"Hundefänger" fahruntauglich: Zwickauer Tierrettung kann nicht mehr retten

Zwickau - Hilferuf der Tierrettung Zwickau! Die Helfer können aktuell nicht zu Einsätzen ausrücken. Das in die Jahre gekommene Einsatzfahrzeug vom Typ "Hundefänger" ist schrottreif. Für eine Neuanschaffung fehlt das Geld.

Müssen derzeit auf ein Rettungsfahrzeug verzichten: Eileen Witt (48) von der Tierrettung Zwickau mit Wolfshund Askando.
Müssen derzeit auf ein Rettungsfahrzeug verzichten: Eileen Witt (48) von der Tierrettung Zwickau mit Wolfshund Askando.  © Maik Börner

"Unser 15 Jahre alter Renault Berlingo ist nicht mehr fahrbereit und geht in den Schrott. Wir können also keine Tiere mehr transportieren", erzählt Eileen Witt (48) von der Tierrettung.

Übrig geblieben ist nur die telefonische Beratung für Notfallsituationen. Die Tierretter geben beispielsweise Tipps, welche Handgriffe zu tun sind, um Hund oder Katze zu stabilisieren. "Ansonsten bieten wir Erste-Hilfe-Kurse an."

Ein neuer "Hundefänger" ist so schnell nicht in Sicht. Die Spenden reichen nicht, damit sich die Helfer ein Fahrzeug anschaffen können.

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"Es gibt eben gewisse Anforderungen. Zum Beispiel müssen wir das Tier während der Fahrt versorgen können. Teppichboden geht nicht, weil sich dort Keime festsetzen. Und entsprechend groß muss das Auto auch sein. Ideal wäre ein ausrangierter Rettungswagen."

Wer ein Haustier in einer medizinischen Notlage vorfindet, kann die Tierretter unter Tel.: 0180/5 03 75 00 kontaktieren.
Wer ein Haustier in einer medizinischen Notlage vorfindet, kann die Tierretter unter Tel.: 0180/5 03 75 00 kontaktieren.  © Maik Börner

In der Regel rücken die Ehrenamtlichen zu medizinischen Notfällen aus und bringen Tiere - Wildtiere ausgenommen - zum Tierarzt oder in die Klinik. Pro Woche kamen so vier bis fünf Einsätze zusammen. Trotz der schwierigen Situation stecken die vier Tierliebhaber den Kopf nicht in den Sand. "Wir machen jetzt erst mal weiter und helfen, wo wir können."

Titelfoto: Maik Börner

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