Gefangenen-Transporter kracht frontal gegen Hauswand: Unfallursache mysteriös

Haan - In Haan im Kreis Mettmann ist am Dienstag ein Gefangenen-Transporter frontal gegen eine Hauswand gekracht. Drei Menschen kamen mit Verletzungen ins Krankenhaus.

Der JVA-Transporter war frontal gegen eine Hauswand geprallt.
Der JVA-Transporter war frontal gegen eine Hauswand geprallt.  © Patrick Schüller

Laut einer Mitteilung der Polizei sollte ein 39-jähriger Gefangener am Dienstagmittag von Mülheim an der Ruhr aus zur Justizvollzugsanstalt nach Wuppertal gefahren werden.

Aus bislang unklarer Ursache - jedoch ohne Fremdeinwirkung, wie die Beamten betonten - verlor der 58-jährige Fahrer gegen 13.50 Uhr auf der Vohwinkeler Straße im Haaner Ortsteil Gruiten die Kontrolle über den JVA-Transporter.

Der Wagen kam in der Folge nach links von der Straße ab und prallte schließlich frontal gegen die Wand eines dortigen Bauernhofes.

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Bei dem Unfall wurden der 58-Jährige, sein 61-jähriger Beifahrer sowie der Gefangene verletzt und mit Rettungswagen zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der Häftling sei dabei von zwei hinzugerufenen JVA-Beamten begleitet worden.

"Bei ihren Ermittlungen hinsichtlich der Unfallursache ergaben sich für die vor Ort eingesetzten Polizeibeamten keinerlei Hinweise auf einen möglicherweise versuchten Gefangenenausbruch", erklärte ein Polizeisprecher. "Vielmehr geht die Polizei derzeit von einem durch den Fahrer unbeabsichtigt verursachten Alleinunfall aus."

Der Transporter wurde nach dem Unfall in Haan abgeschleppt.
Der Transporter wurde nach dem Unfall in Haan abgeschleppt.  © Polizei Mettmann

Schäden an JVA-Transporter und Bauernhof

Auch die Fassade des Bauernhofs nahm bei dem Unfall Schaden.
Auch die Fassade des Bauernhofs nahm bei dem Unfall Schaden.  © Patrick Schüller

Der JVA-Transporter wurde bei dem Unfall stark beschädigt und musste abgeschleppt werden. Auch an der Wand des Bauernhofes entstand ein Schaden, der jedoch nicht die Statik des Gebäudes betreffe, wie es hieß.

"Die Höhe des Gesamtschadens ist derzeit noch unklar, dürfte sich aber im mittleren fünfstelligen Bereich befinden", hieß es seitens der Polizei.

Die Vohwinkeler Straße blieb für die Dauer der Unfallaufnahme in beide Richtungen gesperrt.

Titelfoto: Patrick Schüller

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