Bei Fütterung: Forscherin wird von Krokodil ins Becken gezogen und zerfleischt

Sulawesi - In einer indonesischen Forschungseinrichtung ist es zu einem tödlichen Unfall gekommen: Eine Wissenschaftlerin (44) wurde offenbar von einem Krokodil zerfleischt.

Das Krokodil riss die Forscherin urplötzlich ins Becken. (Symbolbild)
Das Krokodil riss die Forscherin urplötzlich ins Becken. (Symbolbild)  © 123RF

Wie die "Daily Mail" berichtet, soll sich der Angriff während der Fütterung ereignet haben. Demnach sei das fünf Meter lange Krokodil namens Merry wohl auf den Hinterbeinen an der Außenwand des Pools hochgesprungen und habe die Forscherin Deasy Tuwo ins Becken gerissen.

Dort entdeckten Mitarbeiter später am Morgen den leblosen Körper der Frau, der dem Bericht zufolge teilweise noch im Kiefer des Krokodils steckte. Rettungskräfte hätten versucht, die Leiche aus dem Becken zu holen, doch das Krokodil habe jedes Mal kräftig um sich geschlagen.

Das Reptil, das täglich mit frischem Huhn, Thunfisch und Fleisch gefüttert wird, war in der Vergangenheit bekannt dafür, andere Krokodile anzugreifen. Aber es wurde keine Angst geäußert, dass es auch Menschen attackieren könnte.

An diesem Montag wurde Merry schließlich gefangen genommen und an einem Tieflader befestigt, um das Krokodil für medizinische Tests in ein Wildniszentrum im Distrikt Bitung zu bringen. Hier soll bestätigt werden, dass es die Körperteile auch tatsächlich gefressen hat.

Das Opfer wurde von Kollegen als eine "stille Person" beschrieben, die Tiere liebte. "Wir waren neugierig, als wir auf das Krokodilbecken schauten, es gab ein schwimmendes Objekt, es war Deasys Körper", erinnern sie sich an den Moment, in dem sie die Leiche entdeckten.

Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und sucht nach dem Besitzer des Krokodils. Es soll sich um einen japanischen Geschäftsmann handeln, der die Forschungseinrichtung eröffnet hat. Zum Zeitpunkt des Unfall sei er nicht vor Ort gewesen, heißt es.

"Wir müssen auch wissen, ob es ihm gesetzlich erlaubt ist, Krokodile und andere teure Wassertiere in seinem Unternehmen zu besitzen", betonte der örtliche Polizeichef Raswin Sirait.

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