Nicht schon wieder! Buckelwal auf dem Weg nach Deutschland

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Sonderburg - Der nächste Buckelwal ist in der Ostsee unterwegs. Der Ozeanriese wurde zuletzt bei Sonderburg in Dänemark gesichtet.

Der Buckelwal wurde am Samstag im Kleinen Belt gesichtet.
Der Buckelwal wurde am Samstag im Kleinen Belt gesichtet.  © Linda Frølund Hansen/Bridgewalking

Am 21. Juni machten Bilder und ein Video von der dänischen Touristenführerin Linda Frølund Hansen (51) die Runde in den sozialen Medien. Am Samstag war sie mit einer Gruppe auf der Lillebæltsbro über dem Kleinen Belt unterwegs.

"Ich hatte den Gästen gerade erzählt, dass es in den inneren dänischen Gewässern viele Wale gibt, insbesondere im Lillebælt - nämlich die kleinen Wale, die Schweinswale genannt werden. Wir sehen sie oft von der Brücke aus, und es macht immer Spaß, sie zu entdecken. Deshalb waren wir besonders aufmerksam und hielten Ausschau nach Bewegungen im Wasser", so Hansen gegenüber TAG24.

Doch von kleinen Schweinswalen fehlte jede Spur. Stattdessen tauchte unter Brücke etwas viel Größeres auf.

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"Plötzlich glitt etwas Weißes und Spitzes langsam unter der Brücke hervor. Mehrere von uns entdeckten es gleichzeitig", erzählt die Dänin. Zunächst hielt die Gruppe es für ein Ruderboot.

"Doch sehr schnell wurde uns klar, dass sich das, was wir sahen, im Wasser befand - nicht darauf. Und dann gab es keinen Zweifel mehr: Es war ein Wal!", so Hansen, die das Tier als auffallend hell beschrieb.

Sie veröffentlichte die Bilder, um zu erfahren, um welche Art es sich handelt. Schnell war klar, dass es ein Buckelwal ist.

Deutsches Meeresmuseum bestätigt mehrere Sichtungen

Zuletzt strandete im März Buckelwal "Timmy" an der deutschen Küste. Seine Reise endete schließlich vor der Insel Anholt.
Zuletzt strandete im März Buckelwal "Timmy" an der deutschen Küste. Seine Reise endete schließlich vor der Insel Anholt.  © Jonas Walzberg/dpa

"Der Wal stieß ein paarmal Luft aus und tauchte dann ganz ruhig wieder ab, bis er im 20 bis 30 Meter tiefen Wasser verschwand", erinnert sich die 51-Jährige. Das gesamte Erlebnis dauerte etwa eine Minute, schätze sie.

Eine Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums bestätigte gegenüber TAG24, dass es sich um einen Buckelwal handelt.

Und den Wissenschaftlern liegen noch weitere Sichtungen vor. Zuletzt hat sich der Meeressäuger im Augustenborg Fjord bei Sonderburg gezeigt. Von dort ist es nicht mehr weit bis in die Flensburger Förde.

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Ob er es bis dorthin schafft, ist aber ungewiss. "Der Wal sieht sehr krank aus", so die Sprecherin. Teilweise mache das Tier einen sehr apathischen Eindruck.

Sollte das Tier tatsächlich nach Deutschland kommen und hier stranden, wäre in Schleswig-Holstein das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) zuständig, in Mecklenburg-Vorpommern das Deutsche Meeresmuseum.

Titelfoto: Linda Frølund Hansen/Bridgewalking

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