Limburg - Ein Zusammenstoß auf der A3 bei Limburg (Mittelhessen) hat in der Nacht zum Dienstag eine tödliche Kettenreaktion ausgelöst. Ein 65-Jähriger kam dabei ums Leben. Die Autobahn musste anschließend für mehrere Stunden komplett gesperrt werden.
Wie die Polizei berichtet, war der Mann gegen 23.55 Uhr mit seiner Mercedes C-Klasse in Richtung Köln unterwegs. Kurz vor der Anschlussstelle Limburg-Süd prallte sein Wagen auf den Kleintransporter eines 33-Jährigen.
Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde der Mercedes des 65-Jährigen herumgeschleudert und blieb quer zwischen dem linken und mittleren Fahrstreifen stehen. Der Fahrer verließ daraufhin sein Auto und hielt sich am Heck zwischen Fahrzeug und Mittelschutzplanke auf.
Genau in diesem Moment näherte sich auf der linken Spur ein Mercedes mit Münchener Kennzeichen. Dessen Fahrer bemerkte das quer stehende Unfallauto offenbar zu spät. Der Wagen krachte in den Mercedes des 65-Jährigen.
Für den Mann hatte der zweite Zusammenstoß fatale Folgen: Er wurde von dem herannahenden Auto erfasst und tödlich verletzt. Auch die vier Menschen in dem Mercedes aus München wurden bei dem Unfall verletzt.
Rettungskräfte brachten sie mit leichten Verletzungen in umliegende Krankenhäuser. Die beiden Insassen des zuvor beteiligten Kleintransporters kamen dagegen ohne Verletzungen davon.
A3 nach tödlichem Unfall bei Limburg lange gesperrt
Für die Unfallaufnahme, Spurensicherung und Bergung blieb die A3 zwischen Bad Camberg und Limburg-Süd fast sechs Stunden lang vollständig gesperrt. Weil zu dieser Uhrzeit nur noch vergleichsweise wenige Fahrzeuge unterwegs waren, bildete sich vor der Sperrung ein rund zwei Kilometer langer Stau. Der Verkehr wurde bereits bei Bad Camberg von der Autobahn geleitet.
Erst nach Abschluss der Arbeiten konnte die Strecke wieder freigegeben werden. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf insgesamt rund 100.000 Euro.