Kinderärztliche Videosprechstunde feiert Comeback im Rheinland - Gefahr aus China?

Düsseldorf - Angesichts steigender Zahlen bei Atemwegserkrankungen bietet die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) ab dem 2. Dezember wieder eine Videosprechstunde für den kinderärztlichen Notdienst im Rheinland an.

Ab dem 2. Dezember wird es im Rheinland wieder eine Notfall-Videosprechstunde für erkrankte Kinder geben. (Symbolbild)
Ab dem 2. Dezember wird es im Rheinland wieder eine Notfall-Videosprechstunde für erkrankte Kinder geben. (Symbolbild)  © Monika Skolimowska/ZB/dpa

Das Angebot soll in den kommenden Wochen die Praxen der Kinderärzte sowie die ambulanten Notdienstpraxen in der Region entlasten, kündigte die KVNO im Vorfeld an. Details zur geplanten Videosprechstunde will sie am Dienstag vorstellen.

Dem vorausgegangen ist ein Pilotprojekt rund um den Jahreswechsel 2022/2023. Eltern erkrankter Kinder konnten darüber direkt und unkompliziert mit einer Kinderärztin oder einem Kinderarzt Kontakt aufnehmen, um eine erste medizinische Einschätzung zu erhalten, hieß es damals.

Dabei sollte auch geklärt werden, ob der Besuch einer Kinder-Notdienstpraxis erforderlich sei. Nach Angaben der KVNO nutzten damals auch Patienten aus Westfalen-Lippe das Angebot.

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Zahlreiche Kinderarztpraxen und Kinderstationen waren im Dezember des vergangenen Jahres überfüllt. Experten berichteten damals von einer Welle an Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV).

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (60, SPD) sieht nach einer Häufung von Atemwegserkrankungen bei Kindern im Norden Chinas aktuell keine Gefahr für Deutschland.

Nach Rücksprache mit China: WHO gibt Entwarnung

"Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass es sich um eine saisonale Häufung mit bekannten Erregern handelt, also keine neuen Erreger, keine besondere Gefahr, insbesondere auch keine Gefahr für Europa", sagte er am Freitag.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte nach Rücksprache mit chinesischen Behörden bereits Entwarnung gegeben.

Titelfoto: Monika Skolimowska/ZB/dpa

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