Halbinsel Eiderstedt - Dramatischer Einsatz im schleswig-holsteinischen Wattenmeer: Am Mittwochmorgen hatte ein Krabbenkutter vor der Halbinsel Eiderstedt mit starkem Wassereinbruch zu kämpfen! Zwei Fischer waren an Bord der "Eltje Looden" und gerieten in Seenot.
Kurz nach 9 Uhr setzte die Besatzung des Bootes den Notruf ab, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit.
Zwar konnten die Fischer das eindringende Wasser zunächst mit einer bordeigenen Pumpe unter Kontrolle halten, doch die Lage wurde immer kritischer.
Zum Zeitpunkt des Notrufs befand sich der Kutter etwa elf Kilometer westlich des nordfriesischen Außensandes Süderoogsand.
Insgesamt zwei Seenotrettungskreuzer machten sich schließlich auf den Weg zur "Eltje Looden". An Bord des Kutters verschärfte sich währenddessen die Situation.
Immer mehr Wasser drang in den Holzkutter ein. Die Ursache dafür war zunächst unklar.
Als eines der Seenotrettungsboote den Havaristen erreichte, stiegen die Einsatzkräfte sofort mit einer Tauchpumpe und einem Lecksegel auf die "Eltje Looden" über.
Die zusätzliche Pumpe zeigte Wirkung: Der Wasserstand im Inneren des Kutters konnte bei etwa 20 bis 30 Zentimetern gehalten werden. Offenbar drang das Meerwasser oberhalb der Wasserlinie durch eine Kalfaterung am Rumpf ein. Dabei handelt es sich um die Abdichtung zwischen den Holzplanken eines Schiffsrumpfes.
Seenotretter auf der Nordsee im Einsatz: Fischer samt Krabbenkutter zurück im Hafen
Wenig später traf auch der zweite Seenotrettungskreuzer am Havaristen ein.
Dessen Tochterboot brachte einen weiteren Seenotretter sowie eine dritte Pumpe zur "Eltje Looden". Zum Einsatz kam diese jedoch nicht mehr – die vorhandene Pumpenleistung reichte aus, um den Kutter schwimmfähig zu halten.
Glück für die Fischer: Der Wassereinbruch wurde allmählich schwächer. Zudem blieb der Kutter trotz des Wassereinbruchs aus eigener Kraft manövrierfähig.
Unter Sicherungsbegleitung der beiden Seenotrettungskreuzer nahm die "Eltje Looden" schließlich Kurs auf den Hafen von Büsum.
Dort lief der Kutter sicher ein. Weitere Hilfe war im Hafen nicht erforderlich. So drang dort kein Wasser mehr in das Schiff ein.
Noch am selben Tag sollte eine Werft die genaue Ursache des Wassereinbruchs untersuchen. Für die beiden Fischer endete der gefährliche Einsatz damit glimpflich. Sie blieben unverletzt.