Weyberkuss im Ochsenkeller: In diesem sächsischen Schloss lagert jetzt Whisky

Augustusburg - Der "Weyberkuss-Whisky", ein hochprozentiges Wässerchen, reift seit Sonntag im Ochsenkeller des Brunnenhauses von Schloss Augustusburg (Landkreis Mittelsachsen).

Einlagerungszeremonie für den "Weyberkuss-Whisky": Hofmarschall Leopold und Gemahlin Dorothea inspizieren das Fass, das von den Knechten Tim Laßner (33, l.) und Franz Vieweger (32) ins Lager getragen wird.
Einlagerungszeremonie für den "Weyberkuss-Whisky": Hofmarschall Leopold und Gemahlin Dorothea inspizieren das Fass, das von den Knechten Tim Laßner (33, l.) und Franz Vieweger (32) ins Lager getragen wird.  © Maik Börner

"Der Whisky entstand in Zusammenarbeit mit 'Spirit of Oak', lagerte zunächst im Portwein-Holzfass in der Sächsischen Spirituosenmanufaktur in Kirschau bei Bautzen und bekommt nun bis zum Öffnen, voraussichtlich im Mai nächsten Jahres, eine endgültige, süße Note während der Reifung in einem Metfass", erklärt Tina Kurz (38), Marketingmitarbeiterin von Schloss Augustusburg.

Ideengeberin dafür war die Beschäftigung mit dem Leben von Kurfürstin Anna von Sachsen, der bis heute bekanntesten sächsischen Kurfürstin.

Tina Kurz: "Sie verbrachte viel Zeit damit, kulinarische und medizinische Heilwirkungen auszuprobieren und verfeinerte diese in ihren eigenen Destillierhäusern. Residierte die Kurfürstin mit ihrem Gemahl, Kurfürst August von Sachsen, auf Schloss Augustusburg, feierten sie zuweilen opulente Feste mit ihren geladenen Gästen samt Gefolge. Hochprozentiges wurde dabei natürlich auch ausgeschenkt."

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Für den Whisky können Anteilsscheine erworben werden. Diese gibt es ab 75 Euro, unter anderem an der Schlosskasse.

Ein letzter prüfender Blick auf das hochprozentige Wässerchen von "Spirit of Oak"-Geschäftsführer Wolfgang Lückert (65).
Ein letzter prüfender Blick auf das hochprozentige Wässerchen von "Spirit of Oak"-Geschäftsführer Wolfgang Lückert (65).  © Maik Börner

Nach der Abfüllung 2024 erhält jeder Anteilsbesitzer dann seine persönliche Flasche.

Titelfoto: Maik Börner

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