Todes-Drama um die kleine Leonie (†6): Stiefvater wird der Prozess gemacht

Neubrandenburg - Es ist ein Fall, der die ganze Region seit einem halben Jahr in Atem hält: Sechs Monate nach dem rätselhaften Tod der sechsjährigen Leonie aus Torgelow (Vorpommern-Greifswald) hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Stiefvater erhoben.

Bestatter senken den Sarg des sechsjährigen Mädchens, das am 12.01.2019 in Torgelow getötet wurde, auf dem Friedhof im Zentrum ins Grab ab.
Bestatter senken den Sarg des sechsjährigen Mädchens, das am 12.01.2019 in Torgelow getötet wurde, auf dem Friedhof im Zentrum ins Grab ab.  © dpa/Stefan Sauer

Wie eine Behördensprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte, werden dem zur Tatzeit 27 Jahre alten Mann "Mord durch Unterlassen" und sieben Fälle der Misshandlung von Schutzbefohlenen vorgeworfen.

Das Landgericht Neubrandenburg, wo der Prozess stattfinden soll, habe die Anklage zugelassen. Der Beschuldigte soll den Tod des Mädchens verschuldet sowie Leonie und ihren kleineren Bruder vorher mehrfach misshandelt haben.

Das Mädchen war am 12. Januar tot in der Wohnung der Familie in Torgelow gefunden worden (TAG24 berichtete). Der Stiefvater bestritt laut Staatsanwaltschaft bisher eine Schuld.

Er habe angegeben, das Mädchen sei eine Treppe hinuntergestürzt. Ermittler vermuten aber, dass Leonie schwer misshandelt wurde und an den Verletzungen starb, weil niemand Hilfe holte.

Auf dem Friedhof im Zentrum der Stadt liegen Blumen und ein Teddybär auf dem Grab des sechsjährigen Mädchens, das am 12.01.2019 in Torgelow ums Leben kam.
Auf dem Friedhof im Zentrum der Stadt liegen Blumen und ein Teddybär auf dem Grab des sechsjährigen Mädchens, das am 12.01.2019 in Torgelow ums Leben kam.  © dpa/Stefan Sauer

Titelfoto: dpa/Stefan Sauer

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