DIY-Fail mit schlimmen Folgen: Filler aus Online-Shop verunstaltet Frau das Gesicht

Suffolk (England) - Eigentlich wollte Kelly Milne (26) sich selbst und ihrem Gesicht nur etwas Gute tun. Dafür bestellte sie sich ein Filler-Kit online, um sich Hyaluronsäure selbst zu spritzen. Ein schlimmer Fehler.

Vor ihrer "kosmetischen" Behandlung (kleines Bild Mitte) und nachher. Das dicke Ekzem muss noch entfernt werden.
Vor ihrer "kosmetischen" Behandlung (kleines Bild Mitte) und nachher. Das dicke Ekzem muss noch entfernt werden.  © Screenshot/Twitter/OnlineArticles_

Statt wie ihre Vorbilder auf Instagram auszusehen, war das Resultat ein verunstaltetes Gesicht. Nach den Injektionen in Lippen und Wangen musste sie außerdem auch noch ins Krankenhaus, so die dreifache Mutter gegenüber der "Sun".

Völlig entstellt, mit heftigen Schmerzen und einem üblen Abszess im Gesicht nahmen sie die Ärzte in Empfang.

Schuld daran war eine Infektion, nachdem sich die 26-Jährige den "Filler" ins Gesicht gespritzt hatte.

Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Hyaluronsäure und Lidocain, die in die Haut injiziert wird, um so Fältchen zu straffen oder auch die Lippen zu vergrößern.

"Es war sehr schmerzhaft. Ich schwoll an. Mein Gesicht war wirklich entzündet, es war eine ziemlich heftige Reaktion. Ich hatte wirklich starke Schmerzen. Ich war auch sehr krank mit Erbrechen und Durchfall und grippeähnlichen Symptomen", so die junge Mutter.

Wie so ein kosmetischer Eingriff durchzuführen ist, wusste Kelly nämlich nicht.

Wie sie der "Sun" erzählte, wusste sie auch nichts von den Risiken. Vor einem Jahr hatte sie sich schon einmal selbst einen Filler in die Lippen gespritzt. Das Ergebnis war zwar Geschmackssache, aber wenigstens wurde sie davon nicht krank.

Bestellt hatte sie das Beauty-Kit "Princess Filler Lidocaine" in dem Online-Shop "Fillerworld" für 39 Pfund, umgerechnet 44,15 Euro. Ein Schnäppchen im Gegensatz zu einer professionellen Behandlung bei einem Schönheits-Doc. Dort kann man schon mal nur für das Aufspritzen der Lippen 400 Euro berappen. Das war wohl auch der Teilzeitkraft Kelly zu teuer.

Online verspricht das Produkt einiges. Besonderen Wert legt die Produktbeschreibung darauf, dass es sicher ist: "Princess Filler ist risikofrei und es sollten keine Nebenwirkungen auftreten. Dank der 30-jährigen Erfahrung von Croma in Forschung, Entwicklung und Vertrieb sicherer Anti-Aging-Produkte." Und das alles auch noch völlig schmerzfrei. Bei richtiger Anwendung vielleicht.

Jetzt muss sich Kelly einer kostenintensiven Behandlung unterziehen. Aus ihrer rechten Wange muss nämlich ein Füllstoffklumpen, der mit Eiter gefüllt ist, entfernt werden. Kosten? Über 450 Euro.

Beim Unternehmen beschwert hat sich die 26-Jährige schon. Die wollen davon allerdings nichts wissen. Schließlich raten sie in ihrem Online-Shop dazu, die Behandlungen von einem Profi durchführen zu lassen.

Diesen Warnhinweis muss man allerdings erstmal finden.


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