Messerattacke in Mannheim: Landtag in NRW gedenkt getötetem Polizisten (†29)

Düsseldorf - Der Landtag hat seine Sondersitzung am heutigen Montag mit einer Gedenkminute für den getöteten Polizisten (29) aus Mannheim begonnen.

Seit dem vergangenen Freitag legen unzählige Menschen Blumen als Zeichen des Gedenkens an den Tatort.
Seit dem vergangenen Freitag legen unzählige Menschen Blumen als Zeichen des Gedenkens an den Tatort.  © Rene Priebe/pr-video/dpa

"Das macht uns alle betroffen und fassungslos. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei seiner Familie und den Freunden", sagte Landtagspräsident André Kuper (63) zu Beginn der Plenarsitzung.

Ein 25-Jähriger hatte am Freitagvormittag auf dem Marktplatz in der Mannheimer Innenstadt bei einer Veranstaltung der islamkritischen Bewegung Pax Europa (BPE) sechs Männer verletzt, darunter den Polizisten.

Der 29-Jährige erlag am Sonntagnachmittag seinen Verletzungen. Der Angreifer mit afghanischer Staatsbürgerschaft hatte dem Beamten mehrmals in den Kopfbereich gestochen.

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Der Landtag ist am Montag zu einer von der SPD-Fraktion beantragten Sondersitzung zusammengekommen, die sich eigentlich um den Landeshaushalt und die geplante Neuverschuldung dreht. Dennoch nutzte Kuper die Gelegenheit, um auf die Tat von Mannheim einzugehen.

Messerattacke aus Mannheim schockiert NRW-Landtag

"Rettungskräfte aller Art, die sich täglich für unseren Schutz, unser Wohlsein, einsetzen, erhalten unsere volle Solidarität", so der Landtagspräsident: "An uns als Gesellschaft liegt es, diese Menschen zu unterstützen. Viel zu oft werden Hilfskräfte respektlos behandelt oder angegriffen."

Der Landtag stehe "an der Seite derer, die in unserem Auftrag ihren Dienst tun. Täglich begeben sie sich in Gefahr, auch hier in Nordrhein-Westfalen, um Menschen zu schützen, zu helfen und unsere Demokratie zu verteidigen.

Wer unsere Hilfskräfte angreift oder Hilfsmaßnahmen behindert, wird die Härte des Rechtsstaates spüren", so Kuper.

Titelfoto: Rene Priebe/pr-video/dpa

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