Im Visier der Ermittler: NRW-Medienaufsicht warnt Teenager vor Sexting

Düsseldorf - Die Medienaufsicht in Nordrhein-Westfalen warnt Jugendliche vor Sexting, also dem Austausch erotischer Inhalte per Smartphone.

Für viele Jugendliche gehört der Austausch erotischer Inhalte per Smartphone ("Sexting") mittlerweile zur Entdeckung der eigenen Sexualität.
Für viele Jugendliche gehört der Austausch erotischer Inhalte per Smartphone ("Sexting") mittlerweile zur Entdeckung der eigenen Sexualität.  © Sebastian Gollnow/dpa

Mit dem Versenden von Nacktbildern können sich Jugendliche strafbar machen. Den meisten sei das gar nicht bewusst, teilte die Landesanstalt für Medien am Dienstag mit.

Für viele Jugendliche gehöre Sexting mittlerweile zur Entdeckung der eigenen Sexualität. Dabei könne dies den Tatbestand der Verbreitung, des Besitzes oder Erwerbs von Jugendpornografie erfüllen.

Über 40 Prozent der Verdächtigen, die ins Visier der Ermittler geraten, seien inzwischen minderjährig – und die Zahlen steigen rasant an, warnen die Medienwächter. Mit einer landesweiten Kampagne warnt die Behörde nun Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren auf mehr als 1500 Großflächenplakaten.

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Zusätzlich zu den Plakaten und einer Website werden über 300 Einrichtungen der Jugendarbeit in NRW mit einem Poster-Set zur Kampagne ausgestattet.

Auch allen weiterführenden Schulen in NRW werden Poster kostenfrei etwa für die Verwendung im Unterricht angeboten.

Am unlängst verschärften Gesetz zur Kinder- und Jugendpornografie gibt es reichlich Kritik. Experten warnen, mit dem Gesetz würden Jugendliche und sogar Belästigungsopfer kriminalisiert.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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