9-Euro-Ticket ade: Kommt jetzt der Sachsentarif?

Dresden - Das 9-Euro-Ticket soll auslaufen, doch im Freistaat rollt ein neues Angebot an: der Sachsentarif. Ab kommendem Jahr sollen Fahrgäste mit einem einzigen Ticket quer durch Sachsen fahren können. Doch die Preise sind noch nicht entschieden.

Das 9-Euro-Ticket hat teils zu vollen Bahnsteigen und Zügen geführt, wie hier in Dresden. Ende August soll es nach jetzigem Stand auslaufen.
Das 9-Euro-Ticket hat teils zu vollen Bahnsteigen und Zügen geführt, wie hier in Dresden. Ende August soll es nach jetzigem Stand auslaufen.  © Bildmontage: DB Regio & Kristin Schmidt

Licht am Ende des Tunnels: "Der Sachsentarif wird kommen", verspricht Verkehrsminister Martin Dulig (48, SPD).

Der Tarif soll die Fahrten vereinfachen: "Wir haben zu viele Verkehrsverbünde, aber wir brauchen jetzt pragmatische Lösungen."

Der Start ist fürs nächste Jahr geplant.

Sachsen liegt flach: Krankschreibungen auf Rekord-Hoch!
Sachsen Sachsen liegt flach: Krankschreibungen auf Rekord-Hoch!

Doch noch ist unklar, ob es nicht nur einfacher, sondern auch günstiger wird. Ein einheitlicher Ticket-Preis ist nicht vorgesehen, teilt das Verkehrsministerium auf Anfrage mit:

"Je nach gewähltem Produkt (z.B. Tageskarte) und Strecke (z.B. Dresden-Leipzig) und Anzahl der Reisenden (z.B. Einzelperson) bestimmt sich der Preis des Tickets."

Verkehrsminister Dulig kämpft seit Jahren für einen Tarif, der in allen sächsischen Verkehrsverbünden gilt.

Der Freistaat richtete schon Ende 2019 in Dresden das "Kompetenzcenter Sachsentarif" ein, gab dafür alleine bis Ende 2021 rund 750.000 Euro aus.

Lange hat sich Verkehrsminister Martin Dulig (48, SPD) für den Sachsentarif eingesetzt, 2023 soll er endlich kommen.
Lange hat sich Verkehrsminister Martin Dulig (48, SPD) für den Sachsentarif eingesetzt, 2023 soll er endlich kommen.  © Steffen Füssel

Die lange Zeit ist laut Dulig der Corona-Pandemie geschuldet, die Einschränkungen im ÖPNV hätten etwa Studien zum Fahrgast-Aufkommen verhindert.

Titelfoto: Bildmontage: DB Regio & Kristin Schmidt

Mehr zum Thema Sachsen: