Oberwiesenthal - Das Sturmtief Manja erreichte am frühen Sonntagmorgen den Freistaat Sachsen und sorgt derzeit für starke Sturmböen. Auf dem Fichtelberg sogar für Schnee.
Am Samstag verstärkte sich der Orkan noch vor Schottland, bevor er am Abend bereits den Westen der Bundesrepublik erreichte. In der Nacht zum Sonntag nahm der Wind deutlich zu und zieht seitdem durch ganz Deutschland.
Auch Sachsen hat es erwischt. So fegt der Sturm mit Böen von 100 km/h über den Fichtelberg hinweg. Bei Temperaturen von 0 Grad ging zudem der Regen auf Sachsens höchstem Berg in Schnee über.
So zeigte sich der Berg in den frühen Morgenstunden "angezuckert" und neblig.
Von Waldspaziergängen wird derzeit abgeraten. Durch den Sturm können Äste abbrechen oder Bäume entwurzeln. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand blieben größere Schäden bisher aus.
In den tieferen Regionen bleibt es ebenfalls kalt, verregnet und stürmisch. Mit Schnee ist dort jedoch vorerst noch nicht zu rechnen.
Unwetterwarnung des DWD
Laut des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wird im oberen Bergland mit Böen von bis zu 85 km/h gerechnet. Im Verlauf des Nachmittags soll sich der Sturm wieder beruhigen und in der Nacht zum Montag nur noch einzelne Windböen auftreten.
Zudem herrscht Angaben des DWD zufolge vom Vogtland bis nach Bautzen die Wetterwarnstufe 2. Dies ist zwar - insbesondere im Herbst - nicht ungewöhnlich, kann aber gefährlich werden. Zwischen Dresden und Leipzig gilt hingegen derzeit noch Stufe 1.
Achtet auf mögliche herabstürzende Äste und sichert frei stehende Objekte, wie zum Beispiel Gartenmöbel, Zelte und Abdeckungen.