Tönning - Über Tönning (Kreis Nordfriesland) hat sich am Montag ein Tornado gebildet. Der Deutsche Wetterdienst bestätigte das Wetterphänomen.
Gegen 12.15 Uhr beobachteten Augenzeugen das Schauspiel über der Halbinsel Eiderstedt. Der Deutsche Wetterdienst bestätigte auf TAG24-Anfrage, dass es sich "aller Wahrscheinlichkeit nach" um einen Tornado gehandelt habe.
Ein kurzzeitiger Bodenkontakt sei zwar nicht durch Bildmaterial bestätigt, aber sehr wahrscheinlich.
"Bisher sind uns noch keine Schadensmeldungen bekannt, deshalb lassen sich auch keine Aussagen über Windgeschwindigkeiten am Boden treffen", so Meteorologe Jens Winninghoff.
Der Experte geht davon aus, dass es sich um einen Typ-2-Tornado gehandelt habe. Dieser fällt etwas schwächer aus als ein Typ-1-Tornado und kann auch bei schwächeren Schauern auftreten.
Wie groß der Tornado am Montagmittag war, ließ sich nicht bestimmen. "Im Niederschlagsradarbild ist bei solch kleinräumigen Gebilden zwar der Schauer beziehungsweise das Gewitter erkennbar, aber nur in seltenen Fällen der Tornado selbst", erklärt Winninghoff.
Tornado sorgte Ende Juli für Verwüstung im Norden
Erst Ende Juli hat ein Tornado in Norddeutschland für Verwüstung gesorgt. Mit einer Rotationsgeschwindigkeit von etwa 180 Kilometern pro Stunde zog der Tornado durch Glückstadt und Umgebung.
Das Unwetter beschädigte rund 50 Gebäude. Verletzt wurde durch das gefährliche Wetterphänomen niemand.