Untersuchung zeigt geringe Schadstoffmengen: Für 92 Fische geht's nicht zurück in die Elbe!

Dresden - Das jährliche Monitoring des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) hat ergeben, dass die Fische aus der Elbe und der Vereinigten Mulde nur gering mit Schadstoffen belastet sind.

Für die Schadstoffanalyse wurden insgesamt 112 Fische aus der Elbe und der Vereinigten Mulde untersucht. Für sie gab es allerdings keinen Weg zurück ins Gewässer. (Symbolbild)
Für die Schadstoffanalyse wurden insgesamt 112 Fische aus der Elbe und der Vereinigten Mulde untersucht. Für sie gab es allerdings keinen Weg zurück ins Gewässer. (Symbolbild)  © LfULG

Für 92 Fische aus der Elbe und 20 Fische aus der Vereinigten Mulde bedeutete die positive Erkenntnis des LfULG leider den Tod.

Eine Alternative, bei der die Fische für die Schadstoffanalyse nicht getötet werden müssen, sei "nicht möglich", erklärte eine Pressesprecherin des LfULG gegenüber TAG24.

Die Untersuchungen der bereits 2021 gefangenen Fluss-Bewohner ergaben, dass insgesamt 17 Fische aus der Elbe erhöhte PCB- (krebserregende organische Chlorverbindungen) oder Quecksilberwerte aufwiesen. Dabei handelte sich vor allem Hechte und Rapfen.

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Aus der Mulde sei kein einziger Fisch betroffen.

87 Prozent der Fische "ohne Beanstandung" - Angler sollten dennoch aufpassen!

Unter den Fischen mit hoher PCB-Belastung waren einige Hechte. (Symbolbild)
Unter den Fischen mit hoher PCB-Belastung waren einige Hechte. (Symbolbild)  © Felix Kästle/dpa

Das Sächsische Landesamt erklärte am Donnerstag in einer Mitteilung, dass der Anteil auffälliger Fische im Vergleich zu 2020 zwar leicht angestiegen sei, aber das Ergebnis der Schadstoffanalyse dennoch als "gut" betrachtet werden könne.

Insgesamt blieben 87 Prozent der untersuchten Fische ohne Beanstandung, hieß es in der Mitteilung.

Das LfULG betonte gegenüber Elb-Anglern, dass schwerere Fische durch Ablagerungen im Fettgewebe tendenziell höher belastet sind und somit der Verzehr auf maximal zwei Kilogramm Elb-Fisch pro Monat, bei räuberischen Fischen auf ein Kilogramm, beschränkt werden sollte.

Titelfoto: Bildmontage: LfULG, Felix Kästle/dpa

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