Unfall am Bahnübergang: Güterzug schleift Auto zweihundert Meter weit mit!

Schwaan - An einem Bahnübergang in Huckstorf (Mecklenburg-Vorpommern) ist es am Sonntagabend zu einem Zusammenstoß zwischen einem Güterzug und einem Auto gekommen.

Rettungskräfte rückten am Sonntagabend zu einem Bahnübergang in Huckstorf an.
Rettungskräfte rückten am Sonntagabend zu einem Bahnübergang in Huckstorf an.  © Stefan Tretropp

Wie die Polizei am frühen Montagmorgen mitteilte, befuhr eine 82-jährige Frau gegen 18.25 Uhr mit ihrem Fahrzeug den beschrankten Bahnübergang. Dabei blieb das Auto aus noch unbekannter Ursache im Gleisbett stecken.

Als sich dann die Halbschranken wegen eines herannahenden Zuges senkten, verließ die Frau noch rechtzeitig und aus eigener Kraft ihr Fahrzeug und brachte sich in Sicherheit.

Trotz sofort eingeleiteter Schnellbremsung konnte der Zugführer den Güterzug aber nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen. Er erfasste den Kleinwagen und schleifte ihn rund 200 Meter weiter mit.

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Die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn veranlasste daraufhin eine Streckensperrung. Rettungskräfte wurden vorsichtshalber alarmiert. Auch Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr waren vor Ort.

Verletzt wurde bei dem Zusammenprall aber zum Glück niemand. Am Abend versuchten die Einsatzkräfte, das Auto unter dem Triebfahrzeug des Güterzuges zu bergen. Die Strecke zwischen Rostock und Schwaan musste für mehrere Stunden gesperrt werden.

Zweiter Zugunfall am Wochenende im Norden

Am Samstag erfasste ein Regionalzug einen Opel, der sich aus noch ungeklärter Ursache auf den Schienen am Bahnübergang befand.
Am Samstag erfasste ein Regionalzug einen Opel, der sich aus noch ungeklärter Ursache auf den Schienen am Bahnübergang befand.  © Florian Schulz/Feuerwehr Elbtalaue

Erst am Samstagvormittag hatte es im Norden einen ganz ähnlichen Unfall gegeben, der allerdings tragisch endete.

An einem Bahnübergang in der niedersächsischen Ortschaft Pisselberg (Landkreis Lüchow-Dannenberg) erfasste ein Regionalzug ein Auto, das auf die Gleise geraten war. Der 69-jährige Fahrer wurde durch den Zusammenprall mit dem Zug in seinem Opel eingeklemmt und erlitt dabei lebensgefährlicher Verletzungen. Er verstarb noch an der Unfallstelle.

Noch ist völlig unklar, wie es zu dem folgenschweren Unfall kommen konnte.

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Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen, ein Gutachter soll den genauen Unfallhergang rekonstruieren. Die Schadenssumme wird auf rund 10.000 Euro geschätzt.

Originaltext von Montag, 11. Dezember, 6.20 Uhr. Zuletzt aktualisiert: 9.09 Uhr.

Titelfoto: Stefan Tretropp

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