175. Jubiläum: Königstein lädt zum Festungs-Sturm über die Außenmauer ein!

Königstein - Achtung Kletterer! Nur einer darf sich rühmen, jemals die Festung Königstein erstürmt zu haben - und das ist Sebastian Abratzky. Der 17-jährige Schornsteinfeger-Geselle kletterte am 19. März 1848 an der Festungsmauer empor und gelangte auf das Plateau der als uneinnehmbar geltenden Wehranlage.

Festungs-Chef André Thieme (53) hält jede Menge attraktive Angebote für Besucher auf Königstein bereit.
Festungs-Chef André Thieme (53) hält jede Menge attraktive Angebote für Besucher auf Königstein bereit.  © Marko Förster

Das 175-jährige Jubiläum dieses Abenteuers ist ein Höhepunkt des Königsteiner Festungsjahres 2023.

Am 19. März können auch Laien mithilfe von Profis auf dem historischen Kletterpfad im Fels-Kamin nach oben und über die Mauer steigen. Weniger schweißtreibend ist der normale Zutritt übers Medusen-Tor - und er lohnt sich!

Die Sonderausstellung "Von Möhrenbeet bis Festungswald" geht vom 1. April bis 31. Oktober in die Verlängerung.

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Familien sind zum Spieletag (12. Februar), zum "Familien-Spiele-Fest(ung)" am 20./21. Mai, zum Kinderfest (4. Juni) und zum Märchenfest (23. Juli) geladen.

Die Historienspektakel "Die Schweden erobern den Königstein" (10./11. Juni) und "Kanonendonner über dem Elbtal" (26. August), fünf Konzerte und der Weihnachtsmarkt an den Adventswochenenden runden das Programm ab.

"Nach dem Einbruch der Besucherzahlen erst durch Corona und dann durch die Waldbrände sind wir zuversichtlich, dass sie nun langsam wieder steigen", so Festungs-Chef André Thieme (53).

Er war der Erste!

Sebastian Abratzky kletterte als 17-jähriger Schornsteinfeger-Geselle am 19. März 1848 über die Festungsmauer.
Sebastian Abratzky kletterte als 17-jähriger Schornsteinfeger-Geselle am 19. März 1848 über die Festungsmauer.  © Wikipedia/Thomas Tuerpe
So leicht wie diese Kletterer hatte es Abratzky nicht.
So leicht wie diese Kletterer hatte es Abratzky nicht.  © Marko Förster

2022 zählte Königstein 396.000 Besucher - 110.000 weniger als 2019. "Mit mehr als 500.000 Besuchern arbeiten wir wirtschaftlich." Wermutstropfen für die Gäste: Ab 1. April erhöht sich der Eintritt von 13 auf 15 Euro. Spartipp: Bis 19. März gibt es zwei Jahreskarten (à 30 Euro) zum Preis von einer.

Titelfoto: Bildmontage: Marko Förster

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