Ausländische Arbeitskräfte bringen Sachsen Beschäftigungsplus

Chemnitz - Arbeitnehmer mit ausländischen Wurzeln sorgen für einen Aufschwung am sächsischen Arbeitsmarkt.

Ausländische Arbeitskräfte sorgen für einen Aufschwung am sächsischen Arbeitsmarkt. (Symbolbild)
Ausländische Arbeitskräfte sorgen für einen Aufschwung am sächsischen Arbeitsmarkt. (Symbolbild)  © wirojsid/123 RF

Allerdings sieht die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz noch "viel Luft nach oben".

"Aktuell arbeiten mehr als 112.000 ausländische Staatsbürger im Freistaat. Deren Anteil liegt mit 6,8 Prozent deutlich unter dem deutschen Durchschnitt von 14,1 Prozent", sagte Behördenchef Klaus-Peter Hansen.

Hansen zufolge ist Sachsen ein Land, in dem es sich gut arbeiten und leben lässt. Damit das so bleibe, brauche man Zuwanderung - auch zur Finanzierung der Sozialversicherungssysteme.

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"Denn die inländischen Potenziale werden nicht ausreichen, um die demografischen Altersabgänge der erfahrenen und meist gut qualifizierten Menschen ausgleichen zu können."

Es müssten nicht nur frei werdende Stellen nachbesetzt, sondern auch neue Jobs passend besetzt werden. Neben der Rückgewinnung abgewanderter Sachsen in andere Bundesländer sei die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte eine wesentliche Quelle.

Laut Statistik waren im März 2022 binnen Jahresfrist 19.471 sozialversicherungspflichtige Jobs in Sachsen dazugekommen, fast drei Viertel davon gingen an Ausländer.

Die meisten zusätzlichen Arbeitsplätze wurden durch Frauen und Männer aus Polen (plus 3211), Tschechien (1716) und Syrien (1106) besetzt.

Zu den Top 10 der Herkunftsländer gehörten ferner Indien, Bulgarien, Rumänien, Afghanistan, Vietnam, die Ukraine und Russland.

Titelfoto: wirojsid/123 RF

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