Martin Duligs Ansiedlungspolitik: "Wir kommen an unsere Grenzen"

32 Jahre nach der Wiedervereinigung sieht Minister Martin Dulig (48, SPD) Sachsen wirtschaftlich im Aufwind. Doch trotz der Ansiedlung von Hightech-Unternehmen gibt es aus Sicht des Vize-MP noch einiges in Einklang zu bringen.

Möchte die Mikroelektronik, künstliche Intelligenz und Wasserstoff-Industrie in Sachsen weiterentwickeln: Wirtschaftsminister Martin Dulig (48, SPD).
Möchte die Mikroelektronik, künstliche Intelligenz und Wasserstoff-Industrie in Sachsen weiterentwickeln: Wirtschaftsminister Martin Dulig (48, SPD).  © DPA / Robert Michael

Kopfzerbrechen bereiten Dulig der Fachkräftemangel, die Anforderungen an die Infrastruktur und der Platzanspruch der neuen Firmen, insbesondere in der Chip-Industrie.

"Wir kommen langsam an unsere Grenzen, ausreichend Flächen in allen Größenordnungen bereitzustellen", sagt der Minister mit Blick auf Unternehmen wie Infineon, das bis 2026 für fünf Milliarden Euro ein neues Halbleiter-Werk in Dresden errichten möchte.

Ein Drahtseilakt für die Politik, das in Einklang mit dem Umweltschutz zu bringen. "Auf der einen Seite haben wir den Auftrag, die Natur zu schützen und möglichst wenig Flächen zu versiegeln. Auf der anderen Seiten brauchen wir aber Flächen für die wirtschaftliche Entwicklung."

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Mehr Platz und Personal benötigt laut Dulig auch der Ausbau der erneuerbaren Energien, der bisher viel zu langsam vorangehe. Von den Unternehmen werde aber immer häufiger Öko-Strom gefordert.

Der Minister: "Wenn wir da nicht aufholen, bekommen wir einen echten Standortnachteil. Hier müssen wir in die Überholspur kommen."

Titelfoto: DPA / Robert Michael

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