Großer Frust auf der A4 und A14: ADAC zieht Stau-Bilanz für Sachsen!

Dresden - Auf den Autobahnen im Freistaat Sachsen wurden 2022 deutlich weniger Verkehrsstörungen und Stau-Kilometer als im Vorjahr verzeichnet. Nur die A4 und die A14 fallen mit negativen Zahlen auf.

An der Baustelle zwischen Mutzschen und Leisnig auf der A14, nahe dem Fluss Mulde, standen Autofahrer insgesamt 1.663 Stunden im Stau.
An der Baustelle zwischen Mutzschen und Leisnig auf der A14, nahe dem Fluss Mulde, standen Autofahrer insgesamt 1.663 Stunden im Stau.  © Steffen Füssel

Der ADAC Sachsen berichtete am Donnerstag über eine "Normalisierung von Verkehr und Staubelastung" auf den Autobahnen in Sachsen.

Knapp 8000 Verkehrsstörungen und 4500 Stau-Kilometer weniger auf insgesamt 580 Kilometern Strecke im Gegensatz zu 2021, so das Fazit.

Standen Autofahrer 2021 noch auf einer Gesamtlänge von 31.378 Kilometern im Stau, waren es 2022 nur noch 26.844 Kilometer. Anstatt knapp 21.000 Meldungen über Verkehrsstörungen im vorausgegangenen Jahr, kam es laut ADAC 2022 bloß zu circa 13.000 Meldungen.

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Die einzige Autobahn Sachsens, die im vergangenen Jahr eine Zunahme an Verkehrsstörungen und an Staulänge verbuchen musste, war die A14. Mit einer Anzahl von 2106 Meldungen steigerte sich der Wert im Vergleich zu 2021 um 649 Verkehrsstörungen. Auch die Staulänge steigerte sich von 2767 auf 5799 Kilometer.

Der "Aufreger Nummer eins" war laut ADAC-Statistik die Baustelle zwischen Mutzschen und Leisnig auf der A14 mit einer Staulänge von 3547 Kilometern und einer Stau-Dauer von 1663 Stunden.

Die A4 stellt jedoch - trotz leichtem Rückgang- mit über 5000 Meldungen klar den Spitzenreiter in der Kategorie "Verkehrsstörungen".

A13 und A38 mit Spitzenwerten - Stau-Anstieg zum Ende der Sommerferien

Der sächsische A4-Abschnitt, ist weiterhin einsamer Spitzenreiter, wenn es um Verkehrsstörungen und Staulänge geht.
Der sächsische A4-Abschnitt, ist weiterhin einsamer Spitzenreiter, wenn es um Verkehrsstörungen und Staulänge geht.  © Robert Michael / DPA

Betrachtet man nur die Staulänge, ist auch die A4 einsame Spitze. Verkehrsteilnehmer mussten auf der sächsischen Strecke fast 12.000 Kilometer Stau ertragen. Immerhin 1500 Kilometer als noch 2021.

Am flüssigsten rollte der Verkehr laut ADAC-Statistik auf der A13. 117 Stör-Meldungen und lediglich 194 Stau-Kilometer markieren den Bestwert unter den Autobahnen im Freistaat. Auch die A38 glänzt mit niedrigen Zahlen.

Die übrigen Autobahnen (A9, A17, und A72) konnten sich ebenfalls in beiden Kategorien leicht verbessern. Auf der A72 verringerten sich die Meldungen über Verkehrsstörungen dabei um ganze 6000 Stück.

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Autofahrer, die 2022 zum Christi Himmelfahrt-Wochenende (28. und 29. Mai), dem Ende der Sommerferien (27. und 28. August) oder am 18. und 19. Juni mit ihrem Fahrzeug auf sächsischen Autobahnen unterwegs waren, traf es Stau-technisch am heftigsten.

Um die 5000 Kilometer Stau wurde an jenen Tagen gemessen.

Titelfoto: Steffen Füssel

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