Zwei Kameraden gönnen sich ihr privates Tanklöschfahrzeug

Niesky - Zwei Kameraden und Feuerwehr-Fans aus Niesky (Landkreis Görlitz) haben sich ihren Traum verwirklicht: Sie kauften sich ihr eigenes Tanklöschfahrzeug. Das nutzen sie jetzt für private Einsätze.

Stolz auf ihren historischen Feuerwehrwagen: Stefan Krone (38, l.) und Neffe Pascal Krone (22) brennen für den alten IFA W50 von 1989.
Stolz auf ihren historischen Feuerwehrwagen: Stefan Krone (38, l.) und Neffe Pascal Krone (22) brennen für den alten IFA W50 von 1989.  © Holm Helis

Stefan Krone (38) war schon als Kind von den Floriansjüngern begeistert. Er schloss sich der Jugendfeuerwehr an, ist heute Gruppenführer bei der Freiwilligen Feuerwehr im Nieskyer Ortsteil See.

Sein Neffe Pascal Krone (22) macht eine Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr Görlitz. "Wir sind schon ein bisschen feuerwehrverrückt", sagt Stefan. "Also einen kleinen Knall muss man schon haben."

Sonst hätten die beiden wohl kaum zugeschlagen, als die Gemeinde Weigersdorf (Landkreis Görlitz) ihr ausgemustertes Tanklöschfahrzeug versteigerte. Der Oldtimer ("TLF 16") wurde im November 1989 zugelassen, wiegt rund acht Tonnen und fährt 75 Kilometer pro Stunde Spitze.

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Die Krones erzielten das Höchstgebot und dürfen nun mit amtlicher Sonderzulassung und Lkw-Führerschein ihr Feuerwehrauto privat fahren. Zubehör wie Schläuche und Pressluft-Atemgerät haben sie aufgerüstet. "Das gehört für uns dazu", erklärt Stefan.

Stefan am Drücker: Sogar eine Löschkanone hat der Feuerwehr-Oldtimer noch auf dem Dach.
Stefan am Drücker: Sogar eine Löschkanone hat der Feuerwehr-Oldtimer noch auf dem Dach.  © Holm Helis
Pascal am Steuer: Mit amtlicher Sonderzulassung und Lkw-Führerschein dürfen die beiden ihren IFA ganz legal auch ausfahren.
Pascal am Steuer: Mit amtlicher Sonderzulassung und Lkw-Führerschein dürfen die beiden ihren IFA ganz legal auch ausfahren.  © Holm Helis

Auch Sohn Theodor (2) ist von dem Feuerwehrauto begeistert

Voll bestückt: Das Geräte-Abteil ist gut gefüllt mit Schläuchen und Atemschutzgerät.
Voll bestückt: Das Geräte-Abteil ist gut gefüllt mit Schläuchen und Atemschutzgerät.  © Holm Helis

Würden sie den Wassertank (2200 Liter) füllen, könnten sie sogar das Strahlrohr nutzen. Doch Noteinsätze dürfen sie mit dem Wagen nicht fahren und sie müssen auch Blaulicht und Martinshorn abkleben.

"Wir machen gerne Ausfahrten bei schönem Wetter, fahren auch mal ein Eis essen", sagt Stefan. "Erwachsene und Kinder sind dann begeistert. Nach einem Porsche dreht sich heute ja keiner mehr um."

Auch Sohn Theodor (2) ist fasziniert, wenn er mal mitfahren darf. Für tägliche Fahrten wie zum Supermarkt werde der Wagen aber nicht genutzt, so Stefan. "Das wäre ja schon wegen der Parkplatzsuche unpraktisch..."

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Titelfoto: Holm Helis

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