"Luise" bläst uns den Marsch! Droht jetzt echte Gefahr oder wird alles halb so schlimm?
Deutschland - Am Wochenende könnte es ungemütlich werden! Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt Sturmböen von bis zu 110 Kilometern pro Stunde vorher. Droht jetzt echte Gefahr oder wird alles nur halb so schlimm? Wir sagen Euch, ab welchen Windgeschwindigkeiten Ihr den Regenschirm besonders festhalten müsst.
Die sogenannte Beaufort-Skala des DWD gibt Aufschluss darüber, welche Auswirkungen bestimmte Windstärken haben können.
Orkanartige Stürme (Stärke 11), bei denen Bäume bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 115 Kilometer pro Stunde leicht entwurzelt werden können, sollen wohl nur in den Bergen möglich sein. Aufatmen!
In flacheren Lagen holt Tief "Luise" trotzdem kräftig Luft und bläst uns im Westen und Südwesten schon am Freitag mit mehr als 80 Kilometern pro Stunde ordentlich den Marsch. Bei Windstärken von 7 bis 9 ist von spürbarem Gegenwind beim Gehen, über abgebrochene Zweige bis hin zu wegfliegenden Dachziegeln alles möglich.
Am Samstag soll sich der Sturm vom Süden in die Nordhälfte Deutschlands verlagern. Auch dort ist zumindest mal Vorsicht angesagt - besonders vor hohen Wellen an der Küste.
Sonntag legt das Wetter laut Prognose noch mal zu, schwere Stürme (Windstärke 10) sind möglich und damit auch abgebrochene Bäume oder größere Schäden an Häusern.
ADAC empfiehlt, ab Windstärke 5 das Tempo auf der Straße zu drosseln
Bei Windstärke 12 und Geschwindigkeiten von mehr als 120 Kilometern pro Stunde ist auf der Beaufort-Skala übrigens Schluss. Heftige Verwüstungen wären die Folge.
Ab Windstärke 2 (5 bis 10 Kilometer pro Stunde) ist Wind laut Skala auf dem Gesicht zu spüren, Stärke 4 (20 bis 25 Kilometer pro Stunde) bringt loses Papier zum Fliegen, Windstärke 6 (40 bis 45 Kilometer pro Stunde) lässt Regenschirme zum Spiel des Windes werden. Ist Stärke 8 (65 bis 70 Kilometer pro Stunde) erreicht, wird es richtig ungemütlich.
Auto- oder Motorradfahrer sollten laut ADAC schon ab Windstärke 5 den Fuß vom Pedal oder die Hand vom Gashahn nehmen. Bei schwerem Sturm sei es ratsam, Fahrzeuge in der Garage zu lassen.
Eine abschließende (Un)Wetter-Bilanz lässt sich erst zu Beginn der neuen Woche ziehen. Dann stellt sich auch heraus, ob Deutschlands bekanntester Wetterfrosch Jörg Kachelmann (68) oder laut seiner Aussage "die maroden Drecksmedien, die den Weltuntergang prophezeit haben" richtig mit ihren Prognosen lagen.
Titelfoto: Marius Bulling/dpa

