Milchlaster und Auto krachen zusammen: Elfjähriger unter den Todesopfern

Diepholz - Auf der Bundesstraße 214 sind bei einem Frontalzusammenstoß zwischen einem Milchlaster und einem Auto zwei Menschen ums Leben gekommen, darunter ein elfjähriger Junge.

Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr arbeiten an der Unfallstelle.
Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr arbeiten an der Unfallstelle.  © Thomas Lindemann/TNN/dpa

Wie die Polizei am Abend bestätigte, ereignete sich die Kollision am Donnerstagnachmittag gegen 14.45 Uhr in einer langen Kurve zwischen den Gemeinden Barver und Freistatt (Niedersachsen).

Das Auto, das mit einer Familie aus Polen besetzt war, krachte frontal in den entgegenkommenden Laster. Alle Personen wurden durch die Wucht des Zusammenpralls im Fahrzeug eingeklemmt, hieß es weiter.

Ersthelfer befreiten zunächst drei Personen aus dem Auto, darunter eine 33 Jahre alte Mutter und ihre zwei Kinder. Für den 52 Jahre alten Onkel der Familie, der am Steuer gesessen hatte, kam jede Hilfe zu spät.

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Der elfjährige Sohn musste reanimiert werden, erlag aber noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen, so die Polizei. Die sechsjährige Tochter wurde schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Die Frau kam ebenfalls schwer verletzt in ein Krankenhaus. Mutter und Tochter waren am Abend außer Lebensgefahr, wie eine Sprecherin der Polizei sagte.

Der Milchlaster wurde durch die Kollision in ein Feld neben der Straße geschleudert. Der 46-jährige Fahrer erlitt dabei einen Schock.

Auch er kam ins Krankenhaus. Ein Notfallseelsorger unterstützte die Einsatzkräfte vor Ort.

Unfallhergang noch völlig unklar

Ersthelfer kümmerten sich um die Verletzten, bis der Rettungsdienst eintraf.
Ersthelfer kümmerten sich um die Verletzten, bis der Rettungsdienst eintraf.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Am Abend war noch immer unklar, welches der Fahrzeuge in der Kurve in den Gegenverkehr geraten war. Zur Aufklärung der genauen Unfallursache wurde daher ein Sachverständiger von der Polizei angefordert. Vor Ort wurden Spuren gesichert und erste Ermittlungen aufgenommen.

Für die Rettungs- und Aufräumarbeiten blieb die Bundesstraße 214 im Landkreis Diepholz bis in die Abendstunden noch voll gesperrt. Eine Umleitung wurde eingerichtet.

Die Polizei bedankte sich am Abend außerdem bei den Ersthelfern, die ohne zu zögern erste Hilfe geleistet hatten, bis auch die Rettungskräfte eingetroffen waren.

Titelfoto: Thomas Lindemann/TNN/dpa

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