Wegen Medikamenten-Mangel: Sachsen will Antibiotika-Einfuhr erlauben

Dresden/Berlin - Sachsen will die Einfuhr von Antibiotischen Säften für Kinder aus dem Ausland erlauben - nach Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Medikamente aus dem Ausland brauchen auch in Sachsen ein "amtliches Prüfsiegel". Bei Antibiotischen Säften für Kinder wirkt nun eine Ausnahmeregelung.
Medikamente aus dem Ausland brauchen auch in Sachsen ein "amtliches Prüfsiegel". Bei Antibiotischen Säften für Kinder wirkt nun eine Ausnahmeregelung.  © Sven Gleisberg

"Die Allgemeinverfügung wird zeitnah noch diese Woche in Kraft gesetzt", bestätigte das Sozialministerium.

Entsprechende Präparate sind in Deutschland eigentlich nicht erlaubt. Möglich macht die Ausnahme eine entsprechende Entscheidung des Bundesgesundheitsministeriums vom 19. April. Hintergrund ist der aktuelle Arzneimittel-Engpass.

Mit der vorübergehenden Neuregelung kommt mehr Arbeit auf die Apotheker zu. Denn die Arzneimittel müssen bestimmten Anforderungen bei Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit genügen.

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Zuständig dafür sind laut Ministerium die Apotheken. Eine Dauerlösung ist die Regelung nicht.

Sobald der Versorgungsmangel nicht mehr vorliegt, wird auch die Ausnahmeregelung wieder kassiert.

Titelfoto: Sven Gleisberg

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