Internet-Kriminalität: NRW bekommt wegen Zehntausender neuer Fälle "Cyber-Cops"

Düsseldorf - Die Internetkriminalität nimmt zu. Zu dem Ergebnis kommt der Verfassungsschutz in Nordrhein-Westfalen. Gerade in Zeiten von Corona kämen Angriffe im Netz noch häufiger vor. "Cyber-Cops" sollen das Problem nun lösen.

Da Internetkriminalität ein ernstzunehmendes Problem ist, möchte der NRW-Verfassungsschutz gezielter vorgehen. (Symbolfoto)
Da Internetkriminalität ein ernstzunehmendes Problem ist, möchte der NRW-Verfassungsschutz gezielter vorgehen. (Symbolfoto)  © Nicolas Armer/dpa

Der NRW-Verfassungsschutz soll künftig vor Cyber-Attacken warnen. Das ist Teil eines Konzepts für mehr Cyber-Sicherheit, das NRW-Innenminister Herbert Reul (68, CDU) am Donnerstag vorgestellt hat.

Das Online-Portal www.cybersicherheit.nrw werde Bürger, Unternehmen und Institutionen über Themen wie Passwortsicherheit, Daten-, Identitätsdiebstahl und Wirtschaftsspionage informieren.

Nordrhein-Westfalen sei das erste Bundesland, das eine Koordinierungsstelle dieser Art eingerichtet habe.

Um digitale Bedrohungen für die innere Sicherheit in Nordrhein-Westfalen besser abwehren zu können, verstärkten Polizei und Verfassungsschutz ihre Maßnahmen.

Die Computerkriminalität sei im Corona-Jahr 2020 um 20,8 Prozent auf 24.300 Fälle angestiegen, den höchsten Stand seit fünf Jahren. "Deshalb brauchen wir Cyber-Cops", so Reul. 2020 habe die nordrhein-westfälische Polizei 78 neue Stellen in der Online-Sachfahndung geschaffen. In diesem Jahr kämen noch einmal 31 Stellen hinzu.

Die Bedeutung des Verfassungsschutzes werde im Bezug auf Bedrohungen aus dem Ausland deutlich: Allein im Jahr 2020 habe der Landesverfassungsschutz 110 Unternehmen und Institutionen in Nordrhein-Westfalen vor Angriffsversuchen fremder Nachrichtendienste gewarnt.

Titelfoto: Nicolas Armer/dpa

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