Marienberg - Frost-Alarm in Sachsen: In der Nacht auf Dienstag war es vor allem im Erzgebirge bitterkalt. Das Thermometer zeigte Minusgrade an. Auch im Rest des Freistaates war bibbern angesagt.
Richtig frostig war es vor allem in Kühnhaide (Ortsteil von Marienberg). Dort wurden in einer Bachsenke in den frühen Morgenstunden minus acht Grad gemessen. Auch die normale Außentemperatur war mit minus sechs Grad bitterkalt.
Kein Wunder: Kühnhaide ist die "Kältekammer" Sachsens - hier sinken die Temperaturen auch im Sommer regelmäßig in den einstelligen Bereich.
Richtig frisch war es am Dienstagmorgen auch auf dem Fichtelberg (1215 Meter). Dort zeigte das Thermometer ein Grad, ebenso in Annaberg-Buchholz. In Chemnitz, Leipzig und Dresden wurden am Morgen Werte zwischen zwei und vier Grad gemessen.
Völlig ungewöhnlich sind derartige Bibber-Temperaturen Mitte Oktober nicht. Ein Blick auf die vergangenen Jahre zeigt: Bereits jetzt könnte in Sachsen der erste Schnee fallen. So bröckelten 2023 Mitte Oktober auf dem Fichtelberg die ersten Flocken vom Himmel. Auch damals brachte eine Kaltfront Temperaturen um den Gefrierpunkt in den Freistaat.
Im vergangenen Jahr gab es Ende Oktober den ersten Schnee im Erzgebirge. Damals konnte die Skisaison vorzeitig beginnen.
Herbstliche Temperaturen, dazu Sonne und Wolken: Kein vorzeitiger Wintereinbruch in Sachsen erwartet
Doch trotz des Frost-Schocks ist ein vorzeitiger Wintereinbruch in Sachsen aktuell noch nicht in Sicht. In Annaberg-Buchholz liegen die Temperaturen in den kommenden Tagen bei herbstlichen 13 bis 17 Grad, dazu ein Mix aus Sonne und Wolken. Nachts kühlt es auf etwa vier Grad herunter. Ähnlich sieht es in Chemnitz, Leipzig und Dresden aus.
Lediglich auf dem Fichtelberg könnte es am kommenden Sonntag den ersten Schneeregen geben. Nachts werden um die 0 Grad erwartet, dazu Niederschlag.
Im Rest des Freistaates ist der Winter noch weit entfernt. Der Blick auf Ende Oktober zeigt: Es bleibt teils sonnig mit Werten um die 16 Grad.