Mann geschockt, als er sieht, was da auf seiner Zigaretten-Packung abgedruckt wurde

Metz (Frankreich) - Die Ekelbilder auf Zigaretten-Schachteln sollen vor allem eins: Kunden vor dem Kauf der Glimmstängel abschrecken. Auch ein junger Mann aus Frankreich war sehr geschockt, als er sich eine Packung kaufen, allerdings aus einem ganz anderen Grund.

Der Sohn des Albaners hatte die Zigaretrenpackung in Luxemburg gekauft. (Symbolbild)
Der Sohn des Albaners hatte die Zigaretrenpackung in Luxemburg gekauft. (Symbolbild)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Der Mann, dessen Name anonym bleiben soll, hatte sich die Zigarettenpackung von Philip Morris in Luxemburg gekauft. Neben der mittlerweile gewohnten Warnung, sah er darauf aber etwas, was ihn völlig entsetzte:

Das Schockbild zeigte eine Person ab etwa der Hüfte, dem Mann fehlte das linke Bein. Dort, wo sich eigentlich die Gliedmaße befindet, prangte ein vernarbter Stumpf.

Sofort erkannte der gebürtige Albaner, dass es sich bei der abgebildeten Person um seinen Vater handelte.

Natürlich wurde der 60-Jährige sofort über das Foto auf der Zigarettenpackung informiert. Dieser konnte ebenfalls nicht fassen, dass sein amputiertes Bein unter den Spruch "Rauchen verstopft ihre Arterien" gedruckt worden war.

Patient hatte Bein nicht durchs Rauchen verloren

Dieses Bild zeigt das amputierte Bein des 60-Jährigen.
Dieses Bild zeigt das amputierte Bein des 60-Jährigen.  © Facebook

Besonders fatal: War es nicht schon schlimm genug, dass das Bild ohne seine Zustimmung verwendet worden war, hatte der 60-Jährige sein Bein keineswegs durch die Folgen von Tabak-Konsum verloren.

Die Gliedmaße des Albaners musste amputiert werden, nachdem er 1997 in seinem Heimatland attackiert worden war. Anschließend zog er mit seiner Familie nach Frankreich. "Mein Klient fühlt sich betrogen, in seiner Würde verletzt, als er seine Behinderung auf der Packung einer Tabakware sehen musste", teilt Antoine Fittante ,der Anwalt des 60-Jährigen, laut The Sun mit.

"Es ist ziemlich unglaublich, dass eine Person sich in der europäischen Union ohne ihre Zustimmung auf einer Zigarettenpackung wieder finden muss."

Der Albaner vermutet, dass der Tabakhersteller über ein Krankenhaus im französischen Metz an das intime Bild gelangen konnte. Dort hatte sich der Einbeinige wegen einer Beinprothese beraten und fotografieren lassen.

Anwalt Fittante hat den Vorfall in die Hand genommen und mittlerweile Kontakt mit Philip Morris sowie mit der Klinik aufgenommen.

Ekelbilder in Deutschland

Seit Mai 2016 sind die warnenden Bilder auf Tabakwaren in Deutschland Pflicht. Die schockierenden Bilder verstärken vor allem bei Nichtrauchern die negative Haltung zum Rauchen.

Wer bereits länger dem Glimmstängel verfallen ist, lässt sich auch durch Krebsgeschwüre, Raucherlungen oder Amputationen eher weniger abschrecken ...


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