Verfolgungsjagd endet mit schwerem Unfall: AMG-Fahrer in Lebensgefahr

Seevetal/Hamburg - Ein schlimmes Bild der Zerstörung bot sich am Dienstag den Rettern bei einem schweren Unfall in Seevetal im Landkreis Harburg (Niedersachsen).

Der Mercedes-AMG brannte komplett aus.
Der Mercedes-AMG brannte komplett aus.  © JOTO

Auf dem Gelände eines Heidelbeerhofs am Großmoordamm stand ein auf der Seite liegender Mercedes-AMG C63 (Neupreis: etwa 83.000 Euro) in Flammen. Motorblock und Teile der Getriebewelle des Luxuswagens lagen mehrere Meter weit entfernt vom Wrack.

Ein weiteres Auto wies ebenfalls schwere Beschädigungen auf.

Was hat sich hier abgespielt?

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Ein Streifenwagen wollte das Auto nach einem Rotlichtverstoß im Bereich Walter-Dudek-Brücke in Hamburg gegen 15.30 Uhr anhalten, sagte ein Sprecher des Lagedienstes der Polizei zu TAG24. Daraufhin flüchtete der Mercedes-Fahrer in Richtung Seevetal.

Auf seiner Flucht soll der 33-Jährige mit wahnwitzigem Tempo unterwegs gewesen sein. Augenzeugen berichteten von fast 200 Kilometer pro Stunde in einer 30er-Zone, die Polizei konnte das jedoch nicht bestätigen.

Mercedes-AMG fliegt durch die Luft

Der Mercedes rammte einen großen Stein am Straßenrand und fällte einen Baum, bevor er in Flammen aufging.
Der Mercedes rammte einen großen Stein am Straßenrand und fällte einen Baum, bevor er in Flammen aufging.  © JOTO
Durch den Unfall wurden Motorblock und Getriebe aus dem Mercedes geschleudert.
Durch den Unfall wurden Motorblock und Getriebe aus dem Mercedes geschleudert.  © JOTO

An der Ecke Friesenweg endete die Verfolgungsjagd mit einem schweren Unfall. An dieser Stelle geht der Großmoordamm in den weiter geradeaus führenden Hagoltweg über, der für Autos und Motorräder gesperrt ist.

Der Mercedes-AMG-Fahrer wollte daher nach rechts in den Friesenweg lenken, war dafür aber viel zu schnell. Sein Luxusauto kam nach rechts von der Fahrbahn ab, fuhr über einen Feldstein am Rand und schleuderte durch die Luft.

Der Wagen krachte offenbar gegen einen Baum, dessen Stamm zerbarst. Beim Aufprall wurde ein am dortigen Heidelbeerhof parkendes Auto schwer beschädigt.

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Der 33-jährige Fahrer wurde aus dem Wagen geschleudert und überlebte den Unfall mit schweren Verletzungen. Er kam in ein Krankenhaus und schwebt in Lebensgefahr.

Der Fahrer des Streifenwagens konnte rechtzeitig bremsen, die Beamten blieben unverletzt. Sie leisteten Erste Hilfe.

Die Höhe des Sachschadens ist unbekannt.

Update, 15. September, 11.41 Uhr: Polizei sucht Zeugen

Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 80.000 Euro, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Gegen den 33-jährigen Fahrer laufen zahlreiche Ermittlungen. Er war weder im Besitz eines Führerscheins, noch war sein Wagen versichert. Außerdem ermittelt die Polizei wegen Gefährdung des Straßenverkehrs sowie Teilnahme an einem illegalen Kraftfahrzeugrennen.

Die Ermittler suchen Zeugen, die das Auto auf dem Großmoordamm beobachtet haben, oder die dem Wagen möglicherweise ausweichen mussten und dadurch gefährdet wurden. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 04105 6200 entgegen.

Titelfoto: JOTO

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