanten AfD-Veranstaltungen werden nach Angaben des Sprechers bis zu 600 Delegierte erwartet.

Es sei davon auszugehen, dass es aufgrund von Gegendemonstrationen und einem entsprechenden Polizeiaufgebot weiträumige Straßensperrungen und Zugangskontrollen geben werde.

Update, 5. Februar, 11.54 Uhr: Gut sechs Milliarden Euro Corona-Hilfen für NRW-Wirtschaft ausgezahlt

Seit Beginn der Corona-Krise sind in Nordrhein-Westfalen bereits rund 6,2 Milliarden Euro an Hilfsgeldern an Unternehmen, Freiberufler und Soloselbstständige ausgezahlt worden.

Diese Hilfszahlungen und Konjunkturpakete hätten dazu beigetragen, dass die NRW-Wirtschaft bislang etwas besser durch die Krise gekommen sei als der Bundesdurchschnitt, sagte der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart am Freitag in Düsseldorf.

Allein die Auszahlungen für die sogenannte Novemberhilfe beliefen sich mittlerweile auf 573 Millionen Euro. Mittlerweile hätten die Bezirksregierungen hier rund 41.000 Anträge bewilligt, berichtete Pinkwart. Im Rahmen der Dezemberhilfe seien darüber hinaus weitere 320 Millionen Euro geflossen - meist als Abschlagszahlungen. Im Rahmen der Überbrückungshilfe II wurden bereits 34.000 Anträge bewilligt und 495 Millionen Euro ausgezahlt.

Der Wirtschaftsminister plädierte gleichzeitig dafür, nun möglichst rasch zu einem Öffnungsfahrplan für die Unternehmen zu kommen. Die von einigen Ländern erstellten Stufenpläne seien hier eine gute Grundlage.

Einiges spreche dafür, diejenigen Unternehmen, die man zuletzt in den Lockdown geschickt habe, auch als erste wieder daraus zu entlassen, sagte der FDP-Politiker - auch deshalb weil diese Branchen nicht in den Genuss der Überbrückungshilfen kämen.

Update, 5. Februar, 11.18 Uhr: NRW lässt 8,7 Millionen Masken an Bedürftige verteilen

Das Land Nordrhein-Westfalen stellt rund 8,7 Millionen medizinische Schutzmasken für Bedürftige zur Verfügung. Wie das Gesundheitsministerium am Freitag in Düsseldorf mitteilte, werden die Kommunen informieren, wie und wo die Masken in den nächsten Tagen vor Ort zu erhalten sind. Rund drei Millionen von ihnen sollen demnach über die Tafeln verteilt werden und 600.000 weitere über das Netzwerk der freien Wohlfahrtspflege an Obdachlose.

Dies sei nur ein erster Schritt zu unbürokratischer Hilfe, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). "Eine weitere Tranche ist geplant." Laumann bat um Verständnis, falls es anfangs zu Verzögerungen bei der Verteilung kommen sollte. Etwas Vorbereitungszeit sei in den Kommunen nötig. Derzeit beziehen in NRW nach Angaben des Ministeriums rund 1,4 Millionen Menschen Sozialleistungen für Bedürftige und Asylbewerber.

Update, 5. Februar, 11.13 Uhr: Keine Rückstellungen bei Astrazeneca-Impfstoff

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plädiert dafür, bei dem Impfstoff von Astrazeneca keine Rückstellungen zu bilden.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plädiert dafür, bei dem Impfstoff von Astrazeneca keine Rückstellungen zu bilden.  © Michael Kappeler/dpa

Nordrhein-Westfalen wird die ersten 600.000 Impfdosen von Astrazeneca komplett für die Erstimpfungen einsetzen, ohne Rückstellungen zu bilden.

Das bevölkerungsreichste Bundesland folgt damit einer Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), wie ein Sprecher des Landesgesundheitsministeriums am Freitag in Düsseldorf auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte.

"Die großen Unterschiede zwischen Impfstoffen sind der Eintritt der hohen Wirksamkeit sowie der Zeitraum zwischen Erst- und Zweitimpfung", erläuterte er. Bei Astrazeneca trete hohe Wirksamkeit bereits nach der ersten Impfung ein, bei Biontech und Moderna sei für den vollständigen Schutz die Zweitimpfung erforderlich.

Auch beim zeitlichen Abstand zwischen der Erst- und der Zweitimpfung gebe es bei den Impfstoffen Unterschiede: Beim Impfstoff von Biontech sollte die Zweitimpfung den Ministeriumsangaben zufolge drei Wochen und bei dem von Moderna vier Wochen nach der Erstimpfung erfolgen. Beim Impfstoff von Astrazeneca sollte demnach die zweite Spritze zwischen der neunten und zwölften Woche verabreicht werden.

"Dieser im Verhältnis lange Zeitraum eröffnet darüber hinaus Spielräume, um Lieferengpässe auszugleichen", unterstrich der Sprecher. Es sei somit durchaus sinnvoll, beim einen Impfstoff strikt Rücklagen zu bilden und beim anderen "durchzuimpfen".

Update, 5. Februar, 8.05 Uhr: Kennziffer für Corona-Neuinfektionen stagniert

Die wichtige Kennziffer für Corona-Neuinfektionen stagniert nahezu in Nordrhein-Westfalen. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies am Freitagmorgen 77,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen aus. Am Vortag hatte dieser Richtwert minimal darunter bei 77,2 gelegen.

Zielmarke von Bund und Ländern ist eine Inzidenz - wie der Wert auch genannt wird - von höchstens 50. A