"Grüne Jugend" solidarisiert sich mit den Waldbesetzern in der Laußnitzer Heide

Dresden - Die Frist ist abgelaufen: Bis Montag hatten die Besetzer in der Laußnitzer Heide Zeit, ihr Camp - genannt "Heibo" - selbst zu räumen. Da ihnen nun die Räumung durch die Polizei droht, solidarisiert sich jetzt die sächsische "Grüne Jugend" mit den Protestierern.

Seit Sommer 2021 besetzen Klimaschützer das bedrohte Waldstück.
Seit Sommer 2021 besetzen Klimaschützer das bedrohte Waldstück.  © Matthias Rietschel/dpa

Es geht nicht nur um das Waldstück: "Unser Ziel ist, dass überhaupt kein Kies abgebaut wird", sagt Charlotte Henke (21), die Landessprecherin der Jugendorganisation.

"Der Schutz von Mooren sollte in Zeiten der Klimakrise eine absolute Selbstverständlichkeit sein. Dazu kommt, dass die Betonproduktion zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze unverzüglich drastisch reduziert werden muss und damit auch der Bedarf an Kies drastisch zurückgeht."

Den vorgeschlagenen Kompromiss des ebenfalls Grünen Umweltministers Wolfram Günther (49), den Abbau einen Meter über dem Grundwasser zu stoppen, betrachtet die Parteijugend zumindest grundsätzlich positiv.

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Sollte es zur Räumung kommen, wollen die Junggrünen zum Teil an den Protesten teilnehmen: "Vereinzelte Mitglieder waren bereits im Heibo-Camp", so Henke.

"Wir solidarisieren uns mit den Besetzer*innen und fordern eine Aussetzung der geplanten Räumung. Wir würden auch dazu aufrufen, dass parlamentarische Beobachter vor Ort sind, wenn es zu einem Einsatz kommt."

Titelfoto: Matthias Rietschel/dpa

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