Stromnetz illegal angezapft: Großeinsatz der Polizei im Vogtland

Zwickau/Klingenthal - Mit einer großangelegten Aktion haben Polizei und Staatsanwaltschaft acht Objekte im Vogtland sowie im Landkreis Zwickau auf illegal angezapfte Stromanschlüsse untersucht.

Bei der gestrigen Durchsuchung in Klingenthal stellten Spezialisten eine Elektroinstallation fest, die den Stromzähler umging. Es wurde auch eine in Betrieb befindliche Computeranlage gefunden, die aus 49 Miningrechnern bestand.
Bei der gestrigen Durchsuchung in Klingenthal stellten Spezialisten eine Elektroinstallation fest, die den Stromzähler umging. Es wurde auch eine in Betrieb befindliche Computeranlage gefunden, die aus 49 Miningrechnern bestand.  © Staatsanwaltschaft Zwickau

Fünf Männer und eine Frau sollen sich seit Anfang 2017 im öffentlichen Stromnetz bedient haben, um mit speziellen Computern Kryptowährung zu schürfen, teilte die Staatsanwaltschaft Zwickau am Mittwoch mit.

Das sogenannte Mining erfordere einen hohen Energieeinsatz, hieß es. Dem Stromanbieter soll ein Schaden von rund 220.000 Euro entstanden sein.

Die Spezialisten fanden nach den Angaben in Klingenthal (Vogtland) eine Elektroinstallation zur Umgehung des Stromzählers. Zudem stellten die Beamten eine Computeranlage sicher, die aus 49 Mining-Rechnern bestand.

Die Anlage verbraucht so viel Energie wie etwa 30 Haushalte. Drei Verdächtige wurden vorläufig festgenommen.

An dem Einsatz am Dienstag waren rund 120 Kräfte beteiligt, darunter Beamte des Mobilen Einsatzkommandos und Spezialisten des Cybercrime Competence Center Sachsen (SN4C). Kryptowährungen werden als digitale Währung an speziellen Börsen im Internet gehandelt.

Titelfoto: Staatsanwaltschaft Zwickau

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