Immer weniger Corona-Fälle in NRW-Gefängnissen, Entschädigungen für 1900 Insassen

Düsseldorf - In Nordrhein-Westfalen sinkt die Zahl von positiv auf das Coronavirus getesteten Häftlingen.

Fast 1900 Gefangene in Nordrhein-Westfalen haben Entschädigungen für coronabedingte Arbeitsausfälle beantragt.
Fast 1900 Gefangene in Nordrhein-Westfalen haben Entschädigungen für coronabedingte Arbeitsausfälle beantragt.  © Friso Gentsch/dpa

Waren es im März noch 1411, lag die Zahl im August nur noch bei 152. Das geht aus einem Papier des Justizministeriums an den Landtag hervor.

Wie aus dem Bericht an den Rechtsausschuss hervorgeht, gab es seit März 2020 insgesamt 5141 Corona-Fälle unter den Gefangenen. In NRW gibt es etwa 14.000 Haftplätze. Unter den Bediensteten gab es seit März 2020 rund 4800 Corona-Fälle.

Eine Prognose für den Herbst will das Ministerium nicht abgeben: Ob es dann wieder strengere Maßnahmen in den Gefängnissen geben werde, sei nicht absehbar.

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Das hänge – so der Bericht – unter anderem vom "Umfang des künftigen Infektionsgeschehens", sowie der "Gefährlichkeit vorherrschender Virusvarianten" und dem "lmmunisierungsgrad der Bevölkerung" ab.

Wie aus dem Bericht an den Landtag weiter hervorgeht, haben fast 1900 Gefangene Entschädigungen für Arbeitsausfälle wegen Corona beantragt. JVA-Werkstätten waren teilweise geschlossen, die Inhaftierten konnten dann ihren Jobs im Knast nicht nachgehen.

Insgesamt wurden seit März 2022 laut Ministerium so knapp 106.000 Euro an Entschädigungen ausgezahlt.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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